Freitag, 4. August 2017

Wochenrückblick

 Zur Zeit ist die innere Anspannung wieder sehr hoch. Unangenehm, ich schrecke oft auf, zittere beim Aufwachen, bin unruhig...mache daher wieder öfter progressive Muskelentspannung und der Baldrian ist mein Begleiter. Dazu wenig hektisches und viel Ruhe (möglichst auf allen Sinnen).
Außerdem bin ich nun echt mürbe, tagelang über 30 Grad und sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Ich stiere auf den Sonntag, der den Wetterwechsel bringen soll.

- gelesen:
Ich bin nicht so der Romanleser. Aber hin und wieder erwische ich ein Goldstück, dass ich nicht mehr aus der Hand legen kann. Dieses Mal war es: Zuhause von Kristof Magnusson.
Erzählt wird (in meiner geliebten) Ich-Form von einem jungen Mann dem das Leben ein wenig übel mitspielt (ja teils wird arg übertrieben, aber es ist auch humorig geschrieben, daher vollkommen ok, besser als langweilig).
Es geht um altbekannte Themen: Freundschaft, Liebe, verlassen werden, Kummer, zuviel Alkohol und um "normale Familienmenschen" (die Mutter des Erzählers konnte kein normaler Familienmensch sein (höchst sympathisch) und hat sich umgebracht.) Das ganze spielt auf Island, wo ich doch nebenbei auch das Buch von Carmen Rohrbach lese in dem sie von ihrer Zeit auf Island erzählt.
Das ganze klingt jetzt düsterer als es ist. Mir hats Spaß gemacht durch die über 300 Seiten nur so dahin zu fliegen. Und allein der Titel schon: Zuhause...da wo ich derzeit wieder am liebsten bin.

- geärgert: Eine Autofahrerin hätte mich beim Überholen fast vom Radl gefegt. Sie bog auf den selben Parkplatz wie ich ein und ich nahm mir vor sie anzusprechen (wenn auch mit zittrigen Knien und Übelkeit), leider parkte sie ein und dann wieder aus und fuhr weg. Vielleicht hat sie was gespürt...

- gewundert: eine Freundin fragte ob ich Lust hätte mit ihr und ihrem Mann auszugehen. Ich dachte an was trinken an der Bar oder so...Nunja das hätten wir auch machen können, aber an einer etwas anderen Bar...

sie dachte da eher an einen Swingerclub.
Ähm...püh...also....*hust*...ich glaub ich will nicht sehen, wie andere Menschen da ihren Spaß haben (ich kann ja so schwer vergessen und dann haste da jahrelang die Bilder im Kopf!!!)...zumal ich derzeit so gar keinen Menschen übern Weg laufen möcht...und dann bräuchte ich wenigstens einen männlichen Aufpasser an meiner Seite und völlige Unabhängigkeit was das hin/heimkommen anbelangt...
neeee...das ist nicht meins....fand ich aber stark, dass sie mich fragte ;)

- gespürt: endlich wieder normale Müdigkeit. Nicht dieses schläfrige, träge...sondern richtig müde nach getaner Arbeit eben, hab sogar mal wieder gegähnt. Kannte das gar nicht mehr :)

- wieder angefangen: Morgens aus dem Meditationsbuch zu lesen (Kraft zur Selbstfindung von Melody Meattie) ein schöner und ruhiger Start in den Tag.

- gedacht: manchmal fall ich in meine eigenen Abgründe....

- erschrocken: ein kleines Mädchen (schätze so 4 jahre alt) im Minirock. Sah einfach verboten aus. Was denken sich manche Eltern? Oder denken die nicht?

- gesehen: einen sehr goldigen Kurzfilm über die Kuh die Freunde sucht:
https://vimeo.com/209406817

- wiederentdeckt: voll gutes Gute-Launelied:
 https://www.youtube.com/watch?v=VI4ssGtfdxw

- genervt: ich lasse gerne verschiedene Playlist (Musik) bei Youtube laufen, so findet man auch immer wieder neues. Jetzt aber fast alles vollgepflastert mit Werbetrailern am Anfang. Eigentlich ein Wunder, dass die das erst jetzt machen. Trotzdem: ich will das nicht!

- gelesen:
1.Wie Kampfer das Gehirn belebt, vom Blutdrucktief zum Leistungshoch:
 http://www.uni-muenchen.de/informationen_fuer/presse/presseinformationen/2008/f-64-08.html
 "Es lässt sich aber vermuten, dass ein niedriger Blutdruck zu einer verminderten Durchblutung des Gehirns führt."
stimmt. absolut. Die Korodintropfen (eben u.a. mit Kampfer) haben eine viel belebendere Wirkung als das andere Kreislaufmittel Effortil!

2. aus dem Bereich BIOLOGISCHE PSYCHOLOGIE (ich glaube der Zweig wird arg vernachlässigt):

Psychische Symptome bei chronisch niedrigem Blutdruck
Chronisch niedriger Blutdruck (Hypotonie) ist ein wenig erforschtes kardiovaskuläres Zustandsbild. Wie unsere Arbeitsgruppe zeigen konnte, geht er neben den bekannten körperlichen Symptomen mit Leistungsminderungen u.a. in den Aufmerksamkeits-, und Gedächtnisfunktionen sowie mit emotionalen Störungen einher. Daneben fanden wir charakteristische EEG-Abweichungen und belegten erstmals, dass die Hypotonie im Widerspruch zur medizinischen Lehrmeinung zu einer erheblichen Minderdurchblutung des Gehirngewebes führt. Als pathogenetischer Faktor der Hypotonie identifizierten wir Fehlregulationen des autonomen Nervensystems, die zu einer verminderten Herzleistung führen.
http://www.psy.lmu.de/biopsychologie/forschung/forsch_schwerpunkte/nied_blutdruck/index.html
Ist das die Möglichkeit! Habe mich sehr gefreut über diese Artiekl die mir genau das bestätigen was auch ich meine: Dass niedriger Blutdruck genauso ernst genommen werden sollte wie hoher!!!

- gefreut:
1. gab 100,- von meiner Krankenkasse weil ich beim Bonussystem mitgemacht habe.
2. hab ein Kinoticket gewonnen

Aussicht: Nichts müssen. Noch mehr, als an sonstigen Wochenenden. Komatös herumlungern. Nach dem eigenen Rythmus und nicht den der inneren Uhr leben! Nur das tun was ich wirklich will, ohne inneren Antreiber und Perfektionisten.
Heute. Samstag und Sonntag.
Eigentlich hätt ich heute arbeiten müssen. Verschoben. Ich kann nicht. Viel zu kraftlos.

Kommentare:

  1. Gefällt mir, dass du in deinem Blog immer wieder interessante oder amüsante Links einbaust, denen ich meistens nachgehe mit Gewinn. Und dein Ergehen als "Wochenrückblick" darstellst, eine gute Idee, zumal dann ja auch ein Über-Blick entsteht, für dich als Schreibende und für mich/uns als Lesende.
    Genussvolles Nichts-Tun wünscht dir herzlich Ursula, die es dir heute gleichtut;-)

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  2. Hallo Ursula,
    danke, ja so ein wenig Zusammenfassung und Überblick behalten, in meinem sonst strukturlosen Alltag gefällt mir auch ganz gut ;)
    Hoffe Du konntest das Nichts-tun genießen ;)
    liebe Grüße

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