Montag, 31. Juli 2017

Wörter

Wörter sind oft meine Pflaster.
Wenn ich etwas lese, dass ich genauso erlebe oder fühle, es aber anders benannte oder nicht ausdrücken konnte, dann ist das so erleichternd.
Worte haben Kraft.

Nun erging es mir wieder so. Ich las in dem Buch "Autonomietraining" und da stand etwas von Selbstregulation.
Alle Menschen versuchen Wohlbefinden und Sicherheit herzustellen, mal bewußt, mal unbewußt. Mal so, dass es für kurze Zeit gut tut, auf lange Sicht aber nicht (z.B. Drogen). Manche Menschen können das nicht und wollen, dass das andere Menschen für sie erledigen, werden jammerig, manipulativ, aggressiv...
Selbstregulation heißt nichts anderes als Ausgleich schaffen: nach dem Streß im Job in die Wanne legen und wieder entspannen, bei Hunger etwas Essen...aber auch in weiteren Bereichen: sich seiner Unzufriedenheit der Wohnsituation bewußt zu werden und aktiv etwas dagegen tun.
Oder sich sportliche Ziele setzen und diese verfolgen, weil es einem gut tut und Spaß macht.

Selbstregulation ist nur ein anderes Wort für Selbstfürsorge.
Oder eben auch Selbstverantwortung.
Wer eine gute Selbstregulation besitzt, hat meist auch eine hohe Eigenkompetenz. Also das Gewühl und/oder das Wissen, dass man seine Probleme durch eigenes Verhalten lösen kann (selbst wenn man erkennt, dass man alleine aus dem Schlamassel nicht mehr rauskommt und sich Hilfe holt, handelt derjenige aktiv und kümmert sich um sich selbst!)
Eine gute Psychotherapie arbeitet genau an dem Punkt).

Wer keine gute Selbstregulation besitzt verfällt oft in Passivität und Resignation (lässt sich gehen, verwahrlost, verfällt in Süchte, sind immer die anderen Schuld, kann/will nichts an der Situation ändern, redet viel-macht aber nichts...ect.)

Ich arbeite schon sehr lange an meiner Selbstregulation. Mir Situationen/Umgebungen zu schaffen, in denen ich mich wohl fühle, fällt mir oft schwer.
Das größte Hindernis daran ist, eine alte Meinung, dass ich mich ja gar nicht gut und wohl fühlen darf.
Die ersten Schritte zu einer guten Selbstfürsorge lernte ich ganz pragmatisch, als ein verlängertes Wochenende mit Feiertagen vor der Tür stand (ich glaube es war Ostern). Ich hatte Angst vor Einsamkeit und Langeweile. Dachte es bleibt mir nur das übrig was ich kannte: es irgendwie überstehen. Qualvoll. Ohne Genuß. Und erst recht ohne Spaß. Hoffen dass "es" schnell vorbei ist. Ich hatte nur ein Bild im Kopf wie "man" Ostern zu verbringen hatte: Entweder wegfahren oder Familie besuchen ect...was der Großteil (vermeintlich?) so macht. ich aber nicht konnte oder wollte.
Das ich selbst schauen könnte, wie ich mein Ostern denn gestalten könnte, fiel mir gar nicht ein.
Meine Therapeutin und ich erstellten einen Plan.
Erstmal ganz allgemein: Was könnte mir Spaß machen? Was will ich machen?
Dann konkreter: Was kann/möchte ich machen? Und was brauche ich dazu (also inkl. Einkaufszettel schreiben, jemand anrufen, was organisieren, buchen, planen...). Wichtig war dabei: es muss nicht dieser Plan ganz genau nach Schema abgearbeitet werden. Es durfte jederzeit Planänderung geben, je nachdem wie ich mich fühlte oder was ich wollte...

Als ich dieses Werkzeug öfters anwendete und auch danach handelte, fühlte ich mich großartig! Welch Kraft so eine Eigenkompetenz doch hat. Und wieviel Kraft sie einem geben kann!

Was braucht es, damit ich mein Leben genießen kann?

Zuoft noch ziehe ich Menschen in mein Leben die sehr resigniert und passiv sind. Nicht aus dem Teig kommen. Viel jammern, nichts machen.
(Ich möchte das nicht verurteilen, ich hing auch lange in diesen Seilen fest. Ich sag nur: erlernte Hilflosigkeit.  Und es ist auch ein Unterschied ob es ein kranker oder gesunder Mensch ist!)
Dann springe ich rein, will denjenigen retten. Habe Ideen was und wie er es ändern könnte, aber meist versuche ich das für denjenigen zu machen (hallo Coabhängigkeit) und vergesse wieder mich um mein eigenes Selbst zu kümmern.

Jedenfalls wenn ich dann aufwache und  sage: mensch was machst du denn da schon wieder, derjenige könnte all die Sachen doch selbst machen, verschleudere nicht deine Kraft an Menschen die nur passiv rumhängen und nichts ändern (wollen?)...
Wenn ich dann aufhöre...und mich meist auch aus solchen Kontakten rausziehe, spüre ich wieder die Kraft. Meine Lebenskraft. Meine gute Laune. Meine Kompetenz. Und dann kümmere ich mich wieder um mein Leben (was nicht heißt, dass ich nicht gerne jemanden helfe, der a) darum fragt und b) es wirklich braucht).

Samstag, 29. Juli 2017

Erstes Ergebnis

Nachdem ich heute definitiv zu lange geschlafen habe (war aber auch zu schön sich nochmal umzudrehen ;-) )
merkte ich schn beim aufstehen: matt, küddelig im Kopf...Blutdruck im Keller.
Normalerweise gehe ich dann wieder ins Bett (och noch zu müde).
Was das ganze nur verschlimmert....
Heute also gleich die Korodin-tropfen probiert und nach ca.20 mins kamen spürbar die Lebensgeister.
Was ich gleich nutzte um mich aufs Radl zu schwingen...
so dass ich endlich nicht mehr mein halbes Leben verpenn.

Danach Wäsche, Einkauf, Küche sauber machen,  essen....
und jetzt kommt der gemütliche Teil: Couch, Buch, Tiramisueis (!)
ohne Matschbirne und ohne Gefühl gleich zusammen zu krachen.
Ich freu mich sehr darüber!

Ich glaub ich hab es schonmal gepostet,
mein heutiges Lieblingslied (und auch sonst hin und wieder wenn ich in der Stimmung bin):
https://www.youtube.com/watch?v=D7os9V-n7rs&spfreload=5

Macht meine Seele so schön weit, berührt mich immer wieder und hat für mich was tröstliches.
Wie wenn mein inneres Kind von der Mama gehalten, gestreichelt und sanft mit dem Lied "besungen" wird.
Was es alles real nicht gab.
Aber jetzt...jetzt darf es das alles geben!

Freitag, 28. Juli 2017

Wochenrückblick

-- eine gute Woche, ich war fit und wach und gut gelaunt!--

- das lag eindeutig am besseren Blutdruck. Heute war Besprechung der 24-Std.-Messung. Solche Werte sieht er nur noch selten, meint der Doc...meist kommen ja die mit Bluthochdruck daher...ja dachte ich mir so...die mit niedrigem Blutdruck hocken nämlich "gerne" beim Psychologen/Therapeuten und lassen sich wegen Depressionen behandeln. Ich mag da jetzt nicht all meine Symptome und Schwierigkeiten dem niedrigen Blutdruck ankreiden...aber er spielt schon sehr mit rein. Bin ich aufgrund von niedrigem Blutdruck eh schon matt, kommen Selbstzweifel, Über/Unterforderung dazu, ein Trigger...wirds schnell ganz schwarz...

Diese Woche und auch bei der Messung war er im Durchschnitt so um die 110 zu 63. Nachts auch völlig normale Werte (und so fühlte ich mich auch: normal! Lebensfähig!)
Ich habe mich ja sehr lange nicht gespürt, weder seelisch noch körperlich, habe mich selbst lange vernachlässigt. Und mit dieser Messung kam ein neues Puzzlestück dazu: ah so fühle ich mich wenn der Blutdruck normal ist und so wenn er niedrig ist und so wenn der Puls zu hoch ist.
Sehr hilfreich! Weil eben NICHT alles psychisch ist.
Und gelohnt hat sich das ganze sowieso, weil ich noch ne Packung Korodin-tropfen gratis mitbekam, die wollt ich mir eh noch kaufen ;)
Außerdem gelernt: was der Pulsdruck ist und das auch der wichtig ist

- gelacht: hierbei: https://pippinbarr.github.io/itisasifyouweredoingwork/
Dir ist langweilig? Du willst Arbeit/Büro spielen, dann tu das ;)

- gesehen: einen ganz liebenswerten Film über eine kleine Familie deren Frau an einer Angststörung und Depression erkrankt. Mit einer gewissen komischen Tragik gelang es allen Beteiligten Einblicke in die Gedanken und Gefühle der Erkrankten, aber auch die der Angehörigen zu zeigen, ohne ins allzu Schwere nieder drückende zu geraten . Atmosphärisch und sanft gleitet man mit durch den Film.
Die Regisseurin machte auch den Film *Hotel very welcome* (welcher mit zu meinen Lieblingsfilmen zählt)  der genauso einen feinen Humor und Komik zeigt. Mehr davon!
wer ihn auch seheh will. In der Mediathek:
https://www.zdf.de/filme/das-kleine-fernsehspiel/hedi-schneider-steckt-fest-100.html

-Schreck: Mein Pc machte ein neues Geräusch und dazu wurde er unfassbar langsam. Also wurde er erstmal auseinander geschraubt und von vielem Staub befreit. Das Geräusch war weg. Die Langsamkeit blieb. Dazu kamen Abstürze vom Betriebssystem. Oh nein. Nachdem aber nachgefragt wurde, ob man einen Bericht senden möchte, hab ich das mindestens 3x getan und am 2. Tag lief alles wieder flott und geschmiert. Puuuh.

- geschafft: die ersten 150 Kilometer mit dem neuen Rad sind drauf. Ich bin weiterhin sehr zufrieden damit. Nur ein Gang hängt immer, das werd ich beim nächsten Check-up mal ansprechen.

- gegessen: wieder mehr das was ich wirklich will. Ich hatte keine Muse und anscheinend zuwenig Interesse mir gutes zu tun, dass ich nicht wirklich schaute was ich essen will, sondern hab widerwillig halt irgendwas gegessen. Ergebnis: Es kam Ekel vor dem Essen. Kein Wunder. Also mich gefragt WAS will ich essen. Dieses mich selbst ignorieren ist ein altes Muster. Einfach machen und nicht schauen was man wirklich will und fühlt.
Hab jetzt wieder mehr Lust und Spaß am Essen.

- halluziniert: oder sowas in der Art...jedenfalls hat es mich sehr erschreckt. Ich schlief Mittags ein wenig und beim aufwachen, noch halb im Schlaf, öffnete ich die Augen und sah eine seltsame braune doch recht große Spinne in den Spalt zwischen Fensterbrett und Mauer krabbeln. OH NEIN! Spinne an und für sich ist ja schon stressig für mich, neben dem Bett aber echt der Horror.
Kurz stocksteif mit Herzrasen liegen geblieben und dann den Spalt inspiziert und überlegt wie ich das Vieh da jetzt raus und weg und tot und überhaupt kriege.
Nur...
da war kein Spalt.
Ähm...ja....ok....*kopfkratz*
....auch recht....

- gebastelt:
nachdem ich nun mehr Ohrstecker (sieht einfach mit kurzen Haaren sehr chic aus) habe und die immer wild im Kästchen umherflogen, einfach eine Schatulle selbst gebastelt:

Man nehme Verpackungsmaterial (nein das ist kein Klopapier):
 eine leere Schachtel (ich habe die schon sehr lange und immer wenn ich dachte ich schmeiß die jetzt mal weg, hielt mich was ab und tief in meinem Unterbewußtsein wußte ich: Die brauch ich nochmal.....):

- einen schönen Stoff. ich hatte noch schwarzen Satin

 dann rollt man erst das Verpackungsmaterial zusammen, dann den Stoff drumherum, klebt das leicht am Boden der Schachtel fest und steckt in die Zwischenspalten Ringe, Ohrstecke....:

- noch von der Fotoausstellung (Keetman) in München, las ich (klick aufs Bild dann wirds größer):


 und dachte: 3 Tage frei, in denen er in seinem Berufsleben tun konnte was er wollte...nur DREI???
Schrecklich... Ich merk ich brauch einfach die lange Leine...die sehr lange Leine...

- heute hätte ich eigentlich arbeiten sollen und hab mich auch drauf gefreut, wurde aber abgesagt bzw. auf nächste Woche verschoben...schade.

-Aussicht: Der Sommer soll zurück kommen und ich hab richtig Lust das Wetter auch draußen aktiv zu genießen. Ich bin gespannt :)

Mittwoch, 26. Juli 2017

Kurzer Zwischenbericht

Von Montag auf Dienstag ein 24 Stunden-Gerät zum Blutdruck messen umgehabt.
Beim Testmessen noch in der Praxis, mir war mal wieder schwindelig und übel erfuhr ich, dass mein Blutdruck bei 140 zu nochwas war.
Puls raste...leichtes Kopfweh.
Och?
Habs ich wohl mit der Hypotonie-Behandlung bissl übertrieben? :)
Na gut, jetzt weiß ich erstmal was los ist (wenn ich mich SO fühle).
Bin allerdings sehr gespannt auf die Gesamtauswertung. Blöder-oder guterweise ging es mir an dem Tag super: Fit und wach.
Andererseits die niedrigen Werte und wenn ich so müde bin, kenn ich ja schon zur Genüge.

Jedenfalls hab ich in den letzten Monaten vor Hitze und anderem Trala den Sport sehr vernachlässigt. Und so wie es aussieht bin ich eine, die den wirklich sehr seeeehr SEHR braucht, um sich körperlich und psychisch wohl zu fühlen.
Vor allem zum Streßabbau. Mit Blutgruppe 0 zähl ich eh zu den "Jägern".

Heute morgen gleich wieder gestartet und eine große Parkrunde spazieren gewesen. Überlege mir ein weiteres Fitnessgerät für zuhause anzuschaffen. Da kann ich immer trainieren, egal wie das Wetter aussieht oder die Sozialphobie blüht.

Und auf jeden Fall erstmal ein Schreibheft besorgen und da sportliche Aktivitäten eintragen, um einen besseren Überblick zu bekommen.

Aktion: Leben in Aktion ist gestartet :-)

Montag, 24. Juli 2017

Morgengedanken

Gestern mit (fast) nichts anderem beschäftigt, außer einem Buch.
Diese Ruhe! Diese Konzentration! Ein Traum!
Statt der hibbeligen Verzettelung und Ablenkung.
Ich weiß Achtsamkeit ist in aller Munde...

Heute morgen dann:
Wenn ich mehr den inneren Druck rausnehme, was besonders zu sein/zu machen/leisten zu müssen =  mehr Kraft und Zufriedenheit.

Mal sehen, ob ich das heute auch beachten kann....

Samstag, 22. Juli 2017

Die 5 Phasen

Frau Kübler-Ross erkannte in ihrer Hospizarbeit, dass es 5 Phasen des Trauerns gibt.
Diese erlebt man im übrigen auf jeglichen Verlust, sei es Beziehung oder Job ect. Nicht unbedingt in der Reihenfolge und selten nur einmal. Meist dreht man mehrere Schlaufen.



Ich merke, dass ich diese Phasen auch immer wieder durchlebe bezügl. Depression/PTBS:

Phase 1: Das Leugnen:
War "sehr schön" ersichtlich als vor 4 Jahren mein Rentenbescheid kam. In dem stand dass ich ab nun eine volle Erwerbsunfähigkeitsrente beziehen werde. Mit 33 Jahren. Ich denke heute noch teilweise, dass die sich vertan haben. Unterlagen vertauscht. Oder so.
Dass irgendwann mal ein Brief kommt: oh entschuldigung wir haben uns da vertan. Zumal ich eine recht hohe Rente bekomme, dafür, dass mein Lebenslauf immer wieder länger von Krankheitsphasen unterbrochen wurde und wenn ich gearbeitet hatte, dann relativ selten in Vollzeit.
Ich wollte tatsächlich Widerspruch einlegen.
Meine Therapeutin konnte mich überzeugen, es nicht zu tun.

Phase 2: Der Zorn: 
Überkommt mich meist dann, wenn ich etwas nicht schaffe, was ich gerne machen möchte: Eine Verabredung einhalten, zum Vorstellungsgespräch gehen, einen Ausflug machen...
Gepaart mit Verzweiflung: warum? Wieso? Was muss ich noch ändern an mir, damit das klappt...?

Phase 3: Das Verhandeln:
Hier verstricke ich mich sehr oft: wenn ich nur genug Eisen, Magnesium (ect.) zu mir nehme und das und jenes mache (bzw. nicht) dann geht es mir für immer gut! Hat eher so den Charakter von: wenn ich brav bin kommt der Weihnachtsmann vorbei.
Ich verurteile das nicht. Man greift nach sehr vielen Strohhalmen, wenn es einem schlecht geht.

Phase 4: Die Depression:
Äh...ja. Depressiv von der Depression? Ach neee...
Hängt mit der Verzweiflung und dem Zorn zusammen. Ich habe wahnsinnig angst mich gehen zu lassen. Angst, dass ich verwahrlose, nichts mehr schaffe...deswegen vermeide ich auch eher diese Phase und räume trotzdem viel auf, putze und koche, obwohl ich schon kurz vorm zusammenbrechen bin. Ich habe eine sehr gut funktionierende Maske, sodass ich immer wieder drauf angesprochen werde, wie gut ich aussehe, wie das blühende Leben und ja noch "funktioniere" (hier meist unterschiedliche Wortwahl).
Wenn ich mal lache und nen Scherz mache, heißt es gleich: "oh dir geht es heute gut?"
Merke: Als depressiver musst du ungepflegt und in kaputten Klamotten herum laufen und nie ein freundliches Gesicht machen! Schon gar nicht lachen! Strengstens verboten!

Phase 5: Die Akzeptanz:
In der wird mir klar: Hör ma, die haben dich nicht wegen Husten in die EU-Rente geschickt. Schwerbehindertenausweis mit 50 Grad lag auch nicht einfach so in deinem Briefkasten...
Aufhören zu kämpfen.
Was nicht aufgeben heißt.
Sondern die Energie aus dem Widerstand nehmen und für sich nutzen.
Für ein lebenswertes Leben mit der Krankheit.

Schwindel

Jetzt weiß ich woher der Schwindel kommt.
Erst war ja das Elontril in Verdacht.
Dann das Effortil (Kreislauftabletten).
Doch heut beim radeln wurds mir klar: mir wird immer schwindlig in Streßsituationen oder eben wenn es anstrengend wird (radeln, Treppen steigen).
Mein Körper hat sich schon was dabei gedacht, mir die Nase immer "zu" zu machen.
Weil ich zuviel atme. Bei Anstrengung und bei Streß.
Jetzt hab ich ja dank des Nasenpflasters eine freie Nase und peng komm ich in die Hyperventilation.

Das war auch gestern gut zu beobachten: S-Bahn: Schwindel. Viele Menschen/Eindrücke: Schwindel. Hitze: erst recht Schwindel...Ging ich locker an der Isar/in ruhigen Straßen: kein Problem...es ging ja den ganzen Tag hin und her.
Allerdings sehr beunruhigend wie vieles mich streßt. Ich übergeh das ja gerne und tu so, als ob mir all das nichts ausmacht. Auch weil ich Angst habe mich total einschränken zu müssen. Ginge Bahn fahren nicht, wäre mein Bewegungsraum sehr eingeschränkt.

Sehr interessant.
Also gibts nicht mehr täglich Pflaster.
Und möglichst viel Entspannung...

Freitag, 21. Juli 2017

Wochenrückblick

-- psychisch wieder etwas fitter und geordneter, körperlich weiterhin sehr wackelig bis schlecht. Vor allem der Schwindel ist teilweise übel.--

- verschoben: manchmal sind mir Dinge zu viel. Zu belastend. Zu schwer. Zu aufregend. Die kann ich dann erst mit Abstand und nach einer gewissen Beruhigung ansehen. So auch mit dem G20-Gipfel. Erst jetzt sah ich mir an, was da abging. Auch Berichte im SPIEGEL (derzeit kostenloses Abo) las ich dazu.

- gesehen: Früh morgens neben dem Volksfestplatz. Ein schönes Rad. Ohne Schloß. Ja ich muss zugeben, dass ich 10 sec. lang überlegt habe. Mir fiel dann aber ein: 1. fremde Sachen einfach nehmen, das macht man nicht. Und 2. wie würde ich mich fühlen wenn mein Radl geklaut wird? (Schrecklich!).

- geschlafen: wieder besser dank Nasenpflaster. Ich hab die ja schonmal probiert, dann aber wieder irgendwie vergessen. Jetzt kommt jeden Abend eins drauf. Ich bekomm besser Luft und das bleibt auch meist tagsüber so.

- kapiert: warum ich mich manchmal nach dem Frühstück wieder hinlegen muss, obwohl ich verträgliche Sachen esse: Das Blut wird im Verdauungstrakt gebraucht und nicht im Hirn. Zuwenig Blut im Hirn = Müdigkeit/Benommenheit. Dasselbe zu Mittag. Überhaupt habe ich das Gefühl, dass wenn der Blutdruck über längere Zeit so niedrig ist und lange zuwenig Blut im Hirn ist, dass es meine extreme Reizoffenheit und Ängste verstärkt. Das Blut fehlt zur Reizverarbeitung!
Deswegen tun mir gerade sehr ruhige Dinge gut, wo meine Aufmerksamkeit bei einem Thema bleibt (Buch lesen!), das Gewusel in der Stadt und die Fahrt mit der Bahn verstärkten noch den Schwindel...

-gelesen: Die Gastartikel zum Thema Depression gefallen mir sehr, ganz besonders der hier, weil ich mich dain so sehr widerfinde...
 https://derkleinegemischtwarenladen.wordpress.com/2017/07/16/depressionenen-gastartikel-von-lieselotte-luft/


- genervt: Drohnen. Da muss definitif eine klare Gesetzteslage her. Letztens der Nachbar spielte mit seinen Kindern und der Drohne. Die flog immer so hoch wie meine Wohnung ist. Auf meinem Balkon will ich aber ungestört sein...hat der die Kamera an? Es macht mich sehr unsicher.
Ebenso letztens am Friedhof, weit und breit kein Mensch. Aber Drohne. Hallo gehts noch?
Ebenso am See. Der Herr hatte ebenfalls dieses Spielzeug, das zudem auch noch sehr laut war. Sonst waren fast keine Menschen da, zauberhafte Natur und dann der Depp. Zum Glück zog er nach 15 mins wieder ab. Man ej.

- gesehen:
1.auch Tetrisblöcke können sich verlieben:
https://www.langweiledich.net/die-liebesgeschichte-zweier-tetris-bloecke/
2. konditionierter Hund:
 https://www.langweiledich.net/leckerli-automat-fuer-den-smarten-hund/
3. konditionierte Katzen:
http://www.schleckysilberstein.com/2017/07/konditionierte-katzen-gib-uns-essen-alter/

- gemacht: Termin in München tat gut. Mal wieder raus kommen nach der tagelangen Vergrabung. Allerdings dank Kreislaufproblemen auch nicht so der Hit. Sogar 2x in München gewesen, inkl. Brotzeit an der Isar, Spaziergang im Schatten, Besuch einer Fotoausstellung in einem mir eher unbekannten Stadtviertel, dabei einen wunderschönen Dom gefunden...ich liebe so Zeiten wo ich ganz bei mir bin und was schönes machen kann....

- gelesen: die Biografie von Thoreau macht Spaß

- gedacht: wie wäre es mal, wenn du öfters denkst: das ist genau das Leben das ich wollte?
Anstatt ständig gegen mich und die derzeitige Situation zu sein...(zum gestrigen Post)

- überwunden: obwohl derzeit so wackelig und daher auch sehr angespannt, trotzdem die neue Zahnärztin (der alte ging in Rente) ausprobiert. Wollt schon wieder vom Stuhl hopsen, weil pure Angst. Dachte mir aber, dass es dann nur wieder schlimmer wird. War auch nur Kontrolle.
Ja könnte klappen mit der Frau. Einfühlsam aber nicht zu weichgespült, normal freundlich und tatsächlich interessant. Obwohl ich ja schon viel mit meinen Zähnen machen musste und da Erfahrung habe, wieder was gelernt.
An den Zähnen ist auch alles ok. Danach fix und fertig, durchgeschwitzt und nur noch heim.

Aussicht: wie jedes Wochenende: Termin-und planfrei, möchte aber gern eine Radlrunde zum See und dort schwimmen, ohne danach lang in der Sonne zu schmoren.

Donnerstag, 20. Juli 2017

Erschüttert

Gestern las ich einen Artikel über Körperakzeptanz.
Also seinen Körper so annehmen wie er nunmal ist: dick, dünn, mit Cellulite verziert, zu große zu kleine Oberweite, zu dünne zu dicke Haare, zu schiefe Nase, falsche Augenfarbe, Senkfuß, unreine Haut...

In diesem Artikel wurde (u.a.) eine etwas fülligere Frau vorgestellt, die soviel aufschob was sie gerne machen würde, weil sie meinte dass sie das alles erst machen könne WENN sie schlank sei.
Irgendwie hatte sie aber da die Schnauze voll und meldete sich trotz Übergewicht zum Tauchkurs an. Sie hatte SO ANGST, dass ihr der Neoprenanzug nicht passen könnte.
Der schlaksige Tauchlehrer, machte aber keinen Kommentar zu ihrem Gewicht, sondern gab ihr ganz selbstverständlich den Neoprenanzug in ihrer Größe, der paßte, sie konnte tauchen und war überglücklich.
Seitdem ist das Wort Diät aus ihrem Wortschatz gestrichen.

Erst wollte ich den Artikel gar nicht lesen, weil: wenig Interesse, ich mag meinen Körper eh so wie er ist, fast keine Probleme damit.
Aber es war dann doch interessant, weil halt ständig überall suggeriert wird: so wie du bist, ist das ja unmöglich! Färbe dir gefälligst die Haare, verlänger dir die Wimpern, mach Sport, rasier dir fast alles an deinem Körper, schmier dir sündhaft teures Zeug ins Gesicht und überhaupt...Bodyforming!

Also gut, mit all dem hab ich wenig zu tun.
Da ich es aber heute mal wieder in die Natur mit fast ohne Menschen geschafft hab (überlebenswichtig für mich!) dachte ich so nach..über dies und das...und dann:
BOAH! Ne ich hab kein Problem mit meinem äußerlichen Körper.
Aber mit meinem innerlichen "Körper", meiner Seele hab ich Probleme. Da doktore ich genauso rum, wie manch andere mit ihrem Körper. Da will ich die Erschöpfung nicht haben und die Hochsensibilität schon gar nicht und manchmal nervt die Introvertiertheit auch so sehr!
Und siehe da: auch hier wird uns ständig suggeriert: mach was tolles, was aufregendes! Werd bloß kein Stubenhocker! Sei immer flexibel und der totale Teamplayer und hab dich nicht so wenn den ganzen Tag der Hausmeister mit seinem lauten Rasenmäher rumkurvt, es heiß ist wie in der Wüste und überhaupt...

SEI auf gar keinen Fall so wie du bist!

Ich weiß, diese Erkenntnis hab ich nicht zum ersten Mal.
Ich dreh halt Runde um Runde, um es immer wieder neu zu entdecken:
Kämpfe gegen mich selbst, erschöpfe, akzeptiere...fange wieder von vorne an...
Menno.
Ich brauch jetzt erstmal großen Frustkuchen, mit viel Sahne und Milchkaffee!!!

Mittwoch, 19. Juli 2017

Lesenswert

Ich habe zwar keine Autoimmungkrankheit (zumindest nicht wissentlich) aber ich konnte all das bestätigen.
Zumal die gifs dazu echt passend sind.

 http://www.wolfsmadchen.de/11-probleme-die-nur-menschen-mit-einer-autoimmunkrankheit-kennen/

auch das kenne ich zur genüge:
 http://www.wolfsmadchen.de/autoimminerkrankung-was-machst-du-eigentlich-den-ganzen-tag/

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Sonst so?
Starker Schwindel begleitet mich heute "netterweise".
Das kenne ich (zum Glück!) gar nicht.
Am besten ist liegen und keine Reize. Nur dann wird mir so arg langweilig....
Bewege mich heute schon extremst langsam (so gehts am besten) und den Hals steif als ob ich ne Halskrause trag.
Demnach war Tafel-Besuch natürlich mehr als suboptimal.
Habe mich daher "unmöglich" benomen. Nach einem Stuhl gefragt und mich sogar vorgedrängelt, nachdem ich sah dass ich von Bäcker und den Milchprodukten nichts wollte, gleich vor zu Fleisch und Eier und bissl Gemüse/Obst. Normalerweise geht ja alles der Reihe nach durch. Aber mei...
Heute ist so ein Ausnahmetag wo ich mir Essen liefern lasse. Wo gar nichts mehr geht. Jetzt freu ich mich auf indisches Lamm und fettes Eis hinterher.
Ich vermute es kommt nicht nur vom Wetter/Kreislauf, sondern vom Elontril (2.Tag Einnahme). So krass, jedes Mal reagier ich anders drauf, mal super, mal aggressiv und heute eben Schwindel. Ich glaub ich lasse es endgültig...schade.
Und bete, dass es morgen wieder besser ist.

Montag, 17. Juli 2017

Was brauche ich?

Kümmern Sie sich um sich selbst. Fragen Sie sich was Sie brauchen. Mindestens 1x täglich. In einer Krise auch mal stündlich.
(frei wiedergegeben aus "Die Sucht gebraucht zu werden").
Hinsetzen. Hinspüren. Und erst was machen, wenn man genau gespürt hat was man jetzt will und braucht. Nicht hektisch in Aktionismus verfallen.

Was brauche ich?
Menschen? Wenn ja welche? Alleine sein? Wasser oder Tee? Stille oder Musik? Tanzen oder meditieren? Wärme? Aufräumen oder kreatives Chaos? Eine Dusche? Eine Massage? Ein Buch?
...

wieder bei mir ankommen.
Spüren was ich will.
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Und sonst so?
Gestern nun noch auf dem Volksfest gewesen. Ich blieb bei meinem Kompromiss: nur kurz. Immer wieder interessant, so wie ich mir völlig klar und sicher bin, gibts keine dümmen Sprüche. Wie, du trinkst nur Spezi? Wie du gehst schon wieder...? Nichts. Sehr schön.
Ich wollte ja E. nur kurz sehen. Der traf sich noch mit anderen Freunden, so saßen wir zu 6. am Tisch. Zum Glück in der Ecke. War eh schon sozialer Streß hoch fünf für mich.
Das eine Pärchen lädt E. oft zum grillen ein und E. erzählte von mir so dass die meinten ich könne gern mal mit vorbei kommen. Jetzt sah ich die zum ersten Mal also und wenn mich mein 1.Eindruck nicht täuscht ist ER ein großes Arschloch. SIE Typ lächeln und drüber hinweg sehen. Dazu hatte er die eine Maß Bier recht schnell weg. Jedenfalls sprach er mich gleich schräg an. Sehr direkte bis indiskrete Fragen. Ich stutzte kurz, daraufhin meinte E. zu mir besänftigend: "denk dir nix der ist immer so direkt."
Ah das hab ich ja gefressen. Wenn sich jemand schlecht benimmt den dann auch noch in Schutz nehmen. Außerdem steh ich dann unter doppelten Druck.
Ich bin aber nicht mehr für die gute Stimmung am Tisch verantwortlich und wurde wortkarg. Kurze knappe Antwort, keine Gegenfrage/Interesse zeigen, selten Blickkontakt.
Da geh ich gern mal zum grillen vorbei ^^.
Mit dem mag ich mich anlegen, so nem Volldeppen ;) da kenn ich nix (in der richtigen Laune) und wenn ich vorher drauf vorbereitet bin, dass Schlagfertigkeit gebraucht wird, gehts auch leichter.

Danach nochmal überzogene Schokotrauben gegönnt, daheim ausgeruht und 1,5 Std. später nochmal hin (sind keine 200m von mir) diesmal alleine und fern der Massen, um mir das Feuerwerk zum Abschluß anzusehen. So ein inzeniertes hat schon was, als das chaotische rumgeballere an Silvester.

Samstag, 15. Juli 2017

So ist das

Rief mich heute ein Freund an, ob ich mit aufs Volksfest geh so gegen 18h.
Buähh...das ist ja so gar nicht meins (weiß er auch) und schon gar nicht Samstagabend bei dem guten Wetter.
Früher gab es nur: Ich gehe nicht hin oder ich gehe hin und bleibe stundenlang ohne jeglichen Grenzen.
Zum Glück fiel mir ein: es gibt Kompromisse: ich gehe hin, bleibe aber nur kurz (andere Freunde von ihm wären auch dazu gekommen) und auf keinen Fall geh ich ins Bierzelt.
Das fühlte sich klar, stimmig und kraftvoll an.
Ich fühlte mich gewappnet. Weil ich selbst entschied und auf meine Bedürfnisse acht gab, aber auch dem anderen entgegen kam.
Leider funktionierte es dann von ihm aus doch nicht.

Hmmm. Schade. Jetzt bin ich in Ausgehlaune. Also noch paar Leute angerufen. Alle haben schon was vor.
Watn Pech aber auch.
Naja ich mache das Beste draus: Mache endlich mal wieder paar Dinge die ich schon wieder ewig vor mir her schiebe (das ist das gute am Elontril, man nimmt mehr konkret Dinge in Angriff).

Schönen Abend!

Nachtrag: A. rief zurück und wir konnten noch einen schönen langen Abendspaziergang machen. DAS liegt mir wesentlich mehr, als ein trubeliges Volksfest ;)

Freitag, 14. Juli 2017

Wochenrückblick

 --brauchte immer noch extrem viel Schlaf, spüre aber langsam wieder das Bedürfnis in die Welt hinaus zu gehen...

- gesehen:
http://www.ardmediathek.de/tv/DoX-Der-Dokumentarfilm-im-BR/Der-Glanz-der-Schattenwirtschaft/BR-Fernsehen/Video?bcastId=24831852&documentId=38546370
eine Dokumentation die mich sehr beeindruckt hat.
Na eher um die Menschen die es geht, bzw. deren Einstellung.
Geht nicht, gibts da nicht. Der Staat tut zu wenig? Dann schauen wir eben selber wie wir zurande kommen.
Ich würde diesen Film gerne Menschen zeigen die in einer Tour am jammern sind. Und selber nichts tun. Die anderen sollen...und die anderen sind Schuld wenn es nicht klappt...und überhaupt soll mal ein Zauberer vorbei kommen und mir den richtigen Chef, eine größere Wohnung und ein neues Auto vorbei bringen!
Ich war selber lange in der Verantwortungslosigkeit (oder erlernte Hilflosigkeit wie es mal eine Therapeutin im Nebensatz sagte und ich erst viel später begriff was sie meinte) und vielleicht reagiere ich da deswegen so sensibel wenn einer nichts für sich tut und lieber im Jammersumpf stecken bleibt.
Die interviewten Leute in Afrika die sich alles selbst zusammen schustern haben eine ganz andere Ausstrahlung. Die Augen leuchten, sie strahlen eine gute Laune aus (auch wenn die bestimmt auch mal miserable Tage haben) und wenn sie einen Kredit haben wollen, dann um ihr Geschäft zu erweitern (und nicht um in Urlaub zu fliegen!).
Natürlich müssen diese Leute auch teils zwangsweise so handeln, weil sie sonst verhungern, da der Staat nicht sowas wie Sozialhilfe, Krankenversicherung und Arbeitslosengeld bietet. Und stellt Euch mal vor, es kommen junge Männer aus Lagos nach Deutschland. Als Flüchtlinge. Sie sind mit der Mentalität *pack an oder du verhungerst* aufgewachsen, wollen was tun, wollen weiter kommen. haben wahrscheinlich auch schon viel getan und wollen das hier wieder. Doch ohweh der Behördenkram. Sie sind zum nichtstun verurteilt. Denn erst muss der Aufenthaltstatus geprüft werden, dann das Dokument, da darfst nicht hin und jenes darfst auch nicht. Ein Dilemma.
(Dies sind nur sehr wenig Gedanken die ich während und nach dem Film hatte)

- immerhin: war ich heute 4 Stunden arbeiten, nachdem ich vor 2 Wochen schon nach 2 Stunden die Segel streichen und heimfahren musste. Ging es heute wieder etwas besser.

-Lebensweisheit: wenn du weißt was du willst, wirst du glücklicher sein. Ich glaube die wenigsten Menschen machen sich ausgiebig Gedanken darüber was sie wirklich wollen. Zu schnell ist man in dem Rad von Werbung, Meinungen, Traditionen, Geschlechterrollen, Vorstellungen, Werte (meist der anderen)...gefangen. Ich merke das immer wieder, wie sehr es mich erleichtert/erfreut wenn ich mir darüber Gedanken mache und daraufhin handle und Entscheidungen treffe! Sehr befreiend uuuuund macht glücklich!

- getriggert: das was ich immer mal weider befürchtet habe (achte auf deine Gedanken!) ist eingetreten: Eine Frau mit Kleindkind ist unter mir eingezogen. Ich habe sie noch nicht gesehen (dem Kinderwagen nach ist es auch eher noch ein Baby). Aber gehört. Und Babygeschrei alarmiert mich extrem. Vor allem wenn ich nicht mitgekriegt habe warum das Kind weint. Ist es nur müde oder wird es stark vernachlässigt? Oder gar geschlagen? Muss es hungern?
Gestern stand ein Mann auf dem Balkon. Schmieriger Typ, polnische Sprache, Bierflasche. Kopfkino läuft. Denn es ist kein normales schreien des Babys sondern immer so ein wehklagen, selbe Tonlage, das ganze langgezogen...wie so ein Klagelied. Es beunruhigt mich sehr. Wie soll ich damit umgehen....

- genommen: mein herumexperimentieren mit allerlei Nahrungsergänzungsmitteln hilft leider immer nur kurzfristig. Nachdem ich diese ständige Schläfrigkeit so satt hatte, nahm ich nochmal eine Elontril (ich hoffe ja weiterhin, dass mein Körper das auch mal längerfristig verträgt). Gute Wirkung: wach, konzentriert, große Radrunde UND hüpfen auf dem Trampolin geschafft. Blutdruck bei 120/61. Sag ich doch!
Gleich wieder das träumen angefangen  wie ich mein Leben leben würde, wenn es mir JEDEN TAG so gehen würde....seufz

- zum Thema visuell ruhigere Wohnung: ich hab meinen großen Sitz/gymnastikball in den Keller verbannt. Er hatte zwar sonst einen Platz den ich eh nicht anders nutzen kann(unter der Treppe) aber dass da jetzt nichts mehr ist, macht die Wohnung noch luftiger, freier. Zum sitzen am Pc fehlt er mir manchmal. Andererseits bleib ich dann weniger am Pc, weil der Stuhl auf Dauer unbequem wird, auch ok. Und ich kann ja jederzeit den Ball wieder aufpumpen.

- gefunden: ich habe einen Garten/Balkonstuhl mit Fußteil. Darauf natürlich eine Auflage. Nur sieht die nun nach ein paar Jahren nicht mehr so toll aus. Aber eigentlich nur optisch, sonst liegt es sich noch super drauf. Deswegen also neue Auflagen kaufen? Welch Verschwendung. Also suchte ich nach einer Art Überzug, Laken oder Tuch. Gibts aber nur für Stuhl (zu kurz) oder für Liege(zu breit und lang, gut das hätte ich evtl. noch umnähen können). Aber ich fand nun das passende. Nun also in blau:

Aussicht:
heute ein herrlich regnerischer Tag, das Wochenende wie immer: ohne Termine ohne Plan. Evtl. werd ich zu einer Bekannten fahren, aber nur kurz aufn Eis oder Kaffe, abends wär großes Feuerwerk, mal sehn ob ich bis 22h mal die Augen offen halten kann.

Mittwoch, 12. Juli 2017

200. Geburtstag

Heute endlich darf ich mir ein neues Buch kaufen :)
Das eine Buch hatte ich auch ausgelesen, jedoch das 2.war so langweilig, dass ich nach 68 Seiten entnervt aufgab und mir stattdessen überlegte bis zum 12. Juli zu warten.
Also heute.
Warum genau dieser Tag?
Weil heute der gute alte Henry David Thoreau 200 Jahre alt geworden wäre.
Und das neue Buch ist von Frank Schäfer: Thoreau, Waldgänger und Rebell. Eine Biographie.
Ich bin sehr gespannt!

Dienstag, 11. Juli 2017

Wenn das Blut...

zuwenig Druck hat...
Ich und mein niedriger Blutdruck werden wohl keine Freunde.
Und hätte ich mehr wumms..würde ich mich dafür einsetzen, dass die Hypotonie genauso ein Krankheitsbild ist wie die Hypertonie.
Denn Ängstlichkeit, Kopfweh, Schwindel, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, deppressiv, Lustlosigkeit schränken mein Leben extrem ein!

Ich fühl mich draußen derzeit so unsicher und wackelig wie in alten Zeiten. Dabei geht es mir psychisch gut! Aber körperlich nicht....
Und Hypotonie macht psychische Symptome...wissen das eigentlich all die Therapeuten, Psychiater, ect..???

Also endlich mal zum 24-Std.EKG angemeldet.
Daheim seh ich ja meine Werte:
102/61
89/ 54
104/ 60
99/ 65
118 /61
94/ 59
ich will gar nicht wissen (doch natürlich!) wie die Werte nachts aussehen.
Ich werd erfahren, in 2 Wochen, denn da ist erst wieder ein Gerät frei.
Bis dahin weder: Tabletten, Rosmarintee, viel Salz, Stützstrümpfe...
Das krasse ist auch der krasse Wechsel: ich sitz aufm Balkon und lese, ich denke och biste fit, könnste noch zum anderen Doc radeln fürs Rezept (insgesamt 10km) ich geh in die Wohnung und: aus die Maus.
Also hock ich halt wieder rum, Füüße hoch...

Naja und sonst so?
Müde gelächelt..wenn Männer nicht mehr weiter wisssen, sich irgendwie bedrängt, hilflos oder panisch fühlen, nur weil frau eine klare Entscheidung/Ansage von ihnen haben will, kommt der uralte Spruch:
"haste deine Tage oder?"
Man das ist soooo Kindergarten....
Interessant wirds, wenn man gar nicht drauf eingeht und weiter ganz locker und ruhig bei seinem Standpunkt und beim aktuellen Thema bleibt "ich habe dich etwas gefragt"...daaaaaann kommt der selbse Spruch nur abgewandt: "ah du hast deine Tage!" oder so ähnlich...
Ich ließ mich wieder nicht irritieren oder provozieren und dann wurde das ganze leicht aggressiv: das man mit mir nicht kommunizieren kann (äh wer hat keine Frage beantwortet, irgendwie was konstruktives zum Thema gesagt?), das arrogant sei und überheblich und überhaupt wie unverschämt ich da jetzt daher komme usw. (ich finde es unverschämt mich nach so intimen Details wie meinen Zyklus zu fragen!)
weiterhin volles Ablenkungsmanöver...
also habe ich eine Entscheidung getroffen.
Ebenso klar und ruhig und bestimmt (ich vermute mal der Mann wird toben).
Denn eines hab ich gelernt, und Junge das solltest du dir auch mal merken:
Handelst du nicht,
wirst du behandelt.
Dann beschwer dich aber danach nicht!

Das erinnert mich an das alte Gesetz (das es in vielen dysfunktionalen, süchtigen, mißhandelnden) Familien/Beziehungen gibt:
Dieses Gesetz verbietet
die (faire) Diskussion über Probleme (meist werden irgendwelche Nebenkriegsschauplätze eröffnet),
das offene Ausdrücken von Gefühlen (es sind nur die guten Gefühle wünschenswert)
direkte, ehrliche Kommunikation,
realistische Erwartungen,
Vertrauen in sich und andere Menschen,
spielen und Spaß haben
um das gefährlich schwankende Familienboot durch Entwicklungen oder Veränderungen zu steuern.
(Alles soll so bleiben, wie es ist, so war es ja schon immer...!)

Das erinnert mich so sehr an meine Eltern..als ich anfing aus dem Boot auszusteigen...Dinge klar ansprach ect..also alles was verboten war (natürlich nur diffus spürbar, weil es wird ja nicht klar kommuniziert) wurde ich abwechselnd angegriffen (sehr wütend und barsch) oder ignoriert. Aber eher war das erste der Fall. Und es hat mich bestärkt auf diesem Kurs zu bleiben. Denn mir ging es viel besser. Ich fühlte mich kraftvoll und handlungsfähig, wenn ich gut für mich sorgte.

Montag, 10. Juli 2017

Zurück zum Start!

Gestern mit L. telefoniert. Wir kennen uns schon viele Jahre (und ich glaube noch ein wenig länger, weil wir uns erschreckend ähnlich sind und sie mich so gut erkennt).
Sie kann etwas, was auch Therapeuten oft anwenden: spiegeln. Oder umformulieren, ich glaub da gibt es einen bestimmten Begriff dafür. Also das was ich sage und fühle wiederholt sie mit ihren eigenen Worten.
So simpel und so wirkungsvoll.
Mir wurde klar, dass ich derzeit (wieder mal) in einem (selbst-)zerstörerischen Kampf gegen mich bin. Ich will mehr als mein Körper derzeit leisten kann. Und das macht mich wütend auf mich selbst und ich gehe noch härter gegen mich selbst vor.
Ich darf schon wütend und frustriert sein, keine Frage, nur das annehmen fehlt dann.
Also zurück zum Pacing: In meiner Geschwindigkeit leben. Das heißt: ich stehe auf, dusche und frühstücke und muss mich dann nochmal hinlegen, ich bringe den Müll runter, mache eine Pause usw.
Gnädig sein mit mir selbst. Liebevoll mit mir umgehen. Geduldig sein.
Harte Aufgabe.

Und nachdem es mir ja so gut getan hat das Buch "Frauen die zu sehr lieben" zu lesen, nahm ich mir heute gleich das 2. (fast bessere) auch weider zur Hand: Die Sucht gebraucht zu werden, von Melodie Beattie.
Absatz:
Nichts auf der Welt ist dem Erlebnis vergleichbar, dahin zu kommen, wohin man will, zu bekommen was man möchte, ein Problem zu lösen oder etwas zu tun, was man schon immer tun wollte.

Ich hatte mich wieder viel zu sehr mit den anderen beschäftigt, auch das absorbiert meine Energie und geht von mir weg...

Samstag, 8. Juli 2017

Nerdisch sein

Tagelanger Rückzug, keine Termine, keine Menschen (also ganz wenig) aber zumindest keine intensiven Treffen...versunken in meiner Innenwelt...und langsam atme ich wieder auf...komme Stück für Stück wieder bei mir an.

Ich muss ganz intensiv "bütlern" (nach dem Herrn Giger-Bütler der tolle Depressionsbücher schrieb): Was will ich JETZT? Und nicht: was müßte, sollte ich tun...ja komplett selbstbezogen. Ich weiß. Aber ich habe keine Kinder, Mann, Tiere, Job ect. Ich darf das :) (und welche Glück dass ich das auch so machen kann!).
Und brauche es wie die Luft zum atmen.
Ganz wenig Außenreize. Lieber Buch als Film.
Und ich fühle mich auch so ungeschützt. Körperlich. Weswegen ich fast nur daheim bin oder mal kurz mit dem Rad in menschenleere Gegenden (schwierig bei dem Sommerwetter).
Der Esoteriker würd vielleicht sagen: Die Aurahülle wieder aufbauen/flicken. Aber genau so fühlt es sich an.

Am besten ist in solch Zeiten auch: monotone Arbeiten. Wie Zaun streichen (geht derzeit leider nicht) oder bügeln oder gaaaanz genau mit Wattestäbchen die Tastatur reinigen, früher hab ich dann Fotos sortiert oder die ganzen Ordner geschmückt oder Dokumente mit den Lochverstärkern versehen, Tiere beobachten ist da auch klasse...muss mir da mal noch mehr Tätigkeiten überlegen.
Mir fiel ein, dass ich mal bei meiner Oma war und anscheinend war mir da auch was zuviel. Ich ging also ins Treppenhaus das mit Stoff überzogen war und sammelte Flusen in den Ecken auf. Herrlich!  So beruhigend und entspannend.
Ich glaub langsam ahne ich warum meine Familie mit mir nicht so wirklich was anfangen konnte bzw. mich nicht verstand. Meine Schwester und Mutter sind extrem extrovertiert und mein Vater zwar auch ein Intro konnte mich aber wenig schützen/unterstützen.

Nunja.
Was mir letztens großen Spaß machte war einer Bekannten (über 60) bei ihrem Smartphone zu helfen und ihr einiges zu erklären. Die Kompetenz zu spüren "ich kann das", das Gefühl helfen zu können (ohne in Coabhängigkeit zu verfallen), ein Ergebnis zu sehen und die Freude der Frau zu spüren...tat gut. Vielleicht biete ich ihr auch an, ihr bei der Digitalisierung (also ein Teil) der Musik zu helfen. Das fällt dann aber nicht unter Gefallen tun, sondern da möchte ich schon was für haben. Denn das ist stundenlange Arbeit. Auch wenn es Arbeit ist die mir großen Spaß machen würde (hallo Nerd), darf ich auch dafür was verlangen!

Und sonst so?
Ich versteh manchmal  ziemlich oft meinen Körper nicht.
Ging es mir gestern recht gut (fit, wenig Benommenheit) maß ich meinen Blutdruck: 110/59, die Tage war ich meist bei 90/60.
Heute morgen, weiterhin fit und wach im Kopf (keine fiese Schläfrigkeit), maß ich nochmal: 88/59. Wo man eigentlich kaum noch stehen kann.
Das Gerät misst glaub schon richtig, weil die Werte meist immer ähnlich sind...

Freitag, 7. Juli 2017

Wochenrückblick

-- weiterhin ziemlich komatös unterwegs--
merke aber langsam, wie es durch die Tabletten wieder besser wird. Dazu noch Kohle innerlich, dass Gifte ect. aufsaugt und ich fühl mich schon viel klarer im Kopf und heute endlich mal wieder in der Lage mit dem Rad zu fahren.

- gemacht: vorgedrängelt. Ja mei da war eine riiesen Lücke in der kurzen Schlange, weil 2 Frauen sich verquatscht hatten. Da ich nicht fragen wollte, ob sie anstehen oder hier die Deko sind, stellte ich mich in die Lücke und hatte so schnell bestellt und bezahlt, dass die andere nichtmal zum Luft holen kam.
Tja...
(Tschakka, dass ich mich sowas mal trau, ich bin ja sonst super anständig und manchmal schon arg verkrampft was Regeln ect. betrifft).

- aufgefallen: früher war ich immer sehr nervös und ängstlich, wenn ich eine neue Frisur hatte und mich damit dann mir bekannten Menschen zeigte: Der erste Tag in der Schule, Ausbildung, Berufsstelle ect...
Ich hatte vor den Reaktionen der anderen sehr große Angst. Dieses Mal war dem nicht so. Bei der Tafel sind es immerhin gut 30 Leute auf einmal. Und auch sonst wenn ich Freunde und Bekannte traf, war ich da sehr locker.
Es war eher eine freudige Spannung und einfach ein: "ich wollte das so, und es ist mir (fast) egal was du dazu sagst."
Ein gesundes Selbstwertgefühl!
In der Tat war eine Frau in meiner damaligen 2.Ausbildung mal so empört und erschrocken über meine neue Frisur, dass sie glatt meinte:"ich geb dir Geld, dann kannste nochmal zum Friseur gehen!" Ich Idiot hätte das Geld nehmen und damit lecker essen gehen sollen!
Naja danach ist man oft schlauer :)

-doof: jetzt hab ich mich über 1,5 Jahre über den blöden Musikplayer im Handy geärgert. Weil der nicht die Ordner anzeigt wie ich das sortiert habe, sondern alle Lieder in einer Liste nach Alphabet. JETZT drauf gekommen, dass es ja Apps gibt. Nun also einen neuen Musikplayer :-))))

- gestaunt: wer braucht 1000 TV-Sender? Allein der Gedanke löst eine absolute Überforderung/Reizünberflutung aus!

- diszipliniert: ich will meinen ungelesenen Bücherstapel reduzieren. Ich entdecke aber immer wieder SO tolle Bücher. Nun also: erst wenn ich die 2 Bücher ausgelesen habe, darf ich mir ein Neues bestellen (und ich weiß auch schon welches!!!). Das macht jetzt gute Laune, weil Struktur in die Sache kommt.  Mit Disziplin, also dem Wort, hab ich so meine Probleme, aber Struktur paßt wunderbar!

- gefreut: ich hatte lange nun so einen normalen Tintenfüller. Problem: ich brauch den SO selten und wenn ich damit schreiben will, ist die Tintenpatrone vertrocknet. Jetzt tolle Tintenroller extrem günstig entdeckt. Schreiben wunderbar und fast genauso edel.

- auch gefreut: Die ARD hat für Thriller/Krimis die Zeitsperre der Alterbeschränkung aufgehoben. Außer für ganz krasse Filme. Somit kann ich jetzt auch Tatort ect. immer schauen und nicht erst ab 20 Uhr.

- gelesen: Der Junge der eine Katze sein wollte. Schon als ich den Titel las, wußte ich sofort um was es geht: nicht um eine lustige erfundene Geschichte, sondern um ein verhaltensauffälliges Kind. Und genauso war es.
Es ging sogar um mehrere traumatisierte Kinder.
Erst zögerte ich, das Buch aus dem öffentlichen Bücherschrank mitzunehmen, weil: zu harte Kost. Aber ich dachte mir auch: ich kann es ja wieder zurückgeben, wenn es mich zu sehr triggert.
Jedoch das Gegenteil ist der Fall. Es wird gezeigt wie Kindern die abgegeben wurden ins Heim, vernachlässigt wurden oder die schlimme Taten mit ansehen mussten ect. durch eine Psychoanalyse geholfen wird.
Spannend wie ein Krimi. Und ich dachte erst: Hä? Analyse mit Säuglingen? Aber allein den Kindern zu sagen was los ist (deine Mutter ist jetzt im Gefängnis und deswegen kann sie sich derzeit nicht um dich kümmern ect.) hat schon viel bei den Kids ausgelöst.
Tja, der kompetente Säugling. Wir meinen ja noch zuoft die verstehen uns nicht. OH DOCH!

- visuelle Ruhe: ich achte immer wieder drauf, dass meine Wohnung visuell ruhig ist: also dass wenig herum steht. Auch fiel mir auf, dass die beiden Fleckerlteppiche in der Küche extrem unruhig sind. Also 2 unifarbene geholt und: ahhhh viel mehr Entspannung, selbst wenn es rote sind.
Außerdem finde ich sieht es edler aus, zu dem weiß und der Arbeitsplatte in Holzoptik (diese ist nicht auf dem Bild, weil da grad Chaos herrscht):

So werde ich es auch im Bad machen, wenn diese Teppiche hinüber sind (dürfte eh bald sein), dann kommen da unifarbene hin. Und ich schaue mich beizeiten nach einem geschlossenen Schuhschrank um, denn da habe ich im Moment ein offenes Regal und all die unterschiedlichen Farben und Formen ist auch unruhig.....

Aussicht: Jetzt noch die Morgenkühle abwarten (wegen lüften) dann aufs Radl schwingen und wieder draußen irgendwo lesen.
Und sonst, weiterhin Ruhe, mich sammeln und sortieren... außerdem hoffen dass die 30-Grad-Tage für dieses Jahr bald vorbei sind.

Donnerstag, 6. Juli 2017

Der schwarze Hund

wenn ich mich so schlapp und schläfrig fühle, kommt irgendwann der Punkt an dem ich danke: Ok Depression ich habs verstanden...du wirst mich mein Leben lang begleiten. Ich kämpfe nicht mehr gegen dich, ich mach aber das beste draus!

Und oft dachte ich mir: ich bin nicht depressiv! Ich hab ja Lust was zu machen, wäre heute morgen gern an den See gefahren...
Es gab durchaus sehr depressive Phasen in meinem Leben, aber ich spüre den Unterschied zu der echten Depression und dem "anderen Zustand".
Und der andere Zustand ist eine atypische Depression.
Wie ich gestern erstaunt las, standen da meine Symptome:

Die sogenannte atypische Depression ist gekennzeichnet durch eine affektive Schwingungsfähigkeit, d. h. die Patienten verharren nicht in gedrückter Stimmung, sondern zeigen durchaus situationsangemessene Gefühle.
Dazu:
- vermehrtes Schlafbedürfnis
- bleierne Schwere der Extremitäten

AHHH ja das bin ich! GENAU!
Ich suchte noch ein wenig weiter und las hier mit Erstaunen:
 https://www.flowlife.de/magazin/atypische-depression/

Und wißt Ihr was?
Ich glaube, die atypische Depression hat ganz viel mit Körper bzw. genauer: Magen-Darm zu tun.
Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Histaminintoleranz, andere Intoleranzen, Leaky-gut, Magensäuremangel...ect. und wie bei mir: Magenentleerungsstörung.
Ich nahm also meine *Magen-tu-was-Tablette* und eine halbe Stunde später war ich viel wacher und besser gelaunt! Weil all der Schmodder der da ewig rumlag mal aufgeräumt wurde.
Herrlich!
Auch die Erinnerung als ich aufgrund der Zahn-op mal 2 Tage fast nichts essen konnte: da ging es mir wunderbar!
Ich muss da wieder mehr aufpassen:
Sehr gut kauen, eher weniger essen, und eher nur leicht verdauliches...Rohkost ist eher nicht so optimal (bzw. dann muss ich an Tablette denken, weil ich mag schon gern Salate).

Trotzdem mag ich das bekannte Video mit dem schwarzen Hund:
https://www.youtube.com/watch?v=1UiA32Qv4yE

und wie Thorsten Sträter sagt: Langsam bekommen die Depressionen vor mir angst!
Genau :-)

Mittwoch, 5. Juli 2017

Aus der Burg

Mich verschanzen.
Mich verkriechen.
Ohne oberflächlichen, dummen Menschen.
Bei mir ankommen.
Nase ins Buch stecken.
Schweigen.
Meinen Gedanken nachhängen.

Unglaublich wie schnell Menschen mr Energie abzapfen können (und ich das anscheinend auch zulasse).
Aber ich muss mir immer wieder sagen: es gibt nicht nur unverträgliche Nahrungsmittel, sondern auch unverträgliche Menschen.

R. mit der ich baden war, meint jetzt das wir jede Woche mindestens 1x telefonieren, aber eher uns noch treffen. OHNE MICH!
Allein ihr Wortschwall  (oberflächlich und nervig bis zum geht nicht mehr) innerhalb 2er Minuten reicht mir für 4 Wochen!
Der Typ von der Tafel meinte gestern mich anrufen zu müssen, weil es Marken fürs Volksfest gäbe und ich heut kommen "müsse".
Danke für die Hilfe. Danke für den Hinweis. Aber mir ist das too much! 
Das sind ganz ungute Verstrickungen...
Ich will meine Ruhe.
Ich will dem nicht erklären müssen, dass ich auf kein Volksfest gehe und da schon gar nicht das histaminvolle Hendl und 1 Liter Bier saufe, und weil mich die Musik und das ganze drumherum mich triggert. (der würd mich anschauen wie nen Ofen wenn ich das sagen würde *g*).
Im übrigen habe ich mich früher für die Marken lange in die Warteschlange gestellt, mir das blöde Gerede der Leitung angehört, um dann die Marken an jemand zu verschenken. Im Grunde ist das okay. Aber heute habe ich mal auf mich geschaut: gibt es irgendjemand dem ich den Gefallen wirklich von Herzen machen möchte?
NEIN! Alles klar oder? Ich ging an der langen Warteschlange vorbei...und nach Hause.

Da der Typ der mich nervt, hier die Trulla beim Paketshop ist die doof wie ein Stuhl war....es hat sich reichlich summiert in letzter Zeit....

Nein es reicht!
Menschenauszeit!
Wobei..so ganz stimmt das nicht. Als ich gestern mit A. telefonierte war das was ganz anderes...wir ticken einfach ähnlicher, verstehen was Ängste und Depressionen sind, sind allgemein ruhiger und tiefgründiger...

Aber heut bin ich erstmal Noomi Rapace alias Lisbeth Salander!
Kauzig, schnodderig mit vielen Stacheln!

Gemütlich daheim einigeln, mit Salat und Fleischpflanzerl, Joghurt mit frischen Früchten, lesen auf dem Balkon, dösen...ach die Welt kann so schön sein :)

Im Moment hab ich gaaaanz striktes *neue-Bücher-kaufen-Verbot* auch wenn es nur 1,25 Euro kostet.
Aber die Titel:

Mach dich unbeliebt und glücklich: und nimm dir vom Leben, was du willst!

Zu nett für diese Welt?: Wer Nein sagen kann, hat mehr vom Leben

 jucken mich grad ganz besonders...
aber ich hab ja noch FUCK YOU im Bücherschrank...das is ja was ähnliches...

UFF!!!

Dienstag, 4. Juli 2017

Spruch des Tages

Der Geist ist willig,
doch das Fleisch ist schwach.

GENAU SO ist es.
Leider.
Ich kann das grad sehr schwer aushalten.

Derzeit träume ich ja sehr wild bis alptraumhaft. Und ich spüre genau, wenn mir ein Traum was sagen will und was einfach Quatsch ist.
Heute war so ein besonderer Traum, der mir auch noch nachhängt:

Ich bereit mich auf eine große Wanderung vor.
Eigentlich sollte/wollte ich zu Fuß gehen, doch ich fahr erstmal ein Stück mit dem Fahrrad.
Dann sehe ich, dass der Bräutigam (meiner!) mit der Kutsche fährt, was ich vorher nicht wußte. Ich denke mir: och radelts schnell zurück dann kannst noch mitfahren, das Paar sollte doch gemeinsam fahren.
Ich werde aber ignoriert. Der Bräutigam samt Kutsche fährt an mir vorbei.

Irgendwann bin ich auf der Wanderung und finde Unterschlupf bei einer Familie. Ich kann da eine Nacht schlafen in einem kleinen Gästehaus. Ich habe drei Hunde dabei. 2 große alte kranke und 1 kleinen quirligen bei dem ich immer aufpassen muss, dass er mir nicht abhaut. Ich mache mir übermäßige Sorgen und Gedanken um diese Hunde, wo und ob ich sie anleinen soll, ob sie in der Nacht auch draußen bleiben oder mit zu mir ins Zimmer kommen ect. Später stellte ich sogar fest, dass ich den Hund verwechselte, die Familie hatte auch einen kleinen Hund.

Dieser Traum spiegelt sehr gut wieder, was immer mal wieder Thema bei mir ist: Selbstverlassenheit!
Ich mein, ich bin noch nichtmal bei meiner eigenen Hochzeit dabei! Dann schlafe ich nicht bei mir zuhause, ich bin auch innerlich heimatlos UND ich mache mir viel zuviele Gedanken um andere Menschen/Situationen/Dinge. Und ich erkannte noch nicht mal MEINES. Meinen Hund.

Erst gestern wurde mir das wieder deutlich. Eine sehr nervige/ärgerliche Situation im Paketshop ging mir den ganzen Tag nicht aus dem Kopf. Ich musste immer wieder dran denken. Ohne natürlich weiterzukommen. Da gibt es auch nichts an weiterkommen, denn es ist erledigt. Das Paket ist auf Weiterreise, meinen Unmut machte ich kund, es gibt daran nichts mehr zu ändern. Es lief wie es lief.

Sonntag, 2. Juli 2017

ach da war doch was...

Manchmal bin ich schon so eine Kuh...
da schmerzen und zucken immer unterschiedliche Muskeln, da bin ich tagelang komatös und kann mich kaum auf den Beinen halten (gestern der 500m Spaziergang war mal wieder mehr als anstrengend), hab teilweise Kopfweh (was ich so gar nicht von mir kenne) und komm nicht dahinter, dass mein ganzer Körper nach MAGNESIUM schreit. Was er immer tut, weil ich einen immensen Bedarf danach habe.

Also die Füße gleich ins Magnesiumbad gehalten und wieder etwas fröhlicher in die Welt geschaut. Das werde ich morgen gleich nochmal machen, weil ich was vorhabe...

Und heut noch so: erstmal das Süppchen das grad köchelt noch futtern, dann eine Runde spazieren gehen und mich dann wieder hintern Lesestoff klemmen. Ich mache mir derzeit wieder mehr Tagespläne, weil ich sonst im Kruschtel-Ablenkmodus hängen bleibe.