Samstag, 19. August 2017

Schöne Begegnung

Gestern bei P. wars toll.
Zumal wir wirklich Zeit für uns hatten, da ihre Kinder (die meiste Zeit) außer Haus waren.
So klar, ruhig und bestimmt wie sie war (hat große Entscheidungen getroffen wie sie in Zukunft leben möchte, was bedeutet, dass sie sich von ihrem Mann trennt und dafür ins Berufsleben wieder einsteigt) so war es auch der Hund.
Ein 10 Monate alter Labrador der nicht aufgeregt aufspringt und den neuen Besuch beschnüffelt....ist sehr bemerkenswert.
Ich hatte das Gefühl Cesar Milan war vor mir zu Besuch da.
Ganz ruhig kam er erst nach ein paar Minuten zu mir und beschnüffelte erst meine Tasche, dann mich. Ich sah und sprach ihn nicht an.
Um eine halbe Stunde später heftig zu kuscheln :-))
Mit Rüden hab ich so meine Probleme. Die sind mir meist zu ruppig und aufdringlich. Nicht so dieser. Ein Schatz!
Mal sehen, vielleicht darf ich ihn mir mal (oder regelmäßig) ausleihen.
Hundespaziergänge vermisse ich sehr...

Es war eine schöne Zeit bei und mit P.
Auch da habe ich das Gefühl, das wir uns wieder ein Stück näher gekommen sind. Wir haben beide ähnliche Wunden. Ähnliches erlebt. Unsere Schwierigkeiten mit anderen Menschen. Aber es wird. Auch sie arbeitet viel an sich, wird sich vielem bewußt und schaut, dass ihre Kinder nicht so beschädigt werden.

https://www.sein.de/authentische-begegnung-mit-deinem-hund/

Freitag, 18. August 2017

Wochenrückblick

- viel besser! Körperlich fitter, da siehts dann auch psychisch auch besser aus!--

- nicht so verträglich: Also das mit dem Milchschaum morgens auf nüchternen Magen ist nicht so der Hit...zuviel Luft und warme Milch, was weiß ich, jedenfalls könnt ich danach gleich wieder ins Bett *gähn*. Macht nix, dann gibts den halt seltener und nur nachmittags.

- gekauft: neue Räucherstäbchen, dieses mal andere Düfte...lecker!!!

-geschafft: große Fahrradrunde im großen Wald, weniger ruhig (weil innerlich eher angespannt) aber sehr sportlich. Dabei entdeckt:

Und dieser weich gepolsterte Baumstumpf sollte eigentlich mein Brotzeitplatz werden (oben bei der Bank hatte ich noch keinen Hunger), aber ich entdeckte einen Holzkasten am Baum (wie eine Brutstätte für Vögel nur dünner) um den Waldhornissen (riesen Viecher!) ein und ausflogen. Das fand ich dann doch etwas unentspannt und zog weiter...


- entdeckt: meine Kopfhaut ist ja leider schon seit Jahren etwas krank, also nur eine Stelle, die dafür etwas größer. Gemerkt, wenn ich die vor dem waschen (auch schon abends davor) mit Kokosöl einschmiere, tut das gut.

- Fragen der Woche:
Schlafen eigentlich Fruchtfliegen?
Und gibt es unter Pferden Homosexualität?

- geärgert und dann auch wieder nicht: ein dringend erwartetes Paket war im Anmarsch. Ich extra daheim geblieben! Jedoch vergessen die Klingel wieder anzustellen. Tja verpasst. Ohman hab ich mich geärgert. Das war Montag. Dienstag dann Feiertag, also nichts mit abholen, dann erst Mittwoch. Man soo dooof.
Dann auch noch gesehen, dass es im Nachbardorf abgegeben wurde! Hä? Wir haben 2 Postfilialen UND 1 Paketstation. Da ich eh noch Post wegbringen musste da mal nachgefragt: is das wirklich so? Warum? Dabei gesagt bekommen: Das Paket können Sie auch heute schon holen, das ist mit Sicherheit schon in der Filiale. Also 5 Kilometer rüber geradelt: ja ich bekam es! Vor lauter Freude spontan bei einer Freundin geklingelt die da wohnt und noch einen sehr lustigen Ratsch bei ihr im Garten genossen.
Dabei auch mit ihrem Obermieter geflirtet. Tat einfach gut.

- Apropo flirten: Hab ja jemand gefunden, der mir seine Bügelwäsche so alle 2 Wochen vorbei bringt. Und WAS das für ein Schnuckel ist *umfall*...so einer zum totalen schwärmen und tagträumen...weil man schon ahnt, dass man an den nicht rankommt. Jedenfalls übe ich mich im flirten mit ihm. Ich kann das tatsächlich schlecht. Bin meist super ernst. Aber einfach flirten, ohne dass dabei was rum kommen müsste oder irgendwas entstehen müsse...da tue ich mich schwer. Und dann noch Smalltalk. Was soll ich den denn fragen, die 2 Minuten wo er mir den Wäschekorb in die Hand drückt und dann zur Arbeit eilt...?

- gelacht: ich hab ne Geldhose!
Mit H. (von der Tafel) nochmal glutenfreie Sachen eingekauft (dabei tiefgefrorene glutenfreie Croissants entdeckt! Ich hab mich SO gefreut! Und heute hab ich festgestellt, dass die auch sehr lecker sind!), wir räumen die Tüte voll, hinter uns bezahlt ein Mann. Da scheppert was aufn Boden und berührt kurz mein Bein. Ich denke: da ist dem Mann Geld ausm Beutel gefallen, schau aufn Boden: nix. Hm...daheim sah ich in dem Saum nach und da lag es: das 50 Cent-Stück! Der Saum ist nämlich etwas breiter und noch nicht umgenäht/nur gekrempelt, weil ich die Hose erst vor kurzem abschnitt.
Mit der Hose sollte ich öfters einkaufen ;-)

- geschafft: endlich mal wieder zur Arbeit. 3 Stunden. Dabei der Chefin begegnet, die ja nun von mir bescheid weiß (wegen Rente und PTBS). Es war ein sehr herzliches Gespräch. Mir kam sie immer sehr kühl und etwas biestig vor. Wer weiß was ich bei ihr ausgelöst habe...aber jetzt sind wir uns irgendwie näher und von meiner Seite aus auch sympathischer.

- gestutzt: ein paar Leute stehen vor der Tafel (sage und schreibe 13 Leute waren wir das letzte mal! Herrlich, könnt immer so sein) wir plaudern so...H. deutet auf A. der wegen MS im Rollstuhl sitzt und meint: "ja du hast es gut, hast deinen Stuhl immer dabei!" Ich stutze, halte den Atem an, das ist jetzt nicht sonderlich einfühlsam, der hockt da ja nicht zur Gaudi drin...A. aber lacht kurz auf und meint: "stimmt und ich steh nie dumm rum!"
Ok, dann hab ich auch mitgelacht.
Dabei hab ich ja selber erfahren, als ich mit Behinderten arbeitete wie oft die sich selbst auf die Schippe nahmen und drüber lachen konnten. Trotzdem...bei mir bleibt da eine Übervorsichtigkeit. Ja nix falsches sagen...

- bemerkt: ganz zarte Herbstanzeichen...uah ich will nicht! Ich war viel zu wenig draußen und unterwegs diesen Sommer, weil es mir sooft so bescheiden ging! Ich mag jetzt keinen Herbst...!!!!

-gestaunt:
http://www.schleckysilberstein.com/2017/08/crown-shyness-wenn-baumkronen-abstand-halten/

-Aussicht:
Heute noch zu P. rüber, ratschen, Kaffe trinken, im Garten hocken, Füße ins Planschbecken hängen lassen, Kinder beim spielen beobachten UND endlich ihren Hund kennenlernen. Darauf freue ich mich sehr!
Da das Wetter am Wochenende nicht so toll werden soll, muss ich mir noch paar Aufgaben überlegen. Rad putzen und an den Wänden mit Farbe bissl ausbessern muss definitif sein :-)

Dienstag, 15. August 2017

Laß fallen

Den Post von gestern nochmal ein wenig geändert. Denn es sind ja zwei paar Stiefel, einmal definitiv Krankheiten/Traumafolgen und die Hochsensibilität und Introversion.
Ist jetzt für mich stimmiger.

Heute morgen den altbekannten Druck gehabt: Schönes Wetter, ich muss raus. Wollt ich auch irgendwie, aber mir fiel nur See ein. Und der wird, da heute Feiertag ist, wohl schnell recht voll, bei angesagten 30 Grad.
Hab so überlegt...hmm nur kurz vielleicht, zur Bank muss ich ja eh...oder an den anderen See...hmmm...passte alles nicht so. Also erstmal zur Bank. Danach fiel mir ein: mensch warste schon lang nicht mehr im Wald! Ideal bei der Hitze und da sind viel weniger Menschen und überhaupt da fühl ich mich viel geschützter!
Da ich ja schon ne gute Strecke gefahren bin, reichte es nur rüber zum kleinen Wald. Aber auch das war schön...soo ruhig (bis auf herrliche Naturgeräusche), ich fand eine kleine Wiese, machte Brotzeit, las ein wenig und sah den Zirpen zu wie sie mit ihren Hinterbeinen zirpten oder dann in hohen Bogen davon sprangen...was muss das für ne Gaudi sein!
Sehr erholsam....

Und ich habe die Praxis (aus dem Buch *Wird schon wieder?*) LASS FALLEN! weiter geübt. Mit den Worten kann ich was anfange. Mit einem salbungsvollen "Lass die Gedanken wie Wolken vorbei ziehen"- eher nicht.
Meine Gedanken haben nämlich die blöde Angewohnheit sich aufzustauen zu einem üblen Gewitter.
Also immer wenn selbstgemachter Druck aufkommt, sorgenvolle, ängstliche Gedanken oder auch Ärger oder was auch immer gerade belastet: LASS FALLEN!

einatmen.
ausatmen.
lächeln.

Montag, 14. August 2017

Das wird schon wieder ?

Oder: ein Leben mit Krankheit

Bis jetzt habe ich größtenteils gegen die Krankheit gekämpft.
Auch gegen mich.
Gegen mein So-sein-wie-ich-bin.
Es muss doch besser werden. Anders irgendwie.
Ich muss doch funktionieren. Ich will...das und jenes machen.
Einerseits habe ich natürlich Krankheiten, andererseits vermischt sich das oft mit den Symptomen der Hochsensibilität und Introversion, die ja  keine Krankheiten sind, ich mich aber deswegen oft krank bis be-hindert fühle und sich die Symptome mit Angst/Anspannung/PTBS und Depression oft mischen bis ähneln.

Nun also ein anderer Blickwinkel. Leben MIT der Krankheit. MIT meinem So-sein. Was ich lange nicht wahrhaben wollte....
dazu fand ich ein sehr hilfreiches Buch.
Aus dem Klappentext:

Das wird schon wieder? Von Toni Bernhard.
Freude finden trotz Krankheit: Toni Bernhard, selbst seit vielen Jahren chronisch krank, hat aus ihrer buddhistischen Praxis Techniken und Einsichten entwickelt, die ihr helfen, mit ihrer belastenden Situation umzugehen. Sie hat ihre Erfahrungen im Umgang mit der Krankheit aufgeschrieben und damit schon Tausenden von Menschen Inspiration und Ermutigung geschenkt. Eine der großen Lektionen des Buddhismus ist der heilsame Umgang mit Dingen, die man nicht ändern kann. Gerade von kranken Menschen wird oft erwartet, dass sie alles in ihrer Macht stehende tun, um wieder zu 'funktionieren'. Doch so sehr wir alle glauben wollen, dass wir unser Schicksal selbst in der Hand haben, gibt es Dinge, die wir nicht ändern können. Die Kunst, und darum geht es in diesem Buch, besteht darin, wie man trotzdem glücklich sein kann.

Es ist sehr angenehm zu lesen. Vor allem mit einem hohen Wiedererkennungseffekt: Die Autorin erkrankte an CFS (dem chronischen Erschöpfungssyndrom) und berichtet einerseits wie das bei ihr war/ist und wie sie damit auch mithilfe der buddhistischen Praxis umgeht. Ohne abgehoben oder zu theoretisch zu sein. Ganz nah am Leben! Ohne in Selbstmitleid zu verfallen.

Ich werde in nächster Zeit (und wahrscheinlich länger) intensiver damit arbeiten. Weil ich merke das mir das annehmen des Soseins bzw. des Zustands erstmal mehr bringt, als der Kampf dagegen. Auch wenn das nicht immer leicht ist, auch klar.

Wahrscheinlich werde ich mir noch ein weiteres ähnliches Buch zulegen aus dem man lesen kann:

Kranke, erhebt eure Häupter!
Lasst euch nicht blenden
Von den kommerziellen Zwängen
Die euch sagen wollen: Dein Leben ist im Minus!
Auch ihr seid
Ein Plus für diese Welt
Wenn ihr eure Häupter erhebt
Und euer Los mit der Würde tragt
Die jedem Menschen gilt
Nicht weil er gesund und schön
Erfolgreich und nützlich ist
Sondern weil er ein Mensch ist
Dem Gott ein Leben gegeben hat
Ein ganzes Leben
Für einen ganzen Menschen 


Das finde ich tröstlich.

Freitag, 11. August 2017

Wochenrückblick

 --jenseits von Gut....und Böse....granatenschlecht. Sowas von hinüber...
:-(


- erschrocken: ich ging zum Müllcontainer (getrennter Müll) ca. 50m, danach wieder 2 Stockwerke zu Fuß hoch und auf einmal krampften beide Oberschenkel an der Vorderseite. So heftig,  dass es 2 Tage lang weh tat. Hab viel Magnesium genommen und eine Wärmflasche draufgelegt, weil es so weh tat.
Heftig.

- geplant: WEIHNACHTEN! Mal ein wenig recherchiert was mir gefallen würde, ob ich das dann wirklich buche....
Ich hoffe, dass es mir da so gut geht, dass ich das auch umsetzen kann!

- gemacht: das erste Mal Getränke nach Hause liefern lassen. Durch eine wirklich gute Werbung (und den Lieferanten seh ich öfters und dachte auch schon dran den mal auszuprobieren) ergriff ich die Gelegenheit: ich trink ja nur Apfelsaft und selten mal gekauftes Mineralwasser hab ja einen Filter am Wasserhahn. Ansonsten halt Kaffe, Tee, selten Limo und Alk.
Da die Preise genau wie im Supermarkt sind und ich nichts schleppen muss und auch keinen Müll habe, eigentlich perfekt. Es gibt keinen festen Turnus, also einfach bestellen, wenn ich was brauch.

- gelesen: Die Welt der Lisbeth Salander. Ich war genau in der düsteren, zurückgezogenen Stimmung um die über 600 Seiten regelrecht zu verschlingen. Wobei es eher heißen müsste: Die Welt des Stieg Larsson. Denn natürlich geht es hauptsächlich um ihn: wie hat er gelebt, was machte er so, wie kam er auf die Protagonisten, was dachte er sich dabei, was hat das mit seinem Tod auf sich, ...es werden Parallelen zu seinem Leben, zu Freunden und Verwandten gezogen.
Man lernt außerdem einiges über Schweden, seine Geschichte und über die Naziproblematik. Zudem gibt es viele interessante Interviews von anderen Autoren, Journalisten, Freunden, Bekannten und natürlich seiner Freundin (mit Eva war er offiziell nicht verheiratet, was zu Streitereien bezüglich des Erbes und des Nachlasses führte).
Und dann ist da natürlich Lisbeth: Die knarzige, dürre, schweigsame, selten lachende, hochintelligente hübsche Frau (zumindest Noomi Rapace finde ich mit dem Style äußerst attraktiv). Mit ihrer Sozialallergie und ausgeprägten Beziehungsschwäche (diese Worte merk ich mir, volle Identifikation).
Leider geriet es etwas durcheinander und vieles widerholt sich.
Trptzdem für Fans der Millenium-Triologie ein MUSS.

- gemacht: zur Tafel geschleppt (allein der Gedanke da mit jemand reden zu müssen "man kennt sich halt" löste den puren Horror aus, aber da H. meinte er bringt mir wieder glutenfreie Sachen mit, musste ich wohl oder übel.)
Um dann vor Ort zu merken: er hat mich vergessen. Ich gleich: "ok dann hau ich wieder ab, mir geht es nicht gut. " Er: sehr ernster Blick (und Angebot mir was vorbei zu bringen, lehnte ich aber ab).
Ich glaube ich bin manchmal in einem sehr bedürftigen/jammerigen Teil unterwegs und werde damit nicht ernst genommen (wenn es mir schlecht geht) und ich innerlich die Botschaft trage: hilf mir!
Ich weiß wie ätzend das sein kann und auch abstoßend.

Auch dort wo ich arbeite hab ich Klartext gesprochen. Nachdem ich auch heute nicht dort antanzen kann. Die gute Frau bringt mir soviel Vertrauen entgegen und sie hat nachgefragt ob es was schlimmes sei. Nachdem ich dort nun schon seit einigen Jahren bin, dachte ich mal: ok kann sie wissen. Auch hier: Hilfsangebot und Verständnis.

- gekauft: für paar Euro nun doch einen elektrischen Milchaufschäumer (gebraucht) gekauft. Ist ganz nett, aber irgendwie nicht so besonders, wie wenn ich woanders den mit Schaum trink. Vielleicht soll es was besonderes und nicht alltägliches bleiben...

- gedacht: ich finde die Depression ist kein schwarzer Hund. Schwarze Hunde find ich toll. Eine Depression ist eher wie ein Faultier, das zentnerschwer in deinem Nacken und/oder an deinen Beinen hängt.

- gemerkt: die Korodintropfen wirken besser, als die Kapseln. In den Tropfen ist Alkohol, was die Aufnahme über die Mundschleimhaut wahrscheinlich beschleunigt und es ist Weißdornextrakt drin. Dafür schmecken sie extrem intensiv und medizinisch. Andererseits: es tut ja nicht weh und wenn es hilft: gern!
Was mir auch auffällt: teilweise friere ich dann auch sehr, es gibt leichtes  Kopfweh, aber dafür wird die Nase frei. Was so wenige Tropfen alles im Körper bewirken....

- gefreut: Kleiner Spaziergang durch den Park im dunkelgrauen Nieselregen

Aussicht:
Eine Einladung bei E. zum grillen. Mit einigen anderen Leuten. Völlig utopisch. Aber da eh viel Regen angesagt ist, wird es wohl eh verschoben.
R. fragte ob ich zur karibschen Nacht mit will, fängt auch schon um 14h an (für Renter wie uns *g*), im Liegestuhl lümmeln, Füße im aufgeschüttetem Sand vergraben, was leckeres trinken, coole Musik hören und dabei auf den Starnberger See schauen.
An und für sich schöne Idee, wenn a) ohne Leute und b) wenn es mir besser gehen würde und c) es nicht regnet...
von daher: Bett und Couch!

Donnerstag, 10. August 2017

Arbeit & ich

Ein riesengroßes Kapitel für mich, wie ja hier immer wieder zu lesen ist.
Es geht aber um den aktuellen Stand.

Bei mir ist ja schon länger im Hinterkopf einen vollen Minijob anzunehmen.
Leider ist das im Moment mehr "müssen" (also selbstgemachter Druck als wollen. Das ich jetzt die Kreislaufsache einigermaßen im Griff habe, macht das Ganze nicht einfacher weil jetzt noch mehr ein "jetzt gehts aber!" auftaucht.)
Sehr deutlich wurde mir das wieder mal in einem Alptraum, der mich des Nachts (und mit meiner alten Arbeitsstelle zu tun hatte) ereilte, nachdem ich mich tags zuvor wieder intensiv mit dem Thema Arbeit auseinander setzte.
Ich merke ja selbst wie utopisch es ist.
Leider.
Im Moment bin ich bei ca. 8 Std. im Monat. Sowie ich die Stunden aufstocke, geht es nicht mehr. Mehrmals versucht.
Es hapert hauptsächlich am oft nicht können, weil Leistung bringen und evtl. in Kontakt mit Menschen zu treten zuviel Streß auslöst. Oder an körperlicher Schwäche/Erschöpfung. Dass das um mich kümmern seelisch, wie körperlich, meinen Haushalt usw. schon all die wenige Kraft aufbraucht, die ich so habe.

Das zu akzeptieren fällt mir schwer.

Die andere Seite ist die, das ich oft denke: boah ich will mich nicht mehr versklaven lassen, ich will frei entscheiden, was ich wann und wie tue. Dieses festgetackert werden bringt mich in arge Bedrouille. Ich genieße meine absolute Freiheit und kann auch damit umgehen (also mich selber strukturieren, Beschäftigung suchen usw.).

Nun hatte ich das Glück nochmal einen kleinen Bügeljob zu ergattern. Bei mir zuhause. Besser kann es ja nicht laufen. Je nachdem wird es auch was regelmäßiges.
Am Tag davor verfluchte ich mich selbst, dass ich das angenommen habe,  weil derzeit ist es wieder eher schlimm ist. Ich fühle mich zu fragil für diese Welt, Rückzug, viel liegen müssen, aber vor allem alleine sein...ect.

Dem Namen nach dachte ich, es ist eher ein älterer Mann der mir nun seine Wäsche vorbei bringt. Vielleicht Frau kurz davor gestorben..sowas halt.
Vor mir stand dann aber ein sehr gut aussehender (in teurer Kleidung), wahnsinnig höflicher Mensch in meinem Alter, der so nebenbei was von seiner Frau erzählte.
Wir klärten alle Punkte und weg war er. Keine 5 Minuten, aber für mich ziemlicher Streß.
Spaß hat die Arbeit leider keinen gemacht, weil ich mir einen irren Druck aufbaute, dass ich das nie und nimmer gut genug für den machen werde. Der hat studiert! Der hat ein normales Leben! Und eine Beziehung! Und überhaupt!
Ich war nur noch gefühlte 10cm groß.

Ich brachte es hinter mich...

Dann kommen mir wieder diese anderen Gedanken, ich nenne es "Hippie-Gedanken", in den Sinn. Da lese ich bei den "glücklichen Arbeitslosen", oder das Manifest gegen Arbeit, Blogs über den Arbeitsfetisch oder bei altbekannten Müßiggängern.
Ich dachte immer: siehste bist doch zu faul zu arbeiten...du drückst dich!
Jetzt kam mir so langsam in den Sinn, dass ich das über solche Streitschriften und Abwertung der Lohnarbeit besser akzeptieren kann, dass ich in dem Getriebe nicht mitmachen kann. Denn natürlich ist da auch Scham, wenn auch verdeckte.
Ich kann mich dann damit besser annehmen.

Denn immer wieder (mal weniger, derzeit öfter) blitzt es ja durchaus auf: auch diesen Bereich des Lebens leben zu können!
Und so suche ich mir immer wieder kleine Nischen-Jobs. Zum Beispiel über eine App, kommen in unregelmäßigen Abständen Aufträge rein, die man machen kann oder nicht. Zum Beispiel schauen und dokumentieren ob es an besagter Stelle noch die Baustelle gibt. Oder ob die Straße wirklich für Autos gesperrt ist. Ich bin draußen, alleine und alles ist selbstbestimmt. Perfekt.
Das andere sind Test zu Brieflaufzeiten. Ich bekomme also bestimmte, adressierte  Werbung (so 3-6 Stück im Monat) und ich muss nur die Prüfnummer und den Ankunftstag in eine bestimmte Maske auf der Webseite eingeben. Gibt Punkte die man einlösen kann.

Und wenns ganz arg knirscht von: ich möchte gerne - es geht aber aufgrund Depressionen und PTBS nicht, hole ich mir Erleichterung.
Dieses Mal mit dem Buch: und, was machst du so? - eine fröhliche Streitschrift gegen den Arbeitsfetisch.
Ganz nett, ganz kurzweilig, nicht viel neues für mich: Das die Arbeit uns ausgeht und statt das wir uns darüber freuen, weil die Maschinen (und nicht die Ausländer!!!) uns die Arbeit wegnehmen, versinken wir in Panik und leider im derzeitigen System eben auch in Armut.

Also:
- Stell dir vor es geht und keiner kriegts hin! (zum Thema neues System, 30 bzw. 20 Stunden-Woche, bedingungsloses Grundeinkommen...)

- wenn Arbeit wirklich so toll wäre, würden die Reichen sie für sich behalten! Mark Twain


Mittwoch, 9. August 2017

es scheint wohl mehrere zu geben...

solcher Nadelöhrs...

ich hab zwar noch nie ein Kind auf die Welt gebracht...aber genug seelische Geburten durch gemacht...da kommen Gefühle in Wellen, durchaus schmerzhaft...wehenartig...da muss kräftig geschnauft und geheult werden vor Schmerzen...man fragt sich warum man sich sowas antut...warum das nicht leichter geht...man will nie mehr sowas mitmachen...man flucht und schreit...wandert ruhelos umher....um dann wenn es überstanden ist lächelnd erleichtert das "Baby" anschaut.

Will ich mich davor drücken...bin ich niedergedrückt und depressiv.
Manchmal dauert so eine Geburt (es geht ja hauptsächlich um Gefühle anschauen, da lassen, durchleben) nur wenige Minuten!

Wenn ich schrieb, dass ich diese ewige Psychologisierung nicht mehr will...stimmt das einerseits, klar, manchmal will ich einfach nur normal leben.
Andererseits will ich das suchen nach DER ultimativen Therapie mehr loslassen.
Eigentlich weiß ich ja was ich brauche und tun muss.

Dienstag, 8. August 2017

Durchs Nadelöhr

..so fühlte es sich an...am Wochenende die Anfangsphase und der Hauptgang, gestern und heute vormittag alles schwierig bis zäh...auch teilweise düster...die Endphase...
bin ich jetzt wieder aufgetaucht..erfrischter, ein wenig leichter und auf alle Fälle wieder mit Lust auf die Welt...
ich geh mal hinaus!

(wer weiß vielleicht hat es was mit der teilweisen Mondfinsternis zu tun gehabt...auf alle Fälle war Abschied ein Thema....vor allem ein Stück weit wieder von der Vergangenheit, von Traumatisierungen, von Schwere...auch von der Psychologie, das Buch das ich gerade so quer lese...da merke ich: es reicht. Ich mag mich nicht mehr soviel mit diesen Themen beschäftigen -derzeit-.)

Montag, 7. August 2017

Montagig

Ich fühl mich heut so montagig....
weiterhin dösig, mürrisch...bisweilen sehnsüchtig und schmusig...
da helfen nur goldige Tiervideos,
z.B. das hier:
https://www.youtube.com/watch?v=4lqZDJnOsFc

Sonntag, 6. August 2017

Einsiedlerleben

ach was gehts mir gut...

ich verweile selig in meiner Innenwelt, wechsel zwischen 3 Büchern, esse lecker, beschäftige mich mit meinen Zielen in naher Zukunft (ich bin ein paar Schritte weiter gekommen und das macht grad mega Laune!), döse, schlafe, gehe wenn überhaupt nur ganz kurz und das sehr früh morgends spazieren, schreibe, verarbeite, lasse nachwirken, sammle und erde mich...

habe mich mal nach langer Zeit wieder künstlerisch ausgedrückt und das war mehr als notwendig um zu sehen wo ich derzeit so stehe und was los ist...keinerlei Menschenkontakt...leichte Gymnastik, viel strecken und dehnen...ja regelrecht meine ganze Anspannung endlich locker lassen (uuuhh da war ne Menge in mir!), einfach nur Lust und Wohngefühl, kein Streß, kein Druck, keine Langeweile, keine Einsamkeit, kein innerer Antreiber, kein mich-anders-haben-woller....herrlich....

CUT

Anruf von Re.
ich geh nicht ran. Höre danach die Mailbox ab: sie wolle nur fragen wie es mir geht was ich so mache....
ich schreibe per SMS zurück, dass es mir gut gehe, ich aber grad nicht menschenkompatibel bin-Gruß ausm Bunker...
Sie fragt ob ich mit ihr und Ro.(die ich auch kenne) aufn Flohmarkt will.

Ich liebe ihre ausgeprägte Empathie!

Schalte das Handy aus, lausche dem prasselnden Regen und lasse den Kopf ins weiche Kissen sinken...

Freitag, 4. August 2017

Wochenrückblick

 Zur Zeit ist die innere Anspannung wieder sehr hoch. Unangenehm, ich schrecke oft auf, zittere beim Aufwachen, bin unruhig...mache daher wieder öfter progressive Muskelentspannung und der Baldrian ist mein Begleiter. Dazu wenig hektisches und viel Ruhe (möglichst auf allen Sinnen).
Außerdem bin ich nun echt mürbe, tagelang über 30 Grad und sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Ich stiere auf den Sonntag, der den Wetterwechsel bringen soll.

- gelesen:
Ich bin nicht so der Romanleser. Aber hin und wieder erwische ich ein Goldstück, dass ich nicht mehr aus der Hand legen kann. Dieses Mal war es: Zuhause von Kristof Magnusson.
Erzählt wird (in meiner geliebten) Ich-Form von einem jungen Mann dem das Leben ein wenig übel mitspielt (ja teils wird arg übertrieben, aber es ist auch humorig geschrieben, daher vollkommen ok, besser als langweilig).
Es geht um altbekannte Themen: Freundschaft, Liebe, verlassen werden, Kummer, zuviel Alkohol und um "normale Familienmenschen" (die Mutter des Erzählers konnte kein normaler Familienmensch sein (höchst sympathisch) und hat sich umgebracht.) Das ganze spielt auf Island, wo ich doch nebenbei auch das Buch von Carmen Rohrbach lese in dem sie von ihrer Zeit auf Island erzählt.
Das ganze klingt jetzt düsterer als es ist. Mir hats Spaß gemacht durch die über 300 Seiten nur so dahin zu fliegen. Und allein der Titel schon: Zuhause...da wo ich derzeit wieder am liebsten bin.

- geärgert: Eine Autofahrerin hätte mich beim Überholen fast vom Radl gefegt. Sie bog auf den selben Parkplatz wie ich ein und ich nahm mir vor sie anzusprechen (wenn auch mit zittrigen Knien und Übelkeit), leider parkte sie ein und dann wieder aus und fuhr weg. Vielleicht hat sie was gespürt...

- gewundert: eine Freundin fragte ob ich Lust hätte mit ihr und ihrem Mann auszugehen. Ich dachte an was trinken an der Bar oder so...Nunja das hätten wir auch machen können, aber an einer etwas anderen Bar...

sie dachte da eher an einen Swingerclub.
Ähm...püh...also....*hust*...ich glaub ich will nicht sehen, wie andere Menschen da ihren Spaß haben (ich kann ja so schwer vergessen und dann haste da jahrelang die Bilder im Kopf!!!)...zumal ich derzeit so gar keinen Menschen übern Weg laufen möcht...und dann bräuchte ich wenigstens einen männlichen Aufpasser an meiner Seite und völlige Unabhängigkeit was das hin/heimkommen anbelangt...
neeee...das ist nicht meins....fand ich aber stark, dass sie mich fragte ;)

- gespürt: endlich wieder normale Müdigkeit. Nicht dieses schläfrige, träge...sondern richtig müde nach getaner Arbeit eben, hab sogar mal wieder gegähnt. Kannte das gar nicht mehr :)

- wieder angefangen: Morgens aus dem Meditationsbuch zu lesen (Kraft zur Selbstfindung von Melody Meattie) ein schöner und ruhiger Start in den Tag.

- gedacht: manchmal fall ich in meine eigenen Abgründe....

- erschrocken: ein kleines Mädchen (schätze so 4 jahre alt) im Minirock. Sah einfach verboten aus. Was denken sich manche Eltern? Oder denken die nicht?

- gesehen: einen sehr goldigen Kurzfilm über die Kuh die Freunde sucht:
https://vimeo.com/209406817

- wiederentdeckt: voll gutes Gute-Launelied:
 https://www.youtube.com/watch?v=VI4ssGtfdxw

- genervt: ich lasse gerne verschiedene Playlist (Musik) bei Youtube laufen, so findet man auch immer wieder neues. Jetzt aber fast alles vollgepflastert mit Werbetrailern am Anfang. Eigentlich ein Wunder, dass die das erst jetzt machen. Trotzdem: ich will das nicht!

- gelesen:
1.Wie Kampfer das Gehirn belebt, vom Blutdrucktief zum Leistungshoch:
 http://www.uni-muenchen.de/informationen_fuer/presse/presseinformationen/2008/f-64-08.html
 "Es lässt sich aber vermuten, dass ein niedriger Blutdruck zu einer verminderten Durchblutung des Gehirns führt."
stimmt. absolut. Die Korodintropfen (eben u.a. mit Kampfer) haben eine viel belebendere Wirkung als das andere Kreislaufmittel Effortil!

2. aus dem Bereich BIOLOGISCHE PSYCHOLOGIE (ich glaube der Zweig wird arg vernachlässigt):

Psychische Symptome bei chronisch niedrigem Blutdruck
Chronisch niedriger Blutdruck (Hypotonie) ist ein wenig erforschtes kardiovaskuläres Zustandsbild. Wie unsere Arbeitsgruppe zeigen konnte, geht er neben den bekannten körperlichen Symptomen mit Leistungsminderungen u.a. in den Aufmerksamkeits-, und Gedächtnisfunktionen sowie mit emotionalen Störungen einher. Daneben fanden wir charakteristische EEG-Abweichungen und belegten erstmals, dass die Hypotonie im Widerspruch zur medizinischen Lehrmeinung zu einer erheblichen Minderdurchblutung des Gehirngewebes führt. Als pathogenetischer Faktor der Hypotonie identifizierten wir Fehlregulationen des autonomen Nervensystems, die zu einer verminderten Herzleistung führen.
http://www.psy.lmu.de/biopsychologie/forschung/forsch_schwerpunkte/nied_blutdruck/index.html
Ist das die Möglichkeit! Habe mich sehr gefreut über diese Artiekl die mir genau das bestätigen was auch ich meine: Dass niedriger Blutdruck genauso ernst genommen werden sollte wie hoher!!!

- gefreut:
1. gab 100,- von meiner Krankenkasse weil ich beim Bonussystem mitgemacht habe.
2. hab ein Kinoticket gewonnen

Aussicht: Nichts müssen. Noch mehr, als an sonstigen Wochenenden. Komatös herumlungern. Nach dem eigenen Rythmus und nicht den der inneren Uhr leben! Nur das tun was ich wirklich will, ohne inneren Antreiber und Perfektionisten.
Heute. Samstag und Sonntag.
Eigentlich hätt ich heute arbeiten müssen. Verschoben. Ich kann nicht. Viel zu kraftlos.

Donnerstag, 3. August 2017

Der Kaffe & ich

So im zarten Jugendalter (ich glaub so um die 14) probierte ich sie:
meine erste Tasse Kaffe.
Und sie schmeckte scheußlich.
Trotzdem trank ich sie immer wieder "um dazu zu gehören". Immerhin tranken Mama und meine Schweter auch welchen. Und genau deren Gunst wollte ich ja haben (hab ich seltenst erreicht).

Dann kam eine Zeit in der ich wieder auf Kakao umstieg. Morgens zum Marmeladenbrot. Um dann später in der WG literweise das schwarze Gesöff (naja nicht ganz ich gebe schon immer Milch und Zucker dazu) zu trinken. Egal zu welcher Uhrzeit. Wenn man als angehende Kinderpflegerin mit einer studierenden Sozialpädagogin wohnt, man eine offene Tür und somit viel Besuch hat, muss man nächtelang durchdiskutieren und/oder Brettspiele spielen. Außerdem waren wir jung...um die 20, wir feierten oft und ausgiebig und genoßen die Freiheit und Unabhängigkeit (endlich 18, endlich ohne Eltern, endlich ein Auto!).

Es gab Zeiten da trank ich fast nur Kaffe. Kaum Wasser. Mein armer Körper.
Eigentlich bin ich ja von Haus aus ein Nervöserl und das ganze Koffein war sicher nicht hilfreich.

Ich zog aus der WG in meine erste eigene Wohnung. Eine tolle Wohnung! Und als ich so alles eingerichtet hatte...fehlte was: Der Kaffe. Ich kaufte mir also eine Filterkaffemaschine und einen milden Kaffe und als der so durchtröpfelte war das der Inbegriff des Erwachsenen-Seins für mich:
Der selbstgemachte Kaffe in der eigenen Wohnung! Mir gehörte die Welt!

Seitdem nicht mehr ohne. Inzwischen trinke ich aber nur noch 1-2 Tassen täglich. Und auch fast nur noch koffeinfreien.
Wenn ich mehr trinken will, dann bin ich depressiv bis verletzt und brauche den warmen süß-bitteren Geschmack wohl als Trost.

Nach der Filtermaschine kam der lösliche Kaffe. Ich war in der Hochzeit eines sehr turbulenten Lebens, alles musste schnell gehen. Da ich immer mal wieder gern neues ausprobiere bzw. Abwechslung brauche, schaffte ich mir danach die French-Press an, die ich schon aus der WG kannte.
Unterwegs genoß ich immer wieder (und tue es auch heute noch) einen Latte Macchiatto aus dem Vollautomaten.
Auch die italienische Variante mit dem Espressokocher musste ich versuchen, ließ es aber bald, das war so gar nicht meins.
Es gab also wieder die French-Press.

Jetzt war mir also wieder mal nach was Neuem in Sachen Kaffe. Sollte ich doch auf einen Vollautomaten sparen?
Kapsel- und Padmaschine fallen von vornherein weg, zuviele Nachteile und schmecken tut das Ergebnis auch nicht. 
Also mal so grob im Netz gesucht und auf die Aero-Press gestoßen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Aeropress

Seit gestern in Benutzung.
Der Kaffe schmeckt mir gut. Viel milder und vollmundiger als mit der Frenchpress. Stromlos und müllfrei (bis auf den Kaffesatz und die Filter, aber letzteres ist so winzig und kann man auch mehrfach benutzen) ist ein zusätzliches Highlight.

Bleibt noch die Frage mit der Milch. Normalerweise kommt einfach ein Schluch H-Milch rein. Das mit dem Mlchschäumern hab ich auch schon durch und keine gute Lösung für mich gefunden.
Vielleicht wird es doch mal ein elektrischer Schäumer, was mir aber eher widerstrebt.
Vielleicht genieße ich den Milchschaum als was besonderes, nämlich dann, wenn ich woanders meinen Milchkaffe genieße.

Mittwoch, 2. August 2017

Die Supersensiblen

In der aktuellen GEO gibt es einen interessanten Bericht über Berührungssynästhetiker. Die also das was sie bei anderen sehen auch auf ihrer Haut spüren. Ein streicheln, ein kratzen, eine Umarmung...
Sozusagen Mitgefühl de Luxe.

Ich spüre das nicht ganz so krass, habe aber im Moment mit sowas ähnlichem wieder arge Probleme (die Ausprägung ist sehr unterschiedlich):
Ich muss nur an Spritzen, irgendwelche Unfälle, vergangene OP's denken, da zieht sich alles in meinem Unterleid zusammen und es gibt so ein seltsames kribbeln auf der Haut.
Ich ertrage kaum wenn mir jemand was über dieses Thema erzählt.
Ein Bild mit einer Infusionsnadel in der Hand recht schon aus.
Ein Film in dem sich jemand verletzt, sich selber Schmerzen zufügt oder operiert wird ist unerträglich.
Letztens sah ich es in einem Film kommen: da schlug eine Frau den Kopf einer anderen Frau an die Wand..sofort Augen und Ohren zu und trotzdem bekam ich leichtes Kopfweh.
Eine Geschichte wie (im Roman!) jemand ein Messer in den Handrücken gejagt wurde und daraufhin der Finger amputiert wurde, beschwerte mir einen tiefen Knoten der Anspannung im Bauch und schmerzverzerrtes Gesicht.

Krankenschwester wäre ein denkbar unpassender Beruf für mich. Erst recht eine auf der Intensivstation wie es eine Freundin von mir macht. RESPEKT!
Ich bin sehr froh, wenn ich um alle Ärzte und Krankenhäuser einen großen Bogen machen kann.

Ich fühle zu sehr mit.
 http://www.spektrum.de/news/echtes-mitgefuehl/877461
Sprüche wie "es ist doch nur ein Film" oder (beim Arzt) "es ist doch gleich vorbei, nur ein kleiner Pieks" helfen nicht.
In mir verdreht sich alles.

Im Moment ist es wieder so krass und ich merke auch so, dass ich wenig Schutzschicht um mich habe, dass mich vieles zu sehr berührt und zu sehr beeinflußt/beeindruckt. Was das ganze Leben außer Haus wieder anstrengender macht, weil mich (fast) jedes wehende Blatt tangiert.

Dienstag, 1. August 2017

Ein introvertierter Tag

Obwohl ich gestern erst sehr spät heim kam, saß ich heute morgen um kurz nach 6h in der Walachei. Vor mir Wiese, hinter mir Wald, der Rest voller Maispflanzen. Hüpfende Rehe, fressende Reiher. Sonnenaufgang. Leichter Wind.
Leider war es nicht so ruhig wie ich das früher so erlebte (die neu gebaute Straße ist definitiv da zu nah *heul*).
Trotzdem genoß ich es. Mich erden. Ruhig werden. Und still.
Ich fühl mich heute so selig wie die gute Sofalheldin (drüber bei Lazy und Lovely auf dem Foto schaut) :-)
Und die Akzeptanz über die sie schreibt, hab ich heute zu 100% in mir.
Bin quasi gut aufgeladen.

Nach dem Morgenausflug nahm ich mir ausnahmsweise mal verbotenes Zeug vom Bäcker mit. Leckeres Frühstück.
Danach entspannender Komaschlaf (den fehlenden Rest von heute nacht aufgeholt).
Als ich wieder fit war, rauf aufs Radl, rüber zur Bank und dann noch ne Stunde am See liegen und 2x im selbigen schwimmen.

Jetzt reichts mit Menschen und draußen sein.
Es wird so friedlich in mir, wenn ich mich damit annehmen kann.
Jetzt brauch ich ein Buch, wo ich meine Nase reinstecke.
Und meine Couch.
Im übrigen eine neue. Viel größer, viel stabiler und schöner als die alte.
Noch sitze ich etwas steif drauf...so neu...ist das wirklich meine? Darf ich drauf entspannen? Mich rumfläzen? Ich muss mich erst einsitzen sozusagen. Aber das...mach ich doch gerne.

einatmen.
ausatmen.
lächeln.
alles gut.