Samstag, 19. August 2017

Schöne Begegnung

Gestern bei P. wars toll.
Zumal wir wirklich Zeit für uns hatten, da ihre Kinder (die meiste Zeit) außer Haus waren.
So klar, ruhig und bestimmt wie sie war (hat große Entscheidungen getroffen wie sie in Zukunft leben möchte, was bedeutet, dass sie sich von ihrem Mann trennt und dafür ins Berufsleben wieder einsteigt) so war es auch der Hund.
Ein 10 Monate alter Labrador der nicht aufgeregt aufspringt und den neuen Besuch beschnüffelt....ist sehr bemerkenswert.
Ich hatte das Gefühl Cesar Milan war vor mir zu Besuch da.
Ganz ruhig kam er erst nach ein paar Minuten zu mir und beschnüffelte erst meine Tasche, dann mich. Ich sah und sprach ihn nicht an.
Um eine halbe Stunde später heftig zu kuscheln :-))
Mit Rüden hab ich so meine Probleme. Die sind mir meist zu ruppig und aufdringlich. Nicht so dieser. Ein Schatz!
Mal sehen, vielleicht darf ich ihn mir mal (oder regelmäßig) ausleihen.
Hundespaziergänge vermisse ich sehr...

Es war eine schöne Zeit bei und mit P.
Auch da habe ich das Gefühl, das wir uns wieder ein Stück näher gekommen sind. Wir haben beide ähnliche Wunden. Ähnliches erlebt. Unsere Schwierigkeiten mit anderen Menschen. Aber es wird. Auch sie arbeitet viel an sich, wird sich vielem bewußt und schaut, dass ihre Kinder nicht so beschädigt werden.

https://www.sein.de/authentische-begegnung-mit-deinem-hund/

Freitag, 18. August 2017

Wochenrückblick

- viel besser! Körperlich fitter, da siehts dann auch psychisch auch besser aus!--

- nicht so verträglich: Also das mit dem Milchschaum morgens auf nüchternen Magen ist nicht so der Hit...zuviel Luft und warme Milch, was weiß ich, jedenfalls könnt ich danach gleich wieder ins Bett *gähn*. Macht nix, dann gibts den halt seltener und nur nachmittags.

- gekauft: neue Räucherstäbchen, dieses mal andere Düfte...lecker!!!

-geschafft: große Fahrradrunde im großen Wald, weniger ruhig (weil innerlich eher angespannt) aber sehr sportlich. Dabei entdeckt:

Und dieser weich gepolsterte Baumstumpf sollte eigentlich mein Brotzeitplatz werden (oben bei der Bank hatte ich noch keinen Hunger), aber ich entdeckte einen Holzkasten am Baum (wie eine Brutstätte für Vögel nur dünner) um den Waldhornissen (riesen Viecher!) ein und ausflogen. Das fand ich dann doch etwas unentspannt und zog weiter...


- entdeckt: meine Kopfhaut ist ja leider schon seit Jahren etwas krank, also nur eine Stelle, die dafür etwas größer. Gemerkt, wenn ich die vor dem waschen (auch schon abends davor) mit Kokosöl einschmiere, tut das gut.

- Fragen der Woche:
Schlafen eigentlich Fruchtfliegen?
Und gibt es unter Pferden Homosexualität?

- geärgert und dann auch wieder nicht: ein dringend erwartetes Paket war im Anmarsch. Ich extra daheim geblieben! Jedoch vergessen die Klingel wieder anzustellen. Tja verpasst. Ohman hab ich mich geärgert. Das war Montag. Dienstag dann Feiertag, also nichts mit abholen, dann erst Mittwoch. Man soo dooof.
Dann auch noch gesehen, dass es im Nachbardorf abgegeben wurde! Hä? Wir haben 2 Postfilialen UND 1 Paketstation. Da ich eh noch Post wegbringen musste da mal nachgefragt: is das wirklich so? Warum? Dabei gesagt bekommen: Das Paket können Sie auch heute schon holen, das ist mit Sicherheit schon in der Filiale. Also 5 Kilometer rüber geradelt: ja ich bekam es! Vor lauter Freude spontan bei einer Freundin geklingelt die da wohnt und noch einen sehr lustigen Ratsch bei ihr im Garten genossen.
Dabei auch mit ihrem Obermieter geflirtet. Tat einfach gut.

- Apropo flirten: Hab ja jemand gefunden, der mir seine Bügelwäsche so alle 2 Wochen vorbei bringt. Und WAS das für ein Schnuckel ist *umfall*...so einer zum totalen schwärmen und tagträumen...weil man schon ahnt, dass man an den nicht rankommt. Jedenfalls übe ich mich im flirten mit ihm. Ich kann das tatsächlich schlecht. Bin meist super ernst. Aber einfach flirten, ohne dass dabei was rum kommen müsste oder irgendwas entstehen müsse...da tue ich mich schwer. Und dann noch Smalltalk. Was soll ich den denn fragen, die 2 Minuten wo er mir den Wäschekorb in die Hand drückt und dann zur Arbeit eilt...?

- gelacht: ich hab ne Geldhose!
Mit H. (von der Tafel) nochmal glutenfreie Sachen eingekauft (dabei tiefgefrorene glutenfreie Croissants entdeckt! Ich hab mich SO gefreut! Und heute hab ich festgestellt, dass die auch sehr lecker sind!), wir räumen die Tüte voll, hinter uns bezahlt ein Mann. Da scheppert was aufn Boden und berührt kurz mein Bein. Ich denke: da ist dem Mann Geld ausm Beutel gefallen, schau aufn Boden: nix. Hm...daheim sah ich in dem Saum nach und da lag es: das 50 Cent-Stück! Der Saum ist nämlich etwas breiter und noch nicht umgenäht/nur gekrempelt, weil ich die Hose erst vor kurzem abschnitt.
Mit der Hose sollte ich öfters einkaufen ;-)

- geschafft: endlich mal wieder zur Arbeit. 3 Stunden. Dabei der Chefin begegnet, die ja nun von mir bescheid weiß (wegen Rente und PTBS). Es war ein sehr herzliches Gespräch. Mir kam sie immer sehr kühl und etwas biestig vor. Wer weiß was ich bei ihr ausgelöst habe...aber jetzt sind wir uns irgendwie näher und von meiner Seite aus auch sympathischer.

- gestutzt: ein paar Leute stehen vor der Tafel (sage und schreibe 13 Leute waren wir das letzte mal! Herrlich, könnt immer so sein) wir plaudern so...H. deutet auf A. der wegen MS im Rollstuhl sitzt und meint: "ja du hast es gut, hast deinen Stuhl immer dabei!" Ich stutze, halte den Atem an, das ist jetzt nicht sonderlich einfühlsam, der hockt da ja nicht zur Gaudi drin...A. aber lacht kurz auf und meint: "stimmt und ich steh nie dumm rum!"
Ok, dann hab ich auch mitgelacht.
Dabei hab ich ja selber erfahren, als ich mit Behinderten arbeitete wie oft die sich selbst auf die Schippe nahmen und drüber lachen konnten. Trotzdem...bei mir bleibt da eine Übervorsichtigkeit. Ja nix falsches sagen...

- bemerkt: ganz zarte Herbstanzeichen...uah ich will nicht! Ich war viel zu wenig draußen und unterwegs diesen Sommer, weil es mir sooft so bescheiden ging! Ich mag jetzt keinen Herbst...!!!!

-gestaunt:
http://www.schleckysilberstein.com/2017/08/crown-shyness-wenn-baumkronen-abstand-halten/

-Aussicht:
Heute noch zu P. rüber, ratschen, Kaffe trinken, im Garten hocken, Füße ins Planschbecken hängen lassen, Kinder beim spielen beobachten UND endlich ihren Hund kennenlernen. Darauf freue ich mich sehr!
Da das Wetter am Wochenende nicht so toll werden soll, muss ich mir noch paar Aufgaben überlegen. Rad putzen und an den Wänden mit Farbe bissl ausbessern muss definitif sein :-)

Dienstag, 15. August 2017

Laß fallen

Den Post von gestern nochmal ein wenig geändert. Denn es sind ja zwei paar Stiefel, einmal definitiv Krankheiten/Traumafolgen und die Hochsensibilität und Introversion.
Ist jetzt für mich stimmiger.

Heute morgen den altbekannten Druck gehabt: Schönes Wetter, ich muss raus. Wollt ich auch irgendwie, aber mir fiel nur See ein. Und der wird, da heute Feiertag ist, wohl schnell recht voll, bei angesagten 30 Grad.
Hab so überlegt...hmm nur kurz vielleicht, zur Bank muss ich ja eh...oder an den anderen See...hmmm...passte alles nicht so. Also erstmal zur Bank. Danach fiel mir ein: mensch warste schon lang nicht mehr im Wald! Ideal bei der Hitze und da sind viel weniger Menschen und überhaupt da fühl ich mich viel geschützter!
Da ich ja schon ne gute Strecke gefahren bin, reichte es nur rüber zum kleinen Wald. Aber auch das war schön...soo ruhig (bis auf herrliche Naturgeräusche), ich fand eine kleine Wiese, machte Brotzeit, las ein wenig und sah den Zirpen zu wie sie mit ihren Hinterbeinen zirpten oder dann in hohen Bogen davon sprangen...was muss das für ne Gaudi sein!
Sehr erholsam....

Und ich habe die Praxis (aus dem Buch *Wird schon wieder?*) LASS FALLEN! weiter geübt. Mit den Worten kann ich was anfange. Mit einem salbungsvollen "Lass die Gedanken wie Wolken vorbei ziehen"- eher nicht.
Meine Gedanken haben nämlich die blöde Angewohnheit sich aufzustauen zu einem üblen Gewitter.
Also immer wenn selbstgemachter Druck aufkommt, sorgenvolle, ängstliche Gedanken oder auch Ärger oder was auch immer gerade belastet: LASS FALLEN!

einatmen.
ausatmen.
lächeln.

Montag, 14. August 2017

Das wird schon wieder ?

Oder: ein Leben mit Krankheit

Bis jetzt habe ich größtenteils gegen die Krankheit gekämpft.
Auch gegen mich.
Gegen mein So-sein-wie-ich-bin.
Es muss doch besser werden. Anders irgendwie.
Ich muss doch funktionieren. Ich will...das und jenes machen.
Einerseits habe ich natürlich Krankheiten, andererseits vermischt sich das oft mit den Symptomen der Hochsensibilität und Introversion, die ja  keine Krankheiten sind, ich mich aber deswegen oft krank bis be-hindert fühle und sich die Symptome mit Angst/Anspannung/PTBS und Depression oft mischen bis ähneln.

Nun also ein anderer Blickwinkel. Leben MIT der Krankheit. MIT meinem So-sein. Was ich lange nicht wahrhaben wollte....
dazu fand ich ein sehr hilfreiches Buch.
Aus dem Klappentext:

Das wird schon wieder? Von Toni Bernhard.
Freude finden trotz Krankheit: Toni Bernhard, selbst seit vielen Jahren chronisch krank, hat aus ihrer buddhistischen Praxis Techniken und Einsichten entwickelt, die ihr helfen, mit ihrer belastenden Situation umzugehen. Sie hat ihre Erfahrungen im Umgang mit der Krankheit aufgeschrieben und damit schon Tausenden von Menschen Inspiration und Ermutigung geschenkt. Eine der großen Lektionen des Buddhismus ist der heilsame Umgang mit Dingen, die man nicht ändern kann. Gerade von kranken Menschen wird oft erwartet, dass sie alles in ihrer Macht stehende tun, um wieder zu 'funktionieren'. Doch so sehr wir alle glauben wollen, dass wir unser Schicksal selbst in der Hand haben, gibt es Dinge, die wir nicht ändern können. Die Kunst, und darum geht es in diesem Buch, besteht darin, wie man trotzdem glücklich sein kann.

Es ist sehr angenehm zu lesen. Vor allem mit einem hohen Wiedererkennungseffekt: Die Autorin erkrankte an CFS (dem chronischen Erschöpfungssyndrom) und berichtet einerseits wie das bei ihr war/ist und wie sie damit auch mithilfe der buddhistischen Praxis umgeht. Ohne abgehoben oder zu theoretisch zu sein. Ganz nah am Leben! Ohne in Selbstmitleid zu verfallen.

Ich werde in nächster Zeit (und wahrscheinlich länger) intensiver damit arbeiten. Weil ich merke das mir das annehmen des Soseins bzw. des Zustands erstmal mehr bringt, als der Kampf dagegen. Auch wenn das nicht immer leicht ist, auch klar.

Wahrscheinlich werde ich mir noch ein weiteres ähnliches Buch zulegen aus dem man lesen kann:

Kranke, erhebt eure Häupter!
Lasst euch nicht blenden
Von den kommerziellen Zwängen
Die euch sagen wollen: Dein Leben ist im Minus!
Auch ihr seid
Ein Plus für diese Welt
Wenn ihr eure Häupter erhebt
Und euer Los mit der Würde tragt
Die jedem Menschen gilt
Nicht weil er gesund und schön
Erfolgreich und nützlich ist
Sondern weil er ein Mensch ist
Dem Gott ein Leben gegeben hat
Ein ganzes Leben
Für einen ganzen Menschen 


Das finde ich tröstlich.

Freitag, 11. August 2017

Wochenrückblick

 --jenseits von Gut....und Böse....granatenschlecht. Sowas von hinüber...
:-(


- erschrocken: ich ging zum Müllcontainer (getrennter Müll) ca. 50m, danach wieder 2 Stockwerke zu Fuß hoch und auf einmal krampften beide Oberschenkel an der Vorderseite. So heftig,  dass es 2 Tage lang weh tat. Hab viel Magnesium genommen und eine Wärmflasche draufgelegt, weil es so weh tat.
Heftig.

- geplant: WEIHNACHTEN! Mal ein wenig recherchiert was mir gefallen würde, ob ich das dann wirklich buche....
Ich hoffe, dass es mir da so gut geht, dass ich das auch umsetzen kann!

- gemacht: das erste Mal Getränke nach Hause liefern lassen. Durch eine wirklich gute Werbung (und den Lieferanten seh ich öfters und dachte auch schon dran den mal auszuprobieren) ergriff ich die Gelegenheit: ich trink ja nur Apfelsaft und selten mal gekauftes Mineralwasser hab ja einen Filter am Wasserhahn. Ansonsten halt Kaffe, Tee, selten Limo und Alk.
Da die Preise genau wie im Supermarkt sind und ich nichts schleppen muss und auch keinen Müll habe, eigentlich perfekt. Es gibt keinen festen Turnus, also einfach bestellen, wenn ich was brauch.

- gelesen: Die Welt der Lisbeth Salander. Ich war genau in der düsteren, zurückgezogenen Stimmung um die über 600 Seiten regelrecht zu verschlingen. Wobei es eher heißen müsste: Die Welt des Stieg Larsson. Denn natürlich geht es hauptsächlich um ihn: wie hat er gelebt, was machte er so, wie kam er auf die Protagonisten, was dachte er sich dabei, was hat das mit seinem Tod auf sich, ...es werden Parallelen zu seinem Leben, zu Freunden und Verwandten gezogen.
Man lernt außerdem einiges über Schweden, seine Geschichte und über die Naziproblematik. Zudem gibt es viele interessante Interviews von anderen Autoren, Journalisten, Freunden, Bekannten und natürlich seiner Freundin (mit Eva war er offiziell nicht verheiratet, was zu Streitereien bezüglich des Erbes und des Nachlasses führte).
Und dann ist da natürlich Lisbeth: Die knarzige, dürre, schweigsame, selten lachende, hochintelligente hübsche Frau (zumindest Noomi Rapace finde ich mit dem Style äußerst attraktiv). Mit ihrer Sozialallergie und ausgeprägten Beziehungsschwäche (diese Worte merk ich mir, volle Identifikation).
Leider geriet es etwas durcheinander und vieles widerholt sich.
Trptzdem für Fans der Millenium-Triologie ein MUSS.

- gemacht: zur Tafel geschleppt (allein der Gedanke da mit jemand reden zu müssen "man kennt sich halt" löste den puren Horror aus, aber da H. meinte er bringt mir wieder glutenfreie Sachen mit, musste ich wohl oder übel.)
Um dann vor Ort zu merken: er hat mich vergessen. Ich gleich: "ok dann hau ich wieder ab, mir geht es nicht gut. " Er: sehr ernster Blick (und Angebot mir was vorbei zu bringen, lehnte ich aber ab).
Ich glaube ich bin manchmal in einem sehr bedürftigen/jammerigen Teil unterwegs und werde damit nicht ernst genommen (wenn es mir schlecht geht) und ich innerlich die Botschaft trage: hilf mir!
Ich weiß wie ätzend das sein kann und auch abstoßend.

Auch dort wo ich arbeite hab ich Klartext gesprochen. Nachdem ich auch heute nicht dort antanzen kann. Die gute Frau bringt mir soviel Vertrauen entgegen und sie hat nachgefragt ob es was schlimmes sei. Nachdem ich dort nun schon seit einigen Jahren bin, dachte ich mal: ok kann sie wissen. Auch hier: Hilfsangebot und Verständnis.

- gekauft: für paar Euro nun doch einen elektrischen Milchaufschäumer (gebraucht) gekauft. Ist ganz nett, aber irgendwie nicht so besonders, wie wenn ich woanders den mit Schaum trink. Vielleicht soll es was besonderes und nicht alltägliches bleiben...

- gedacht: ich finde die Depression ist kein schwarzer Hund. Schwarze Hunde find ich toll. Eine Depression ist eher wie ein Faultier, das zentnerschwer in deinem Nacken und/oder an deinen Beinen hängt.

- gemerkt: die Korodintropfen wirken besser, als die Kapseln. In den Tropfen ist Alkohol, was die Aufnahme über die Mundschleimhaut wahrscheinlich beschleunigt und es ist Weißdornextrakt drin. Dafür schmecken sie extrem intensiv und medizinisch. Andererseits: es tut ja nicht weh und wenn es hilft: gern!
Was mir auch auffällt: teilweise friere ich dann auch sehr, es gibt leichtes  Kopfweh, aber dafür wird die Nase frei. Was so wenige Tropfen alles im Körper bewirken....

- gefreut: Kleiner Spaziergang durch den Park im dunkelgrauen Nieselregen

Aussicht:
Eine Einladung bei E. zum grillen. Mit einigen anderen Leuten. Völlig utopisch. Aber da eh viel Regen angesagt ist, wird es wohl eh verschoben.
R. fragte ob ich zur karibschen Nacht mit will, fängt auch schon um 14h an (für Renter wie uns *g*), im Liegestuhl lümmeln, Füße im aufgeschüttetem Sand vergraben, was leckeres trinken, coole Musik hören und dabei auf den Starnberger See schauen.
An und für sich schöne Idee, wenn a) ohne Leute und b) wenn es mir besser gehen würde und c) es nicht regnet...
von daher: Bett und Couch!

Donnerstag, 10. August 2017

Arbeit & ich

Ein riesengroßes Kapitel für mich, wie ja hier immer wieder zu lesen ist.
Es geht aber um den aktuellen Stand.

Bei mir ist ja schon länger im Hinterkopf einen vollen Minijob anzunehmen.
Leider ist das im Moment mehr "müssen" (also selbstgemachter Druck als wollen. Das ich jetzt die Kreislaufsache einigermaßen im Griff habe, macht das Ganze nicht einfacher weil jetzt noch mehr ein "jetzt gehts aber!" auftaucht.)
Sehr deutlich wurde mir das wieder mal in einem Alptraum, der mich des Nachts (und mit meiner alten Arbeitsstelle zu tun hatte) ereilte, nachdem ich mich tags zuvor wieder intensiv mit dem Thema Arbeit auseinander setzte.
Ich merke ja selbst wie utopisch es ist.
Leider.
Im Moment bin ich bei ca. 8 Std. im Monat. Sowie ich die Stunden aufstocke, geht es nicht mehr. Mehrmals versucht.
Es hapert hauptsächlich am oft nicht können, weil Leistung bringen und evtl. in Kontakt mit Menschen zu treten zuviel Streß auslöst. Oder an körperlicher Schwäche/Erschöpfung. Dass das um mich kümmern seelisch, wie körperlich, meinen Haushalt usw. schon all die wenige Kraft aufbraucht, die ich so habe.

Das zu akzeptieren fällt mir schwer.

Die andere Seite ist die, das ich oft denke: boah ich will mich nicht mehr versklaven lassen, ich will frei entscheiden, was ich wann und wie tue. Dieses festgetackert werden bringt mich in arge Bedrouille. Ich genieße meine absolute Freiheit und kann auch damit umgehen (also mich selber strukturieren, Beschäftigung suchen usw.).

Nun hatte ich das Glück nochmal einen kleinen Bügeljob zu ergattern. Bei mir zuhause. Besser kann es ja nicht laufen. Je nachdem wird es auch was regelmäßiges.
Am Tag davor verfluchte ich mich selbst, dass ich das angenommen habe,  weil derzeit ist es wieder eher schlimm ist. Ich fühle mich zu fragil für diese Welt, Rückzug, viel liegen müssen, aber vor allem alleine sein...ect.

Dem Namen nach dachte ich, es ist eher ein älterer Mann der mir nun seine Wäsche vorbei bringt. Vielleicht Frau kurz davor gestorben..sowas halt.
Vor mir stand dann aber ein sehr gut aussehender (in teurer Kleidung), wahnsinnig höflicher Mensch in meinem Alter, der so nebenbei was von seiner Frau erzählte.
Wir klärten alle Punkte und weg war er. Keine 5 Minuten, aber für mich ziemlicher Streß.
Spaß hat die Arbeit leider keinen gemacht, weil ich mir einen irren Druck aufbaute, dass ich das nie und nimmer gut genug für den machen werde. Der hat studiert! Der hat ein normales Leben! Und eine Beziehung! Und überhaupt!
Ich war nur noch gefühlte 10cm groß.

Ich brachte es hinter mich...

Dann kommen mir wieder diese anderen Gedanken, ich nenne es "Hippie-Gedanken", in den Sinn. Da lese ich bei den "glücklichen Arbeitslosen", oder das Manifest gegen Arbeit, Blogs über den Arbeitsfetisch oder bei altbekannten Müßiggängern.
Ich dachte immer: siehste bist doch zu faul zu arbeiten...du drückst dich!
Jetzt kam mir so langsam in den Sinn, dass ich das über solche Streitschriften und Abwertung der Lohnarbeit besser akzeptieren kann, dass ich in dem Getriebe nicht mitmachen kann. Denn natürlich ist da auch Scham, wenn auch verdeckte.
Ich kann mich dann damit besser annehmen.

Denn immer wieder (mal weniger, derzeit öfter) blitzt es ja durchaus auf: auch diesen Bereich des Lebens leben zu können!
Und so suche ich mir immer wieder kleine Nischen-Jobs. Zum Beispiel über eine App, kommen in unregelmäßigen Abständen Aufträge rein, die man machen kann oder nicht. Zum Beispiel schauen und dokumentieren ob es an besagter Stelle noch die Baustelle gibt. Oder ob die Straße wirklich für Autos gesperrt ist. Ich bin draußen, alleine und alles ist selbstbestimmt. Perfekt.
Das andere sind Test zu Brieflaufzeiten. Ich bekomme also bestimmte, adressierte  Werbung (so 3-6 Stück im Monat) und ich muss nur die Prüfnummer und den Ankunftstag in eine bestimmte Maske auf der Webseite eingeben. Gibt Punkte die man einlösen kann.

Und wenns ganz arg knirscht von: ich möchte gerne - es geht aber aufgrund Depressionen und PTBS nicht, hole ich mir Erleichterung.
Dieses Mal mit dem Buch: und, was machst du so? - eine fröhliche Streitschrift gegen den Arbeitsfetisch.
Ganz nett, ganz kurzweilig, nicht viel neues für mich: Das die Arbeit uns ausgeht und statt das wir uns darüber freuen, weil die Maschinen (und nicht die Ausländer!!!) uns die Arbeit wegnehmen, versinken wir in Panik und leider im derzeitigen System eben auch in Armut.

Also:
- Stell dir vor es geht und keiner kriegts hin! (zum Thema neues System, 30 bzw. 20 Stunden-Woche, bedingungsloses Grundeinkommen...)

- wenn Arbeit wirklich so toll wäre, würden die Reichen sie für sich behalten! Mark Twain


Mittwoch, 9. August 2017

es scheint wohl mehrere zu geben...

solcher Nadelöhrs...

ich hab zwar noch nie ein Kind auf die Welt gebracht...aber genug seelische Geburten durch gemacht...da kommen Gefühle in Wellen, durchaus schmerzhaft...wehenartig...da muss kräftig geschnauft und geheult werden vor Schmerzen...man fragt sich warum man sich sowas antut...warum das nicht leichter geht...man will nie mehr sowas mitmachen...man flucht und schreit...wandert ruhelos umher....um dann wenn es überstanden ist lächelnd erleichtert das "Baby" anschaut.

Will ich mich davor drücken...bin ich niedergedrückt und depressiv.
Manchmal dauert so eine Geburt (es geht ja hauptsächlich um Gefühle anschauen, da lassen, durchleben) nur wenige Minuten!

Wenn ich schrieb, dass ich diese ewige Psychologisierung nicht mehr will...stimmt das einerseits, klar, manchmal will ich einfach nur normal leben.
Andererseits will ich das suchen nach DER ultimativen Therapie mehr loslassen.
Eigentlich weiß ich ja was ich brauche und tun muss.

Dienstag, 8. August 2017

Durchs Nadelöhr

..so fühlte es sich an...am Wochenende die Anfangsphase und der Hauptgang, gestern und heute vormittag alles schwierig bis zäh...auch teilweise düster...die Endphase...
bin ich jetzt wieder aufgetaucht..erfrischter, ein wenig leichter und auf alle Fälle wieder mit Lust auf die Welt...
ich geh mal hinaus!

(wer weiß vielleicht hat es was mit der teilweisen Mondfinsternis zu tun gehabt...auf alle Fälle war Abschied ein Thema....vor allem ein Stück weit wieder von der Vergangenheit, von Traumatisierungen, von Schwere...auch von der Psychologie, das Buch das ich gerade so quer lese...da merke ich: es reicht. Ich mag mich nicht mehr soviel mit diesen Themen beschäftigen -derzeit-.)

Montag, 7. August 2017

Montagig

Ich fühl mich heut so montagig....
weiterhin dösig, mürrisch...bisweilen sehnsüchtig und schmusig...
da helfen nur goldige Tiervideos,
z.B. das hier:
https://www.youtube.com/watch?v=4lqZDJnOsFc

Sonntag, 6. August 2017

Einsiedlerleben

ach was gehts mir gut...

ich verweile selig in meiner Innenwelt, wechsel zwischen 3 Büchern, esse lecker, beschäftige mich mit meinen Zielen in naher Zukunft (ich bin ein paar Schritte weiter gekommen und das macht grad mega Laune!), döse, schlafe, gehe wenn überhaupt nur ganz kurz und das sehr früh morgends spazieren, schreibe, verarbeite, lasse nachwirken, sammle und erde mich...

habe mich mal nach langer Zeit wieder künstlerisch ausgedrückt und das war mehr als notwendig um zu sehen wo ich derzeit so stehe und was los ist...keinerlei Menschenkontakt...leichte Gymnastik, viel strecken und dehnen...ja regelrecht meine ganze Anspannung endlich locker lassen (uuuhh da war ne Menge in mir!), einfach nur Lust und Wohngefühl, kein Streß, kein Druck, keine Langeweile, keine Einsamkeit, kein innerer Antreiber, kein mich-anders-haben-woller....herrlich....

CUT

Anruf von Re.
ich geh nicht ran. Höre danach die Mailbox ab: sie wolle nur fragen wie es mir geht was ich so mache....
ich schreibe per SMS zurück, dass es mir gut gehe, ich aber grad nicht menschenkompatibel bin-Gruß ausm Bunker...
Sie fragt ob ich mit ihr und Ro.(die ich auch kenne) aufn Flohmarkt will.

Ich liebe ihre ausgeprägte Empathie!

Schalte das Handy aus, lausche dem prasselnden Regen und lasse den Kopf ins weiche Kissen sinken...

Freitag, 4. August 2017

Wochenrückblick

 Zur Zeit ist die innere Anspannung wieder sehr hoch. Unangenehm, ich schrecke oft auf, zittere beim Aufwachen, bin unruhig...mache daher wieder öfter progressive Muskelentspannung und der Baldrian ist mein Begleiter. Dazu wenig hektisches und viel Ruhe (möglichst auf allen Sinnen).
Außerdem bin ich nun echt mürbe, tagelang über 30 Grad und sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Ich stiere auf den Sonntag, der den Wetterwechsel bringen soll.

- gelesen:
Ich bin nicht so der Romanleser. Aber hin und wieder erwische ich ein Goldstück, dass ich nicht mehr aus der Hand legen kann. Dieses Mal war es: Zuhause von Kristof Magnusson.
Erzählt wird (in meiner geliebten) Ich-Form von einem jungen Mann dem das Leben ein wenig übel mitspielt (ja teils wird arg übertrieben, aber es ist auch humorig geschrieben, daher vollkommen ok, besser als langweilig).
Es geht um altbekannte Themen: Freundschaft, Liebe, verlassen werden, Kummer, zuviel Alkohol und um "normale Familienmenschen" (die Mutter des Erzählers konnte kein normaler Familienmensch sein (höchst sympathisch) und hat sich umgebracht.) Das ganze spielt auf Island, wo ich doch nebenbei auch das Buch von Carmen Rohrbach lese in dem sie von ihrer Zeit auf Island erzählt.
Das ganze klingt jetzt düsterer als es ist. Mir hats Spaß gemacht durch die über 300 Seiten nur so dahin zu fliegen. Und allein der Titel schon: Zuhause...da wo ich derzeit wieder am liebsten bin.

- geärgert: Eine Autofahrerin hätte mich beim Überholen fast vom Radl gefegt. Sie bog auf den selben Parkplatz wie ich ein und ich nahm mir vor sie anzusprechen (wenn auch mit zittrigen Knien und Übelkeit), leider parkte sie ein und dann wieder aus und fuhr weg. Vielleicht hat sie was gespürt...

- gewundert: eine Freundin fragte ob ich Lust hätte mit ihr und ihrem Mann auszugehen. Ich dachte an was trinken an der Bar oder so...Nunja das hätten wir auch machen können, aber an einer etwas anderen Bar...

sie dachte da eher an einen Swingerclub.
Ähm...püh...also....*hust*...ich glaub ich will nicht sehen, wie andere Menschen da ihren Spaß haben (ich kann ja so schwer vergessen und dann haste da jahrelang die Bilder im Kopf!!!)...zumal ich derzeit so gar keinen Menschen übern Weg laufen möcht...und dann bräuchte ich wenigstens einen männlichen Aufpasser an meiner Seite und völlige Unabhängigkeit was das hin/heimkommen anbelangt...
neeee...das ist nicht meins....fand ich aber stark, dass sie mich fragte ;)

- gespürt: endlich wieder normale Müdigkeit. Nicht dieses schläfrige, träge...sondern richtig müde nach getaner Arbeit eben, hab sogar mal wieder gegähnt. Kannte das gar nicht mehr :)

- wieder angefangen: Morgens aus dem Meditationsbuch zu lesen (Kraft zur Selbstfindung von Melody Meattie) ein schöner und ruhiger Start in den Tag.

- gedacht: manchmal fall ich in meine eigenen Abgründe....

- erschrocken: ein kleines Mädchen (schätze so 4 jahre alt) im Minirock. Sah einfach verboten aus. Was denken sich manche Eltern? Oder denken die nicht?

- gesehen: einen sehr goldigen Kurzfilm über die Kuh die Freunde sucht:
https://vimeo.com/209406817

- wiederentdeckt: voll gutes Gute-Launelied:
 https://www.youtube.com/watch?v=VI4ssGtfdxw

- genervt: ich lasse gerne verschiedene Playlist (Musik) bei Youtube laufen, so findet man auch immer wieder neues. Jetzt aber fast alles vollgepflastert mit Werbetrailern am Anfang. Eigentlich ein Wunder, dass die das erst jetzt machen. Trotzdem: ich will das nicht!

- gelesen:
1.Wie Kampfer das Gehirn belebt, vom Blutdrucktief zum Leistungshoch:
 http://www.uni-muenchen.de/informationen_fuer/presse/presseinformationen/2008/f-64-08.html
 "Es lässt sich aber vermuten, dass ein niedriger Blutdruck zu einer verminderten Durchblutung des Gehirns führt."
stimmt. absolut. Die Korodintropfen (eben u.a. mit Kampfer) haben eine viel belebendere Wirkung als das andere Kreislaufmittel Effortil!

2. aus dem Bereich BIOLOGISCHE PSYCHOLOGIE (ich glaube der Zweig wird arg vernachlässigt):

Psychische Symptome bei chronisch niedrigem Blutdruck
Chronisch niedriger Blutdruck (Hypotonie) ist ein wenig erforschtes kardiovaskuläres Zustandsbild. Wie unsere Arbeitsgruppe zeigen konnte, geht er neben den bekannten körperlichen Symptomen mit Leistungsminderungen u.a. in den Aufmerksamkeits-, und Gedächtnisfunktionen sowie mit emotionalen Störungen einher. Daneben fanden wir charakteristische EEG-Abweichungen und belegten erstmals, dass die Hypotonie im Widerspruch zur medizinischen Lehrmeinung zu einer erheblichen Minderdurchblutung des Gehirngewebes führt. Als pathogenetischer Faktor der Hypotonie identifizierten wir Fehlregulationen des autonomen Nervensystems, die zu einer verminderten Herzleistung führen.
http://www.psy.lmu.de/biopsychologie/forschung/forsch_schwerpunkte/nied_blutdruck/index.html
Ist das die Möglichkeit! Habe mich sehr gefreut über diese Artiekl die mir genau das bestätigen was auch ich meine: Dass niedriger Blutdruck genauso ernst genommen werden sollte wie hoher!!!

- gefreut:
1. gab 100,- von meiner Krankenkasse weil ich beim Bonussystem mitgemacht habe.
2. hab ein Kinoticket gewonnen

Aussicht: Nichts müssen. Noch mehr, als an sonstigen Wochenenden. Komatös herumlungern. Nach dem eigenen Rythmus und nicht den der inneren Uhr leben! Nur das tun was ich wirklich will, ohne inneren Antreiber und Perfektionisten.
Heute. Samstag und Sonntag.
Eigentlich hätt ich heute arbeiten müssen. Verschoben. Ich kann nicht. Viel zu kraftlos.

Donnerstag, 3. August 2017

Der Kaffe & ich

So im zarten Jugendalter (ich glaub so um die 14) probierte ich sie:
meine erste Tasse Kaffe.
Und sie schmeckte scheußlich.
Trotzdem trank ich sie immer wieder "um dazu zu gehören". Immerhin tranken Mama und meine Schweter auch welchen. Und genau deren Gunst wollte ich ja haben (hab ich seltenst erreicht).

Dann kam eine Zeit in der ich wieder auf Kakao umstieg. Morgens zum Marmeladenbrot. Um dann später in der WG literweise das schwarze Gesöff (naja nicht ganz ich gebe schon immer Milch und Zucker dazu) zu trinken. Egal zu welcher Uhrzeit. Wenn man als angehende Kinderpflegerin mit einer studierenden Sozialpädagogin wohnt, man eine offene Tür und somit viel Besuch hat, muss man nächtelang durchdiskutieren und/oder Brettspiele spielen. Außerdem waren wir jung...um die 20, wir feierten oft und ausgiebig und genoßen die Freiheit und Unabhängigkeit (endlich 18, endlich ohne Eltern, endlich ein Auto!).

Es gab Zeiten da trank ich fast nur Kaffe. Kaum Wasser. Mein armer Körper.
Eigentlich bin ich ja von Haus aus ein Nervöserl und das ganze Koffein war sicher nicht hilfreich.

Ich zog aus der WG in meine erste eigene Wohnung. Eine tolle Wohnung! Und als ich so alles eingerichtet hatte...fehlte was: Der Kaffe. Ich kaufte mir also eine Filterkaffemaschine und einen milden Kaffe und als der so durchtröpfelte war das der Inbegriff des Erwachsenen-Seins für mich:
Der selbstgemachte Kaffe in der eigenen Wohnung! Mir gehörte die Welt!

Seitdem nicht mehr ohne. Inzwischen trinke ich aber nur noch 1-2 Tassen täglich. Und auch fast nur noch koffeinfreien.
Wenn ich mehr trinken will, dann bin ich depressiv bis verletzt und brauche den warmen süß-bitteren Geschmack wohl als Trost.

Nach der Filtermaschine kam der lösliche Kaffe. Ich war in der Hochzeit eines sehr turbulenten Lebens, alles musste schnell gehen. Da ich immer mal wieder gern neues ausprobiere bzw. Abwechslung brauche, schaffte ich mir danach die French-Press an, die ich schon aus der WG kannte.
Unterwegs genoß ich immer wieder (und tue es auch heute noch) einen Latte Macchiatto aus dem Vollautomaten.
Auch die italienische Variante mit dem Espressokocher musste ich versuchen, ließ es aber bald, das war so gar nicht meins.
Es gab also wieder die French-Press.

Jetzt war mir also wieder mal nach was Neuem in Sachen Kaffe. Sollte ich doch auf einen Vollautomaten sparen?
Kapsel- und Padmaschine fallen von vornherein weg, zuviele Nachteile und schmecken tut das Ergebnis auch nicht. 
Also mal so grob im Netz gesucht und auf die Aero-Press gestoßen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Aeropress

Seit gestern in Benutzung.
Der Kaffe schmeckt mir gut. Viel milder und vollmundiger als mit der Frenchpress. Stromlos und müllfrei (bis auf den Kaffesatz und die Filter, aber letzteres ist so winzig und kann man auch mehrfach benutzen) ist ein zusätzliches Highlight.

Bleibt noch die Frage mit der Milch. Normalerweise kommt einfach ein Schluch H-Milch rein. Das mit dem Mlchschäumern hab ich auch schon durch und keine gute Lösung für mich gefunden.
Vielleicht wird es doch mal ein elektrischer Schäumer, was mir aber eher widerstrebt.
Vielleicht genieße ich den Milchschaum als was besonderes, nämlich dann, wenn ich woanders meinen Milchkaffe genieße.

Mittwoch, 2. August 2017

Die Supersensiblen

In der aktuellen GEO gibt es einen interessanten Bericht über Berührungssynästhetiker. Die also das was sie bei anderen sehen auch auf ihrer Haut spüren. Ein streicheln, ein kratzen, eine Umarmung...
Sozusagen Mitgefühl de Luxe.

Ich spüre das nicht ganz so krass, habe aber im Moment mit sowas ähnlichem wieder arge Probleme (die Ausprägung ist sehr unterschiedlich):
Ich muss nur an Spritzen, irgendwelche Unfälle, vergangene OP's denken, da zieht sich alles in meinem Unterleid zusammen und es gibt so ein seltsames kribbeln auf der Haut.
Ich ertrage kaum wenn mir jemand was über dieses Thema erzählt.
Ein Bild mit einer Infusionsnadel in der Hand recht schon aus.
Ein Film in dem sich jemand verletzt, sich selber Schmerzen zufügt oder operiert wird ist unerträglich.
Letztens sah ich es in einem Film kommen: da schlug eine Frau den Kopf einer anderen Frau an die Wand..sofort Augen und Ohren zu und trotzdem bekam ich leichtes Kopfweh.
Eine Geschichte wie (im Roman!) jemand ein Messer in den Handrücken gejagt wurde und daraufhin der Finger amputiert wurde, beschwerte mir einen tiefen Knoten der Anspannung im Bauch und schmerzverzerrtes Gesicht.

Krankenschwester wäre ein denkbar unpassender Beruf für mich. Erst recht eine auf der Intensivstation wie es eine Freundin von mir macht. RESPEKT!
Ich bin sehr froh, wenn ich um alle Ärzte und Krankenhäuser einen großen Bogen machen kann.

Ich fühle zu sehr mit.
 http://www.spektrum.de/news/echtes-mitgefuehl/877461
Sprüche wie "es ist doch nur ein Film" oder (beim Arzt) "es ist doch gleich vorbei, nur ein kleiner Pieks" helfen nicht.
In mir verdreht sich alles.

Im Moment ist es wieder so krass und ich merke auch so, dass ich wenig Schutzschicht um mich habe, dass mich vieles zu sehr berührt und zu sehr beeinflußt/beeindruckt. Was das ganze Leben außer Haus wieder anstrengender macht, weil mich (fast) jedes wehende Blatt tangiert.

Dienstag, 1. August 2017

Ein introvertierter Tag

Obwohl ich gestern erst sehr spät heim kam, saß ich heute morgen um kurz nach 6h in der Walachei. Vor mir Wiese, hinter mir Wald, der Rest voller Maispflanzen. Hüpfende Rehe, fressende Reiher. Sonnenaufgang. Leichter Wind.
Leider war es nicht so ruhig wie ich das früher so erlebte (die neu gebaute Straße ist definitiv da zu nah *heul*).
Trotzdem genoß ich es. Mich erden. Ruhig werden. Und still.
Ich fühl mich heute so selig wie die gute Sofalheldin (drüber bei Lazy und Lovely auf dem Foto schaut) :-)
Und die Akzeptanz über die sie schreibt, hab ich heute zu 100% in mir.
Bin quasi gut aufgeladen.

Nach dem Morgenausflug nahm ich mir ausnahmsweise mal verbotenes Zeug vom Bäcker mit. Leckeres Frühstück.
Danach entspannender Komaschlaf (den fehlenden Rest von heute nacht aufgeholt).
Als ich wieder fit war, rauf aufs Radl, rüber zur Bank und dann noch ne Stunde am See liegen und 2x im selbigen schwimmen.

Jetzt reichts mit Menschen und draußen sein.
Es wird so friedlich in mir, wenn ich mich damit annehmen kann.
Jetzt brauch ich ein Buch, wo ich meine Nase reinstecke.
Und meine Couch.
Im übrigen eine neue. Viel größer, viel stabiler und schöner als die alte.
Noch sitze ich etwas steif drauf...so neu...ist das wirklich meine? Darf ich drauf entspannen? Mich rumfläzen? Ich muss mich erst einsitzen sozusagen. Aber das...mach ich doch gerne.

einatmen.
ausatmen.
lächeln.
alles gut.

Montag, 31. Juli 2017

Wörter

Wörter sind oft meine Pflaster.
Wenn ich etwas lese, dass ich genauso erlebe oder fühle, es aber anders benannte oder nicht ausdrücken konnte, dann ist das so erleichternd.
Worte haben Kraft.

Nun erging es mir wieder so. Ich las in dem Buch "Autonomietraining" und da stand etwas von Selbstregulation.
Alle Menschen versuchen Wohlbefinden und Sicherheit herzustellen, mal bewußt, mal unbewußt. Mal so, dass es für kurze Zeit gut tut, auf lange Sicht aber nicht (z.B. Drogen). Manche Menschen können das nicht und wollen, dass das andere Menschen für sie erledigen, werden jammerig, manipulativ, aggressiv...
Selbstregulation heißt nichts anderes als Ausgleich schaffen: nach dem Streß im Job in die Wanne legen und wieder entspannen, bei Hunger etwas Essen...aber auch in weiteren Bereichen: sich seiner Unzufriedenheit der Wohnsituation bewußt zu werden und aktiv etwas dagegen tun.
Oder sich sportliche Ziele setzen und diese verfolgen, weil es einem gut tut und Spaß macht.

Selbstregulation ist nur ein anderes Wort für Selbstfürsorge.
Oder eben auch Selbstverantwortung.
Wer eine gute Selbstregulation besitzt, hat meist auch eine hohe Eigenkompetenz. Also das Gewühl und/oder das Wissen, dass man seine Probleme durch eigenes Verhalten lösen kann (selbst wenn man erkennt, dass man alleine aus dem Schlamassel nicht mehr rauskommt und sich Hilfe holt, handelt derjenige aktiv und kümmert sich um sich selbst!)
Eine gute Psychotherapie arbeitet genau an dem Punkt).

Wer keine gute Selbstregulation besitzt verfällt oft in Passivität und Resignation (lässt sich gehen, verwahrlost, verfällt in Süchte, sind immer die anderen Schuld, kann/will nichts an der Situation ändern, redet viel-macht aber nichts...ect.)

Ich arbeite schon sehr lange an meiner Selbstregulation. Mir Situationen/Umgebungen zu schaffen, in denen ich mich wohl fühle, fällt mir oft schwer.
Das größte Hindernis daran ist, eine alte Meinung, dass ich mich ja gar nicht gut und wohl fühlen darf.
Die ersten Schritte zu einer guten Selbstfürsorge lernte ich ganz pragmatisch, als ein verlängertes Wochenende mit Feiertagen vor der Tür stand (ich glaube es war Ostern). Ich hatte Angst vor Einsamkeit und Langeweile. Dachte es bleibt mir nur das übrig was ich kannte: es irgendwie überstehen. Qualvoll. Ohne Genuß. Und erst recht ohne Spaß. Hoffen dass "es" schnell vorbei ist. Ich hatte nur ein Bild im Kopf wie "man" Ostern zu verbringen hatte: Entweder wegfahren oder Familie besuchen ect...was der Großteil (vermeintlich?) so macht. ich aber nicht konnte oder wollte.
Das ich selbst schauen könnte, wie ich mein Ostern denn gestalten könnte, fiel mir gar nicht ein.
Meine Therapeutin und ich erstellten einen Plan.
Erstmal ganz allgemein: Was könnte mir Spaß machen? Was will ich machen?
Dann konkreter: Was kann/möchte ich machen? Und was brauche ich dazu (also inkl. Einkaufszettel schreiben, jemand anrufen, was organisieren, buchen, planen...). Wichtig war dabei: es muss nicht dieser Plan ganz genau nach Schema abgearbeitet werden. Es durfte jederzeit Planänderung geben, je nachdem wie ich mich fühlte oder was ich wollte...

Als ich dieses Werkzeug öfters anwendete und auch danach handelte, fühlte ich mich großartig! Welch Kraft so eine Eigenkompetenz doch hat. Und wieviel Kraft sie einem geben kann!

Was braucht es, damit ich mein Leben genießen kann?

Zuoft noch ziehe ich Menschen in mein Leben die sehr resigniert und passiv sind. Nicht aus dem Teig kommen. Viel jammern, nichts machen.
(Ich möchte das nicht verurteilen, ich hing auch lange in diesen Seilen fest. Ich sag nur: erlernte Hilflosigkeit.  Und es ist auch ein Unterschied ob es ein kranker oder gesunder Mensch ist!)
Dann springe ich rein, will denjenigen retten. Habe Ideen was und wie er es ändern könnte, aber meist versuche ich das für denjenigen zu machen (hallo Coabhängigkeit) und vergesse wieder mich um mein eigenes Selbst zu kümmern.

Jedenfalls wenn ich dann aufwache und  sage: mensch was machst du denn da schon wieder, derjenige könnte all die Sachen doch selbst machen, verschleudere nicht deine Kraft an Menschen die nur passiv rumhängen und nichts ändern (wollen?)...
Wenn ich dann aufhöre...und mich meist auch aus solchen Kontakten rausziehe, spüre ich wieder die Kraft. Meine Lebenskraft. Meine gute Laune. Meine Kompetenz. Und dann kümmere ich mich wieder um mein Leben (was nicht heißt, dass ich nicht gerne jemanden helfe, der a) darum fragt und b) es wirklich braucht).

Samstag, 29. Juli 2017

Erstes Ergebnis

Nachdem ich heute definitiv zu lange geschlafen habe (war aber auch zu schön sich nochmal umzudrehen ;-) )
merkte ich schn beim aufstehen: matt, küddelig im Kopf...Blutdruck im Keller.
Normalerweise gehe ich dann wieder ins Bett (och noch zu müde).
Was das ganze nur verschlimmert....
Heute also gleich die Korodin-tropfen probiert und nach ca.20 mins kamen spürbar die Lebensgeister.
Was ich gleich nutzte um mich aufs Radl zu schwingen...
so dass ich endlich nicht mehr mein halbes Leben verpenn.

Danach Wäsche, Einkauf, Küche sauber machen,  essen....
und jetzt kommt der gemütliche Teil: Couch, Buch, Tiramisueis (!)
ohne Matschbirne und ohne Gefühl gleich zusammen zu krachen.
Ich freu mich sehr darüber!

Ich glaub ich hab es schonmal gepostet,
mein heutiges Lieblingslied (und auch sonst hin und wieder wenn ich in der Stimmung bin):
https://www.youtube.com/watch?v=D7os9V-n7rs&spfreload=5

Macht meine Seele so schön weit, berührt mich immer wieder und hat für mich was tröstliches.
Wie wenn mein inneres Kind von der Mama gehalten, gestreichelt und sanft mit dem Lied "besungen" wird.
Was es alles real nicht gab.
Aber jetzt...jetzt darf es das alles geben!

Freitag, 28. Juli 2017

Wochenrückblick

-- eine gute Woche, ich war fit und wach und gut gelaunt!--

- das lag eindeutig am besseren Blutdruck. Heute war Besprechung der 24-Std.-Messung. Solche Werte sieht er nur noch selten, meint der Doc...meist kommen ja die mit Bluthochdruck daher...ja dachte ich mir so...die mit niedrigem Blutdruck hocken nämlich "gerne" beim Psychologen/Therapeuten und lassen sich wegen Depressionen behandeln. Ich mag da jetzt nicht all meine Symptome und Schwierigkeiten dem niedrigen Blutdruck ankreiden...aber er spielt schon sehr mit rein. Bin ich aufgrund von niedrigem Blutdruck eh schon matt, kommen Selbstzweifel, Über/Unterforderung dazu, ein Trigger...wirds schnell ganz schwarz...

Diese Woche und auch bei der Messung war er im Durchschnitt so um die 110 zu 63. Nachts auch völlig normale Werte (und so fühlte ich mich auch: normal! Lebensfähig!)
Ich habe mich ja sehr lange nicht gespürt, weder seelisch noch körperlich, habe mich selbst lange vernachlässigt. Und mit dieser Messung kam ein neues Puzzlestück dazu: ah so fühle ich mich wenn der Blutdruck normal ist und so wenn er niedrig ist und so wenn der Puls zu hoch ist.
Sehr hilfreich! Weil eben NICHT alles psychisch ist.
Und gelohnt hat sich das ganze sowieso, weil ich noch ne Packung Korodin-tropfen gratis mitbekam, die wollt ich mir eh noch kaufen ;)
Außerdem gelernt: was der Pulsdruck ist und das auch der wichtig ist

- gelacht: hierbei: https://pippinbarr.github.io/itisasifyouweredoingwork/
Dir ist langweilig? Du willst Arbeit/Büro spielen, dann tu das ;)

- gesehen: einen ganz liebenswerten Film über eine kleine Familie deren Frau an einer Angststörung und Depression erkrankt. Mit einer gewissen komischen Tragik gelang es allen Beteiligten Einblicke in die Gedanken und Gefühle der Erkrankten, aber auch die der Angehörigen zu zeigen, ohne ins allzu Schwere nieder drückende zu geraten . Atmosphärisch und sanft gleitet man mit durch den Film.
Die Regisseurin machte auch den Film *Hotel very welcome* (welcher mit zu meinen Lieblingsfilmen zählt)  der genauso einen feinen Humor und Komik zeigt. Mehr davon!
wer ihn auch seheh will. In der Mediathek:
https://www.zdf.de/filme/das-kleine-fernsehspiel/hedi-schneider-steckt-fest-100.html

-Schreck: Mein Pc machte ein neues Geräusch und dazu wurde er unfassbar langsam. Also wurde er erstmal auseinander geschraubt und von vielem Staub befreit. Das Geräusch war weg. Die Langsamkeit blieb. Dazu kamen Abstürze vom Betriebssystem. Oh nein. Nachdem aber nachgefragt wurde, ob man einen Bericht senden möchte, hab ich das mindestens 3x getan und am 2. Tag lief alles wieder flott und geschmiert. Puuuh.

- geschafft: die ersten 150 Kilometer mit dem neuen Rad sind drauf. Ich bin weiterhin sehr zufrieden damit. Nur ein Gang hängt immer, das werd ich beim nächsten Check-up mal ansprechen.

- gegessen: wieder mehr das was ich wirklich will. Ich hatte keine Muse und anscheinend zuwenig Interesse mir gutes zu tun, dass ich nicht wirklich schaute was ich essen will, sondern hab widerwillig halt irgendwas gegessen. Ergebnis: Es kam Ekel vor dem Essen. Kein Wunder. Also mich gefragt WAS will ich essen. Dieses mich selbst ignorieren ist ein altes Muster. Einfach machen und nicht schauen was man wirklich will und fühlt.
Hab jetzt wieder mehr Lust und Spaß am Essen.

- halluziniert: oder sowas in der Art...jedenfalls hat es mich sehr erschreckt. Ich schlief Mittags ein wenig und beim aufwachen, noch halb im Schlaf, öffnete ich die Augen und sah eine seltsame braune doch recht große Spinne in den Spalt zwischen Fensterbrett und Mauer krabbeln. OH NEIN! Spinne an und für sich ist ja schon stressig für mich, neben dem Bett aber echt der Horror.
Kurz stocksteif mit Herzrasen liegen geblieben und dann den Spalt inspiziert und überlegt wie ich das Vieh da jetzt raus und weg und tot und überhaupt kriege.
Nur...
da war kein Spalt.
Ähm...ja....ok....*kopfkratz*
....auch recht....

- gebastelt:
nachdem ich nun mehr Ohrstecker (sieht einfach mit kurzen Haaren sehr chic aus) habe und die immer wild im Kästchen umherflogen, einfach eine Schatulle selbst gebastelt:

Man nehme Verpackungsmaterial (nein das ist kein Klopapier):
 eine leere Schachtel (ich habe die schon sehr lange und immer wenn ich dachte ich schmeiß die jetzt mal weg, hielt mich was ab und tief in meinem Unterbewußtsein wußte ich: Die brauch ich nochmal.....):

- einen schönen Stoff. ich hatte noch schwarzen Satin

 dann rollt man erst das Verpackungsmaterial zusammen, dann den Stoff drumherum, klebt das leicht am Boden der Schachtel fest und steckt in die Zwischenspalten Ringe, Ohrstecke....:

- noch von der Fotoausstellung (Keetman) in München, las ich (klick aufs Bild dann wirds größer):


 und dachte: 3 Tage frei, in denen er in seinem Berufsleben tun konnte was er wollte...nur DREI???
Schrecklich... Ich merk ich brauch einfach die lange Leine...die sehr lange Leine...

- heute hätte ich eigentlich arbeiten sollen und hab mich auch drauf gefreut, wurde aber abgesagt bzw. auf nächste Woche verschoben...schade.

-Aussicht: Der Sommer soll zurück kommen und ich hab richtig Lust das Wetter auch draußen aktiv zu genießen. Ich bin gespannt :)

Mittwoch, 26. Juli 2017

Kurzer Zwischenbericht

Von Montag auf Dienstag ein 24 Stunden-Gerät zum Blutdruck messen umgehabt.
Beim Testmessen noch in der Praxis, mir war mal wieder schwindelig und übel erfuhr ich, dass mein Blutdruck bei 140 zu nochwas war.
Puls raste...leichtes Kopfweh.
Och?
Habs ich wohl mit der Hypotonie-Behandlung bissl übertrieben? :)
Na gut, jetzt weiß ich erstmal was los ist (wenn ich mich SO fühle).
Bin allerdings sehr gespannt auf die Gesamtauswertung. Blöder-oder guterweise ging es mir an dem Tag super: Fit und wach.
Andererseits die niedrigen Werte und wenn ich so müde bin, kenn ich ja schon zur Genüge.

Jedenfalls hab ich in den letzten Monaten vor Hitze und anderem Trala den Sport sehr vernachlässigt. Und so wie es aussieht bin ich eine, die den wirklich sehr seeeehr SEHR braucht, um sich körperlich und psychisch wohl zu fühlen.
Vor allem zum Streßabbau. Mit Blutgruppe 0 zähl ich eh zu den "Jägern".

Heute morgen gleich wieder gestartet und eine große Parkrunde spazieren gewesen. Überlege mir ein weiteres Fitnessgerät für zuhause anzuschaffen. Da kann ich immer trainieren, egal wie das Wetter aussieht oder die Sozialphobie blüht.

Und auf jeden Fall erstmal ein Schreibheft besorgen und da sportliche Aktivitäten eintragen, um einen besseren Überblick zu bekommen.

Aktion: Leben in Aktion ist gestartet :-)

Montag, 24. Juli 2017

Morgengedanken

Gestern mit (fast) nichts anderem beschäftigt, außer einem Buch.
Diese Ruhe! Diese Konzentration! Ein Traum!
Statt der hibbeligen Verzettelung und Ablenkung.
Ich weiß Achtsamkeit ist in aller Munde...

Heute morgen dann:
Wenn ich mehr den inneren Druck rausnehme, was besonders zu sein/zu machen/leisten zu müssen =  mehr Kraft und Zufriedenheit.

Mal sehen, ob ich das heute auch beachten kann....

Samstag, 22. Juli 2017

Die 5 Phasen

Frau Kübler-Ross erkannte in ihrer Hospizarbeit, dass es 5 Phasen des Trauerns gibt.
Diese erlebt man im übrigen auf jeglichen Verlust, sei es Beziehung oder Job ect. Nicht unbedingt in der Reihenfolge und selten nur einmal. Meist dreht man mehrere Schlaufen.



Ich merke, dass ich diese Phasen auch immer wieder durchlebe bezügl. Depression/PTBS:

Phase 1: Das Leugnen:
War "sehr schön" ersichtlich als vor 4 Jahren mein Rentenbescheid kam. In dem stand dass ich ab nun eine volle Erwerbsunfähigkeitsrente beziehen werde. Mit 33 Jahren. Ich denke heute noch teilweise, dass die sich vertan haben. Unterlagen vertauscht. Oder so.
Dass irgendwann mal ein Brief kommt: oh entschuldigung wir haben uns da vertan. Zumal ich eine recht hohe Rente bekomme, dafür, dass mein Lebenslauf immer wieder länger von Krankheitsphasen unterbrochen wurde und wenn ich gearbeitet hatte, dann relativ selten in Vollzeit.
Ich wollte tatsächlich Widerspruch einlegen.
Meine Therapeutin konnte mich überzeugen, es nicht zu tun.

Phase 2: Der Zorn: 
Überkommt mich meist dann, wenn ich etwas nicht schaffe, was ich gerne machen möchte: Eine Verabredung einhalten, zum Vorstellungsgespräch gehen, einen Ausflug machen...
Gepaart mit Verzweiflung: warum? Wieso? Was muss ich noch ändern an mir, damit das klappt...?

Phase 3: Das Verhandeln:
Hier verstricke ich mich sehr oft: wenn ich nur genug Eisen, Magnesium (ect.) zu mir nehme und das und jenes mache (bzw. nicht) dann geht es mir für immer gut! Hat eher so den Charakter von: wenn ich brav bin kommt der Weihnachtsmann vorbei.
Ich verurteile das nicht. Man greift nach sehr vielen Strohhalmen, wenn es einem schlecht geht.

Phase 4: Die Depression:
Äh...ja. Depressiv von der Depression? Ach neee...
Hängt mit der Verzweiflung und dem Zorn zusammen. Ich habe wahnsinnig angst mich gehen zu lassen. Angst, dass ich verwahrlose, nichts mehr schaffe...deswegen vermeide ich auch eher diese Phase und räume trotzdem viel auf, putze und koche, obwohl ich schon kurz vorm zusammenbrechen bin. Ich habe eine sehr gut funktionierende Maske, sodass ich immer wieder drauf angesprochen werde, wie gut ich aussehe, wie das blühende Leben und ja noch "funktioniere" (hier meist unterschiedliche Wortwahl).
Wenn ich mal lache und nen Scherz mache, heißt es gleich: "oh dir geht es heute gut?"
Merke: Als depressiver musst du ungepflegt und in kaputten Klamotten herum laufen und nie ein freundliches Gesicht machen! Schon gar nicht lachen! Strengstens verboten!

Phase 5: Die Akzeptanz:
In der wird mir klar: Hör ma, die haben dich nicht wegen Husten in die EU-Rente geschickt. Schwerbehindertenausweis mit 50 Grad lag auch nicht einfach so in deinem Briefkasten...
Aufhören zu kämpfen.
Was nicht aufgeben heißt.
Sondern die Energie aus dem Widerstand nehmen und für sich nutzen.
Für ein lebenswertes Leben mit der Krankheit.

Schwindel

Jetzt weiß ich woher der Schwindel kommt.
Erst war ja das Elontril in Verdacht.
Dann das Effortil (Kreislauftabletten).
Doch heut beim radeln wurds mir klar: mir wird immer schwindlig in Streßsituationen oder eben wenn es anstrengend wird (radeln, Treppen steigen).
Mein Körper hat sich schon was dabei gedacht, mir die Nase immer "zu" zu machen.
Weil ich zuviel atme. Bei Anstrengung und bei Streß.
Jetzt hab ich ja dank des Nasenpflasters eine freie Nase und peng komm ich in die Hyperventilation.

Das war auch gestern gut zu beobachten: S-Bahn: Schwindel. Viele Menschen/Eindrücke: Schwindel. Hitze: erst recht Schwindel...Ging ich locker an der Isar/in ruhigen Straßen: kein Problem...es ging ja den ganzen Tag hin und her.
Allerdings sehr beunruhigend wie vieles mich streßt. Ich übergeh das ja gerne und tu so, als ob mir all das nichts ausmacht. Auch weil ich Angst habe mich total einschränken zu müssen. Ginge Bahn fahren nicht, wäre mein Bewegungsraum sehr eingeschränkt.

Sehr interessant.
Also gibts nicht mehr täglich Pflaster.
Und möglichst viel Entspannung...

Freitag, 21. Juli 2017

Wochenrückblick

-- psychisch wieder etwas fitter und geordneter, körperlich weiterhin sehr wackelig bis schlecht. Vor allem der Schwindel ist teilweise übel.--

- verschoben: manchmal sind mir Dinge zu viel. Zu belastend. Zu schwer. Zu aufregend. Die kann ich dann erst mit Abstand und nach einer gewissen Beruhigung ansehen. So auch mit dem G20-Gipfel. Erst jetzt sah ich mir an, was da abging. Auch Berichte im SPIEGEL (derzeit kostenloses Abo) las ich dazu.

- gesehen: Früh morgens neben dem Volksfestplatz. Ein schönes Rad. Ohne Schloß. Ja ich muss zugeben, dass ich 10 sec. lang überlegt habe. Mir fiel dann aber ein: 1. fremde Sachen einfach nehmen, das macht man nicht. Und 2. wie würde ich mich fühlen wenn mein Radl geklaut wird? (Schrecklich!).

- geschlafen: wieder besser dank Nasenpflaster. Ich hab die ja schonmal probiert, dann aber wieder irgendwie vergessen. Jetzt kommt jeden Abend eins drauf. Ich bekomm besser Luft und das bleibt auch meist tagsüber so.

- kapiert: warum ich mich manchmal nach dem Frühstück wieder hinlegen muss, obwohl ich verträgliche Sachen esse: Das Blut wird im Verdauungstrakt gebraucht und nicht im Hirn. Zuwenig Blut im Hirn = Müdigkeit/Benommenheit. Dasselbe zu Mittag. Überhaupt habe ich das Gefühl, dass wenn der Blutdruck über längere Zeit so niedrig ist und lange zuwenig Blut im Hirn ist, dass es meine extreme Reizoffenheit und Ängste verstärkt. Das Blut fehlt zur Reizverarbeitung!
Deswegen tun mir gerade sehr ruhige Dinge gut, wo meine Aufmerksamkeit bei einem Thema bleibt (Buch lesen!), das Gewusel in der Stadt und die Fahrt mit der Bahn verstärkten noch den Schwindel...

-gelesen: Die Gastartikel zum Thema Depression gefallen mir sehr, ganz besonders der hier, weil ich mich dain so sehr widerfinde...
 https://derkleinegemischtwarenladen.wordpress.com/2017/07/16/depressionenen-gastartikel-von-lieselotte-luft/


- genervt: Drohnen. Da muss definitif eine klare Gesetzteslage her. Letztens der Nachbar spielte mit seinen Kindern und der Drohne. Die flog immer so hoch wie meine Wohnung ist. Auf meinem Balkon will ich aber ungestört sein...hat der die Kamera an? Es macht mich sehr unsicher.
Ebenso letztens am Friedhof, weit und breit kein Mensch. Aber Drohne. Hallo gehts noch?
Ebenso am See. Der Herr hatte ebenfalls dieses Spielzeug, das zudem auch noch sehr laut war. Sonst waren fast keine Menschen da, zauberhafte Natur und dann der Depp. Zum Glück zog er nach 15 mins wieder ab. Man ej.

- gesehen:
1.auch Tetrisblöcke können sich verlieben:
https://www.langweiledich.net/die-liebesgeschichte-zweier-tetris-bloecke/
2. konditionierter Hund:
 https://www.langweiledich.net/leckerli-automat-fuer-den-smarten-hund/
3. konditionierte Katzen:
http://www.schleckysilberstein.com/2017/07/konditionierte-katzen-gib-uns-essen-alter/

- gemacht: Termin in München tat gut. Mal wieder raus kommen nach der tagelangen Vergrabung. Allerdings dank Kreislaufproblemen auch nicht so der Hit. Sogar 2x in München gewesen, inkl. Brotzeit an der Isar, Spaziergang im Schatten, Besuch einer Fotoausstellung in einem mir eher unbekannten Stadtviertel, dabei einen wunderschönen Dom gefunden...ich liebe so Zeiten wo ich ganz bei mir bin und was schönes machen kann....

- gelesen: die Biografie von Thoreau macht Spaß

- gedacht: wie wäre es mal, wenn du öfters denkst: das ist genau das Leben das ich wollte?
Anstatt ständig gegen mich und die derzeitige Situation zu sein...(zum gestrigen Post)

- überwunden: obwohl derzeit so wackelig und daher auch sehr angespannt, trotzdem die neue Zahnärztin (der alte ging in Rente) ausprobiert. Wollt schon wieder vom Stuhl hopsen, weil pure Angst. Dachte mir aber, dass es dann nur wieder schlimmer wird. War auch nur Kontrolle.
Ja könnte klappen mit der Frau. Einfühlsam aber nicht zu weichgespült, normal freundlich und tatsächlich interessant. Obwohl ich ja schon viel mit meinen Zähnen machen musste und da Erfahrung habe, wieder was gelernt.
An den Zähnen ist auch alles ok. Danach fix und fertig, durchgeschwitzt und nur noch heim.

Aussicht: wie jedes Wochenende: Termin-und planfrei, möchte aber gern eine Radlrunde zum See und dort schwimmen, ohne danach lang in der Sonne zu schmoren.

Donnerstag, 20. Juli 2017

Erschüttert

Gestern las ich einen Artikel über Körperakzeptanz.
Also seinen Körper so annehmen wie er nunmal ist: dick, dünn, mit Cellulite verziert, zu große zu kleine Oberweite, zu dünne zu dicke Haare, zu schiefe Nase, falsche Augenfarbe, Senkfuß, unreine Haut...

In diesem Artikel wurde (u.a.) eine etwas fülligere Frau vorgestellt, die soviel aufschob was sie gerne machen würde, weil sie meinte dass sie das alles erst machen könne WENN sie schlank sei.
Irgendwie hatte sie aber da die Schnauze voll und meldete sich trotz Übergewicht zum Tauchkurs an. Sie hatte SO ANGST, dass ihr der Neoprenanzug nicht passen könnte.
Der schlaksige Tauchlehrer, machte aber keinen Kommentar zu ihrem Gewicht, sondern gab ihr ganz selbstverständlich den Neoprenanzug in ihrer Größe, der paßte, sie konnte tauchen und war überglücklich.
Seitdem ist das Wort Diät aus ihrem Wortschatz gestrichen.

Erst wollte ich den Artikel gar nicht lesen, weil: wenig Interesse, ich mag meinen Körper eh so wie er ist, fast keine Probleme damit.
Aber es war dann doch interessant, weil halt ständig überall suggeriert wird: so wie du bist, ist das ja unmöglich! Färbe dir gefälligst die Haare, verlänger dir die Wimpern, mach Sport, rasier dir fast alles an deinem Körper, schmier dir sündhaft teures Zeug ins Gesicht und überhaupt...Bodyforming!

Also gut, mit all dem hab ich wenig zu tun.
Da ich es aber heute mal wieder in die Natur mit fast ohne Menschen geschafft hab (überlebenswichtig für mich!) dachte ich so nach..über dies und das...und dann:
BOAH! Ne ich hab kein Problem mit meinem äußerlichen Körper.
Aber mit meinem innerlichen "Körper", meiner Seele hab ich Probleme. Da doktore ich genauso rum, wie manch andere mit ihrem Körper. Da will ich die Erschöpfung nicht haben und die Hochsensibilität schon gar nicht und manchmal nervt die Introvertiertheit auch so sehr!
Und siehe da: auch hier wird uns ständig suggeriert: mach was tolles, was aufregendes! Werd bloß kein Stubenhocker! Sei immer flexibel und der totale Teamplayer und hab dich nicht so wenn den ganzen Tag der Hausmeister mit seinem lauten Rasenmäher rumkurvt, es heiß ist wie in der Wüste und überhaupt...

SEI auf gar keinen Fall so wie du bist!

Ich weiß, diese Erkenntnis hab ich nicht zum ersten Mal.
Ich dreh halt Runde um Runde, um es immer wieder neu zu entdecken:
Kämpfe gegen mich selbst, erschöpfe, akzeptiere...fange wieder von vorne an...
Menno.
Ich brauch jetzt erstmal großen Frustkuchen, mit viel Sahne und Milchkaffee!!!

Mittwoch, 19. Juli 2017

Lesenswert

Ich habe zwar keine Autoimmungkrankheit (zumindest nicht wissentlich) aber ich konnte all das bestätigen.
Zumal die gifs dazu echt passend sind.

 http://www.wolfsmadchen.de/11-probleme-die-nur-menschen-mit-einer-autoimmunkrankheit-kennen/

auch das kenne ich zur genüge:
 http://www.wolfsmadchen.de/autoimminerkrankung-was-machst-du-eigentlich-den-ganzen-tag/

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Sonst so?
Starker Schwindel begleitet mich heute "netterweise".
Das kenne ich (zum Glück!) gar nicht.
Am besten ist liegen und keine Reize. Nur dann wird mir so arg langweilig....
Bewege mich heute schon extremst langsam (so gehts am besten) und den Hals steif als ob ich ne Halskrause trag.
Demnach war Tafel-Besuch natürlich mehr als suboptimal.
Habe mich daher "unmöglich" benomen. Nach einem Stuhl gefragt und mich sogar vorgedrängelt, nachdem ich sah dass ich von Bäcker und den Milchprodukten nichts wollte, gleich vor zu Fleisch und Eier und bissl Gemüse/Obst. Normalerweise geht ja alles der Reihe nach durch. Aber mei...
Heute ist so ein Ausnahmetag wo ich mir Essen liefern lasse. Wo gar nichts mehr geht. Jetzt freu ich mich auf indisches Lamm und fettes Eis hinterher.
Ich vermute es kommt nicht nur vom Wetter/Kreislauf, sondern vom Elontril (2.Tag Einnahme). So krass, jedes Mal reagier ich anders drauf, mal super, mal aggressiv und heute eben Schwindel. Ich glaub ich lasse es endgültig...schade.
Und bete, dass es morgen wieder besser ist.

Montag, 17. Juli 2017

Was brauche ich?

Kümmern Sie sich um sich selbst. Fragen Sie sich was Sie brauchen. Mindestens 1x täglich. In einer Krise auch mal stündlich.
(frei wiedergegeben aus "Die Sucht gebraucht zu werden").
Hinsetzen. Hinspüren. Und erst was machen, wenn man genau gespürt hat was man jetzt will und braucht. Nicht hektisch in Aktionismus verfallen.

Was brauche ich?
Menschen? Wenn ja welche? Alleine sein? Wasser oder Tee? Stille oder Musik? Tanzen oder meditieren? Wärme? Aufräumen oder kreatives Chaos? Eine Dusche? Eine Massage? Ein Buch?
...

wieder bei mir ankommen.
Spüren was ich will.
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Und sonst so?
Gestern nun noch auf dem Volksfest gewesen. Ich blieb bei meinem Kompromiss: nur kurz. Immer wieder interessant, so wie ich mir völlig klar und sicher bin, gibts keine dümmen Sprüche. Wie, du trinkst nur Spezi? Wie du gehst schon wieder...? Nichts. Sehr schön.
Ich wollte ja E. nur kurz sehen. Der traf sich noch mit anderen Freunden, so saßen wir zu 6. am Tisch. Zum Glück in der Ecke. War eh schon sozialer Streß hoch fünf für mich.
Das eine Pärchen lädt E. oft zum grillen ein und E. erzählte von mir so dass die meinten ich könne gern mal mit vorbei kommen. Jetzt sah ich die zum ersten Mal also und wenn mich mein 1.Eindruck nicht täuscht ist ER ein großes Arschloch. SIE Typ lächeln und drüber hinweg sehen. Dazu hatte er die eine Maß Bier recht schnell weg. Jedenfalls sprach er mich gleich schräg an. Sehr direkte bis indiskrete Fragen. Ich stutzte kurz, daraufhin meinte E. zu mir besänftigend: "denk dir nix der ist immer so direkt."
Ah das hab ich ja gefressen. Wenn sich jemand schlecht benimmt den dann auch noch in Schutz nehmen. Außerdem steh ich dann unter doppelten Druck.
Ich bin aber nicht mehr für die gute Stimmung am Tisch verantwortlich und wurde wortkarg. Kurze knappe Antwort, keine Gegenfrage/Interesse zeigen, selten Blickkontakt.
Da geh ich gern mal zum grillen vorbei ^^.
Mit dem mag ich mich anlegen, so nem Volldeppen ;) da kenn ich nix (in der richtigen Laune) und wenn ich vorher drauf vorbereitet bin, dass Schlagfertigkeit gebraucht wird, gehts auch leichter.

Danach nochmal überzogene Schokotrauben gegönnt, daheim ausgeruht und 1,5 Std. später nochmal hin (sind keine 200m von mir) diesmal alleine und fern der Massen, um mir das Feuerwerk zum Abschluß anzusehen. So ein inzeniertes hat schon was, als das chaotische rumgeballere an Silvester.

Samstag, 15. Juli 2017

So ist das

Rief mich heute ein Freund an, ob ich mit aufs Volksfest geh so gegen 18h.
Buähh...das ist ja so gar nicht meins (weiß er auch) und schon gar nicht Samstagabend bei dem guten Wetter.
Früher gab es nur: Ich gehe nicht hin oder ich gehe hin und bleibe stundenlang ohne jeglichen Grenzen.
Zum Glück fiel mir ein: es gibt Kompromisse: ich gehe hin, bleibe aber nur kurz (andere Freunde von ihm wären auch dazu gekommen) und auf keinen Fall geh ich ins Bierzelt.
Das fühlte sich klar, stimmig und kraftvoll an.
Ich fühlte mich gewappnet. Weil ich selbst entschied und auf meine Bedürfnisse acht gab, aber auch dem anderen entgegen kam.
Leider funktionierte es dann von ihm aus doch nicht.

Hmmm. Schade. Jetzt bin ich in Ausgehlaune. Also noch paar Leute angerufen. Alle haben schon was vor.
Watn Pech aber auch.
Naja ich mache das Beste draus: Mache endlich mal wieder paar Dinge die ich schon wieder ewig vor mir her schiebe (das ist das gute am Elontril, man nimmt mehr konkret Dinge in Angriff).

Schönen Abend!

Nachtrag: A. rief zurück und wir konnten noch einen schönen langen Abendspaziergang machen. DAS liegt mir wesentlich mehr, als ein trubeliges Volksfest ;)

Freitag, 14. Juli 2017

Wochenrückblick

 --brauchte immer noch extrem viel Schlaf, spüre aber langsam wieder das Bedürfnis in die Welt hinaus zu gehen...

- gesehen:
http://www.ardmediathek.de/tv/DoX-Der-Dokumentarfilm-im-BR/Der-Glanz-der-Schattenwirtschaft/BR-Fernsehen/Video?bcastId=24831852&documentId=38546370
eine Dokumentation die mich sehr beeindruckt hat.
Na eher um die Menschen die es geht, bzw. deren Einstellung.
Geht nicht, gibts da nicht. Der Staat tut zu wenig? Dann schauen wir eben selber wie wir zurande kommen.
Ich würde diesen Film gerne Menschen zeigen die in einer Tour am jammern sind. Und selber nichts tun. Die anderen sollen...und die anderen sind Schuld wenn es nicht klappt...und überhaupt soll mal ein Zauberer vorbei kommen und mir den richtigen Chef, eine größere Wohnung und ein neues Auto vorbei bringen!
Ich war selber lange in der Verantwortungslosigkeit (oder erlernte Hilflosigkeit wie es mal eine Therapeutin im Nebensatz sagte und ich erst viel später begriff was sie meinte) und vielleicht reagiere ich da deswegen so sensibel wenn einer nichts für sich tut und lieber im Jammersumpf stecken bleibt.
Die interviewten Leute in Afrika die sich alles selbst zusammen schustern haben eine ganz andere Ausstrahlung. Die Augen leuchten, sie strahlen eine gute Laune aus (auch wenn die bestimmt auch mal miserable Tage haben) und wenn sie einen Kredit haben wollen, dann um ihr Geschäft zu erweitern (und nicht um in Urlaub zu fliegen!).
Natürlich müssen diese Leute auch teils zwangsweise so handeln, weil sie sonst verhungern, da der Staat nicht sowas wie Sozialhilfe, Krankenversicherung und Arbeitslosengeld bietet. Und stellt Euch mal vor, es kommen junge Männer aus Lagos nach Deutschland. Als Flüchtlinge. Sie sind mit der Mentalität *pack an oder du verhungerst* aufgewachsen, wollen was tun, wollen weiter kommen. haben wahrscheinlich auch schon viel getan und wollen das hier wieder. Doch ohweh der Behördenkram. Sie sind zum nichtstun verurteilt. Denn erst muss der Aufenthaltstatus geprüft werden, dann das Dokument, da darfst nicht hin und jenes darfst auch nicht. Ein Dilemma.
(Dies sind nur sehr wenig Gedanken die ich während und nach dem Film hatte)

- immerhin: war ich heute 4 Stunden arbeiten, nachdem ich vor 2 Wochen schon nach 2 Stunden die Segel streichen und heimfahren musste. Ging es heute wieder etwas besser.

-Lebensweisheit: wenn du weißt was du willst, wirst du glücklicher sein. Ich glaube die wenigsten Menschen machen sich ausgiebig Gedanken darüber was sie wirklich wollen. Zu schnell ist man in dem Rad von Werbung, Meinungen, Traditionen, Geschlechterrollen, Vorstellungen, Werte (meist der anderen)...gefangen. Ich merke das immer wieder, wie sehr es mich erleichtert/erfreut wenn ich mir darüber Gedanken mache und daraufhin handle und Entscheidungen treffe! Sehr befreiend uuuuund macht glücklich!

- getriggert: das was ich immer mal weider befürchtet habe (achte auf deine Gedanken!) ist eingetreten: Eine Frau mit Kleindkind ist unter mir eingezogen. Ich habe sie noch nicht gesehen (dem Kinderwagen nach ist es auch eher noch ein Baby). Aber gehört. Und Babygeschrei alarmiert mich extrem. Vor allem wenn ich nicht mitgekriegt habe warum das Kind weint. Ist es nur müde oder wird es stark vernachlässigt? Oder gar geschlagen? Muss es hungern?
Gestern stand ein Mann auf dem Balkon. Schmieriger Typ, polnische Sprache, Bierflasche. Kopfkino läuft. Denn es ist kein normales schreien des Babys sondern immer so ein wehklagen, selbe Tonlage, das ganze langgezogen...wie so ein Klagelied. Es beunruhigt mich sehr. Wie soll ich damit umgehen....

- genommen: mein herumexperimentieren mit allerlei Nahrungsergänzungsmitteln hilft leider immer nur kurzfristig. Nachdem ich diese ständige Schläfrigkeit so satt hatte, nahm ich nochmal eine Elontril (ich hoffe ja weiterhin, dass mein Körper das auch mal längerfristig verträgt). Gute Wirkung: wach, konzentriert, große Radrunde UND hüpfen auf dem Trampolin geschafft. Blutdruck bei 120/61. Sag ich doch!
Gleich wieder das träumen angefangen  wie ich mein Leben leben würde, wenn es mir JEDEN TAG so gehen würde....seufz

- zum Thema visuell ruhigere Wohnung: ich hab meinen großen Sitz/gymnastikball in den Keller verbannt. Er hatte zwar sonst einen Platz den ich eh nicht anders nutzen kann(unter der Treppe) aber dass da jetzt nichts mehr ist, macht die Wohnung noch luftiger, freier. Zum sitzen am Pc fehlt er mir manchmal. Andererseits bleib ich dann weniger am Pc, weil der Stuhl auf Dauer unbequem wird, auch ok. Und ich kann ja jederzeit den Ball wieder aufpumpen.

- gefunden: ich habe einen Garten/Balkonstuhl mit Fußteil. Darauf natürlich eine Auflage. Nur sieht die nun nach ein paar Jahren nicht mehr so toll aus. Aber eigentlich nur optisch, sonst liegt es sich noch super drauf. Deswegen also neue Auflagen kaufen? Welch Verschwendung. Also suchte ich nach einer Art Überzug, Laken oder Tuch. Gibts aber nur für Stuhl (zu kurz) oder für Liege(zu breit und lang, gut das hätte ich evtl. noch umnähen können). Aber ich fand nun das passende. Nun also in blau:

Aussicht:
heute ein herrlich regnerischer Tag, das Wochenende wie immer: ohne Termine ohne Plan. Evtl. werd ich zu einer Bekannten fahren, aber nur kurz aufn Eis oder Kaffe, abends wär großes Feuerwerk, mal sehn ob ich bis 22h mal die Augen offen halten kann.

Mittwoch, 12. Juli 2017

200. Geburtstag

Heute endlich darf ich mir ein neues Buch kaufen :)
Das eine Buch hatte ich auch ausgelesen, jedoch das 2.war so langweilig, dass ich nach 68 Seiten entnervt aufgab und mir stattdessen überlegte bis zum 12. Juli zu warten.
Also heute.
Warum genau dieser Tag?
Weil heute der gute alte Henry David Thoreau 200 Jahre alt geworden wäre.
Und das neue Buch ist von Frank Schäfer: Thoreau, Waldgänger und Rebell. Eine Biographie.
Ich bin sehr gespannt!

Dienstag, 11. Juli 2017

Wenn das Blut...

zuwenig Druck hat...
Ich und mein niedriger Blutdruck werden wohl keine Freunde.
Und hätte ich mehr wumms..würde ich mich dafür einsetzen, dass die Hypotonie genauso ein Krankheitsbild ist wie die Hypertonie.
Denn Ängstlichkeit, Kopfweh, Schwindel, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, deppressiv, Lustlosigkeit schränken mein Leben extrem ein!

Ich fühl mich draußen derzeit so unsicher und wackelig wie in alten Zeiten. Dabei geht es mir psychisch gut! Aber körperlich nicht....
Und Hypotonie macht psychische Symptome...wissen das eigentlich all die Therapeuten, Psychiater, ect..???

Also endlich mal zum 24-Std.EKG angemeldet.
Daheim seh ich ja meine Werte:
102/61
89/ 54
104/ 60
99/ 65
118 /61
94/ 59
ich will gar nicht wissen (doch natürlich!) wie die Werte nachts aussehen.
Ich werd erfahren, in 2 Wochen, denn da ist erst wieder ein Gerät frei.
Bis dahin weder: Tabletten, Rosmarintee, viel Salz, Stützstrümpfe...
Das krasse ist auch der krasse Wechsel: ich sitz aufm Balkon und lese, ich denke och biste fit, könnste noch zum anderen Doc radeln fürs Rezept (insgesamt 10km) ich geh in die Wohnung und: aus die Maus.
Also hock ich halt wieder rum, Füüße hoch...

Naja und sonst so?
Müde gelächelt..wenn Männer nicht mehr weiter wisssen, sich irgendwie bedrängt, hilflos oder panisch fühlen, nur weil frau eine klare Entscheidung/Ansage von ihnen haben will, kommt der uralte Spruch:
"haste deine Tage oder?"
Man das ist soooo Kindergarten....
Interessant wirds, wenn man gar nicht drauf eingeht und weiter ganz locker und ruhig bei seinem Standpunkt und beim aktuellen Thema bleibt "ich habe dich etwas gefragt"...daaaaaann kommt der selbse Spruch nur abgewandt: "ah du hast deine Tage!" oder so ähnlich...
Ich ließ mich wieder nicht irritieren oder provozieren und dann wurde das ganze leicht aggressiv: das man mit mir nicht kommunizieren kann (äh wer hat keine Frage beantwortet, irgendwie was konstruktives zum Thema gesagt?), das arrogant sei und überheblich und überhaupt wie unverschämt ich da jetzt daher komme usw. (ich finde es unverschämt mich nach so intimen Details wie meinen Zyklus zu fragen!)
weiterhin volles Ablenkungsmanöver...
also habe ich eine Entscheidung getroffen.
Ebenso klar und ruhig und bestimmt (ich vermute mal der Mann wird toben).
Denn eines hab ich gelernt, und Junge das solltest du dir auch mal merken:
Handelst du nicht,
wirst du behandelt.
Dann beschwer dich aber danach nicht!

Das erinnert mich an das alte Gesetz (das es in vielen dysfunktionalen, süchtigen, mißhandelnden) Familien/Beziehungen gibt:
Dieses Gesetz verbietet
die (faire) Diskussion über Probleme (meist werden irgendwelche Nebenkriegsschauplätze eröffnet),
das offene Ausdrücken von Gefühlen (es sind nur die guten Gefühle wünschenswert)
direkte, ehrliche Kommunikation,
realistische Erwartungen,
Vertrauen in sich und andere Menschen,
spielen und Spaß haben
um das gefährlich schwankende Familienboot durch Entwicklungen oder Veränderungen zu steuern.
(Alles soll so bleiben, wie es ist, so war es ja schon immer...!)

Das erinnert mich so sehr an meine Eltern..als ich anfing aus dem Boot auszusteigen...Dinge klar ansprach ect..also alles was verboten war (natürlich nur diffus spürbar, weil es wird ja nicht klar kommuniziert) wurde ich abwechselnd angegriffen (sehr wütend und barsch) oder ignoriert. Aber eher war das erste der Fall. Und es hat mich bestärkt auf diesem Kurs zu bleiben. Denn mir ging es viel besser. Ich fühlte mich kraftvoll und handlungsfähig, wenn ich gut für mich sorgte.

Montag, 10. Juli 2017

Zurück zum Start!

Gestern mit L. telefoniert. Wir kennen uns schon viele Jahre (und ich glaube noch ein wenig länger, weil wir uns erschreckend ähnlich sind und sie mich so gut erkennt).
Sie kann etwas, was auch Therapeuten oft anwenden: spiegeln. Oder umformulieren, ich glaub da gibt es einen bestimmten Begriff dafür. Also das was ich sage und fühle wiederholt sie mit ihren eigenen Worten.
So simpel und so wirkungsvoll.
Mir wurde klar, dass ich derzeit (wieder mal) in einem (selbst-)zerstörerischen Kampf gegen mich bin. Ich will mehr als mein Körper derzeit leisten kann. Und das macht mich wütend auf mich selbst und ich gehe noch härter gegen mich selbst vor.
Ich darf schon wütend und frustriert sein, keine Frage, nur das annehmen fehlt dann.
Also zurück zum Pacing: In meiner Geschwindigkeit leben. Das heißt: ich stehe auf, dusche und frühstücke und muss mich dann nochmal hinlegen, ich bringe den Müll runter, mache eine Pause usw.
Gnädig sein mit mir selbst. Liebevoll mit mir umgehen. Geduldig sein.
Harte Aufgabe.

Und nachdem es mir ja so gut getan hat das Buch "Frauen die zu sehr lieben" zu lesen, nahm ich mir heute gleich das 2. (fast bessere) auch weider zur Hand: Die Sucht gebraucht zu werden, von Melodie Beattie.
Absatz:
Nichts auf der Welt ist dem Erlebnis vergleichbar, dahin zu kommen, wohin man will, zu bekommen was man möchte, ein Problem zu lösen oder etwas zu tun, was man schon immer tun wollte.

Ich hatte mich wieder viel zu sehr mit den anderen beschäftigt, auch das absorbiert meine Energie und geht von mir weg...

Samstag, 8. Juli 2017

Nerdisch sein

Tagelanger Rückzug, keine Termine, keine Menschen (also ganz wenig) aber zumindest keine intensiven Treffen...versunken in meiner Innenwelt...und langsam atme ich wieder auf...komme Stück für Stück wieder bei mir an.

Ich muss ganz intensiv "bütlern" (nach dem Herrn Giger-Bütler der tolle Depressionsbücher schrieb): Was will ich JETZT? Und nicht: was müßte, sollte ich tun...ja komplett selbstbezogen. Ich weiß. Aber ich habe keine Kinder, Mann, Tiere, Job ect. Ich darf das :) (und welche Glück dass ich das auch so machen kann!).
Und brauche es wie die Luft zum atmen.
Ganz wenig Außenreize. Lieber Buch als Film.
Und ich fühle mich auch so ungeschützt. Körperlich. Weswegen ich fast nur daheim bin oder mal kurz mit dem Rad in menschenleere Gegenden (schwierig bei dem Sommerwetter).
Der Esoteriker würd vielleicht sagen: Die Aurahülle wieder aufbauen/flicken. Aber genau so fühlt es sich an.

Am besten ist in solch Zeiten auch: monotone Arbeiten. Wie Zaun streichen (geht derzeit leider nicht) oder bügeln oder gaaaanz genau mit Wattestäbchen die Tastatur reinigen, früher hab ich dann Fotos sortiert oder die ganzen Ordner geschmückt oder Dokumente mit den Lochverstärkern versehen, Tiere beobachten ist da auch klasse...muss mir da mal noch mehr Tätigkeiten überlegen.
Mir fiel ein, dass ich mal bei meiner Oma war und anscheinend war mir da auch was zuviel. Ich ging also ins Treppenhaus das mit Stoff überzogen war und sammelte Flusen in den Ecken auf. Herrlich!  So beruhigend und entspannend.
Ich glaub langsam ahne ich warum meine Familie mit mir nicht so wirklich was anfangen konnte bzw. mich nicht verstand. Meine Schwester und Mutter sind extrem extrovertiert und mein Vater zwar auch ein Intro konnte mich aber wenig schützen/unterstützen.

Nunja.
Was mir letztens großen Spaß machte war einer Bekannten (über 60) bei ihrem Smartphone zu helfen und ihr einiges zu erklären. Die Kompetenz zu spüren "ich kann das", das Gefühl helfen zu können (ohne in Coabhängigkeit zu verfallen), ein Ergebnis zu sehen und die Freude der Frau zu spüren...tat gut. Vielleicht biete ich ihr auch an, ihr bei der Digitalisierung (also ein Teil) der Musik zu helfen. Das fällt dann aber nicht unter Gefallen tun, sondern da möchte ich schon was für haben. Denn das ist stundenlange Arbeit. Auch wenn es Arbeit ist die mir großen Spaß machen würde (hallo Nerd), darf ich auch dafür was verlangen!

Und sonst so?
Ich versteh manchmal  ziemlich oft meinen Körper nicht.
Ging es mir gestern recht gut (fit, wenig Benommenheit) maß ich meinen Blutdruck: 110/59, die Tage war ich meist bei 90/60.
Heute morgen, weiterhin fit und wach im Kopf (keine fiese Schläfrigkeit), maß ich nochmal: 88/59. Wo man eigentlich kaum noch stehen kann.
Das Gerät misst glaub schon richtig, weil die Werte meist immer ähnlich sind...

Freitag, 7. Juli 2017

Wochenrückblick

-- weiterhin ziemlich komatös unterwegs--
merke aber langsam, wie es durch die Tabletten wieder besser wird. Dazu noch Kohle innerlich, dass Gifte ect. aufsaugt und ich fühl mich schon viel klarer im Kopf und heute endlich mal wieder in der Lage mit dem Rad zu fahren.

- gemacht: vorgedrängelt. Ja mei da war eine riiesen Lücke in der kurzen Schlange, weil 2 Frauen sich verquatscht hatten. Da ich nicht fragen wollte, ob sie anstehen oder hier die Deko sind, stellte ich mich in die Lücke und hatte so schnell bestellt und bezahlt, dass die andere nichtmal zum Luft holen kam.
Tja...
(Tschakka, dass ich mich sowas mal trau, ich bin ja sonst super anständig und manchmal schon arg verkrampft was Regeln ect. betrifft).

- aufgefallen: früher war ich immer sehr nervös und ängstlich, wenn ich eine neue Frisur hatte und mich damit dann mir bekannten Menschen zeigte: Der erste Tag in der Schule, Ausbildung, Berufsstelle ect...
Ich hatte vor den Reaktionen der anderen sehr große Angst. Dieses Mal war dem nicht so. Bei der Tafel sind es immerhin gut 30 Leute auf einmal. Und auch sonst wenn ich Freunde und Bekannte traf, war ich da sehr locker.
Es war eher eine freudige Spannung und einfach ein: "ich wollte das so, und es ist mir (fast) egal was du dazu sagst."
Ein gesundes Selbstwertgefühl!
In der Tat war eine Frau in meiner damaligen 2.Ausbildung mal so empört und erschrocken über meine neue Frisur, dass sie glatt meinte:"ich geb dir Geld, dann kannste nochmal zum Friseur gehen!" Ich Idiot hätte das Geld nehmen und damit lecker essen gehen sollen!
Naja danach ist man oft schlauer :)

-doof: jetzt hab ich mich über 1,5 Jahre über den blöden Musikplayer im Handy geärgert. Weil der nicht die Ordner anzeigt wie ich das sortiert habe, sondern alle Lieder in einer Liste nach Alphabet. JETZT drauf gekommen, dass es ja Apps gibt. Nun also einen neuen Musikplayer :-))))

- gestaunt: wer braucht 1000 TV-Sender? Allein der Gedanke löst eine absolute Überforderung/Reizünberflutung aus!

- diszipliniert: ich will meinen ungelesenen Bücherstapel reduzieren. Ich entdecke aber immer wieder SO tolle Bücher. Nun also: erst wenn ich die 2 Bücher ausgelesen habe, darf ich mir ein Neues bestellen (und ich weiß auch schon welches!!!). Das macht jetzt gute Laune, weil Struktur in die Sache kommt.  Mit Disziplin, also dem Wort, hab ich so meine Probleme, aber Struktur paßt wunderbar!

- gefreut: ich hatte lange nun so einen normalen Tintenfüller. Problem: ich brauch den SO selten und wenn ich damit schreiben will, ist die Tintenpatrone vertrocknet. Jetzt tolle Tintenroller extrem günstig entdeckt. Schreiben wunderbar und fast genauso edel.

- auch gefreut: Die ARD hat für Thriller/Krimis die Zeitsperre der Alterbeschränkung aufgehoben. Außer für ganz krasse Filme. Somit kann ich jetzt auch Tatort ect. immer schauen und nicht erst ab 20 Uhr.

- gelesen: Der Junge der eine Katze sein wollte. Schon als ich den Titel las, wußte ich sofort um was es geht: nicht um eine lustige erfundene Geschichte, sondern um ein verhaltensauffälliges Kind. Und genauso war es.
Es ging sogar um mehrere traumatisierte Kinder.
Erst zögerte ich, das Buch aus dem öffentlichen Bücherschrank mitzunehmen, weil: zu harte Kost. Aber ich dachte mir auch: ich kann es ja wieder zurückgeben, wenn es mich zu sehr triggert.
Jedoch das Gegenteil ist der Fall. Es wird gezeigt wie Kindern die abgegeben wurden ins Heim, vernachlässigt wurden oder die schlimme Taten mit ansehen mussten ect. durch eine Psychoanalyse geholfen wird.
Spannend wie ein Krimi. Und ich dachte erst: Hä? Analyse mit Säuglingen? Aber allein den Kindern zu sagen was los ist (deine Mutter ist jetzt im Gefängnis und deswegen kann sie sich derzeit nicht um dich kümmern ect.) hat schon viel bei den Kids ausgelöst.
Tja, der kompetente Säugling. Wir meinen ja noch zuoft die verstehen uns nicht. OH DOCH!

- visuelle Ruhe: ich achte immer wieder drauf, dass meine Wohnung visuell ruhig ist: also dass wenig herum steht. Auch fiel mir auf, dass die beiden Fleckerlteppiche in der Küche extrem unruhig sind. Also 2 unifarbene geholt und: ahhhh viel mehr Entspannung, selbst wenn es rote sind.
Außerdem finde ich sieht es edler aus, zu dem weiß und der Arbeitsplatte in Holzoptik (diese ist nicht auf dem Bild, weil da grad Chaos herrscht):

So werde ich es auch im Bad machen, wenn diese Teppiche hinüber sind (dürfte eh bald sein), dann kommen da unifarbene hin. Und ich schaue mich beizeiten nach einem geschlossenen Schuhschrank um, denn da habe ich im Moment ein offenes Regal und all die unterschiedlichen Farben und Formen ist auch unruhig.....

Aussicht: Jetzt noch die Morgenkühle abwarten (wegen lüften) dann aufs Radl schwingen und wieder draußen irgendwo lesen.
Und sonst, weiterhin Ruhe, mich sammeln und sortieren... außerdem hoffen dass die 30-Grad-Tage für dieses Jahr bald vorbei sind.

Donnerstag, 6. Juli 2017

Der schwarze Hund

wenn ich mich so schlapp und schläfrig fühle, kommt irgendwann der Punkt an dem ich danke: Ok Depression ich habs verstanden...du wirst mich mein Leben lang begleiten. Ich kämpfe nicht mehr gegen dich, ich mach aber das beste draus!

Und oft dachte ich mir: ich bin nicht depressiv! Ich hab ja Lust was zu machen, wäre heute morgen gern an den See gefahren...
Es gab durchaus sehr depressive Phasen in meinem Leben, aber ich spüre den Unterschied zu der echten Depression und dem "anderen Zustand".
Und der andere Zustand ist eine atypische Depression.
Wie ich gestern erstaunt las, standen da meine Symptome:

Die sogenannte atypische Depression ist gekennzeichnet durch eine affektive Schwingungsfähigkeit, d. h. die Patienten verharren nicht in gedrückter Stimmung, sondern zeigen durchaus situationsangemessene Gefühle.
Dazu:
- vermehrtes Schlafbedürfnis
- bleierne Schwere der Extremitäten

AHHH ja das bin ich! GENAU!
Ich suchte noch ein wenig weiter und las hier mit Erstaunen:
 https://www.flowlife.de/magazin/atypische-depression/

Und wißt Ihr was?
Ich glaube, die atypische Depression hat ganz viel mit Körper bzw. genauer: Magen-Darm zu tun.
Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Histaminintoleranz, andere Intoleranzen, Leaky-gut, Magensäuremangel...ect. und wie bei mir: Magenentleerungsstörung.
Ich nahm also meine *Magen-tu-was-Tablette* und eine halbe Stunde später war ich viel wacher und besser gelaunt! Weil all der Schmodder der da ewig rumlag mal aufgeräumt wurde.
Herrlich!
Auch die Erinnerung als ich aufgrund der Zahn-op mal 2 Tage fast nichts essen konnte: da ging es mir wunderbar!
Ich muss da wieder mehr aufpassen:
Sehr gut kauen, eher weniger essen, und eher nur leicht verdauliches...Rohkost ist eher nicht so optimal (bzw. dann muss ich an Tablette denken, weil ich mag schon gern Salate).

Trotzdem mag ich das bekannte Video mit dem schwarzen Hund:
https://www.youtube.com/watch?v=1UiA32Qv4yE

und wie Thorsten Sträter sagt: Langsam bekommen die Depressionen vor mir angst!
Genau :-)

Mittwoch, 5. Juli 2017

Aus der Burg

Mich verschanzen.
Mich verkriechen.
Ohne oberflächlichen, dummen Menschen.
Bei mir ankommen.
Nase ins Buch stecken.
Schweigen.
Meinen Gedanken nachhängen.

Unglaublich wie schnell Menschen mr Energie abzapfen können (und ich das anscheinend auch zulasse).
Aber ich muss mir immer wieder sagen: es gibt nicht nur unverträgliche Nahrungsmittel, sondern auch unverträgliche Menschen.

R. mit der ich baden war, meint jetzt das wir jede Woche mindestens 1x telefonieren, aber eher uns noch treffen. OHNE MICH!
Allein ihr Wortschwall  (oberflächlich und nervig bis zum geht nicht mehr) innerhalb 2er Minuten reicht mir für 4 Wochen!
Der Typ von der Tafel meinte gestern mich anrufen zu müssen, weil es Marken fürs Volksfest gäbe und ich heut kommen "müsse".
Danke für die Hilfe. Danke für den Hinweis. Aber mir ist das too much! 
Das sind ganz ungute Verstrickungen...
Ich will meine Ruhe.
Ich will dem nicht erklären müssen, dass ich auf kein Volksfest gehe und da schon gar nicht das histaminvolle Hendl und 1 Liter Bier saufe, und weil mich die Musik und das ganze drumherum mich triggert. (der würd mich anschauen wie nen Ofen wenn ich das sagen würde *g*).
Im übrigen habe ich mich früher für die Marken lange in die Warteschlange gestellt, mir das blöde Gerede der Leitung angehört, um dann die Marken an jemand zu verschenken. Im Grunde ist das okay. Aber heute habe ich mal auf mich geschaut: gibt es irgendjemand dem ich den Gefallen wirklich von Herzen machen möchte?
NEIN! Alles klar oder? Ich ging an der langen Warteschlange vorbei...und nach Hause.

Da der Typ der mich nervt, hier die Trulla beim Paketshop ist die doof wie ein Stuhl war....es hat sich reichlich summiert in letzter Zeit....

Nein es reicht!
Menschenauszeit!
Wobei..so ganz stimmt das nicht. Als ich gestern mit A. telefonierte war das was ganz anderes...wir ticken einfach ähnlicher, verstehen was Ängste und Depressionen sind, sind allgemein ruhiger und tiefgründiger...

Aber heut bin ich erstmal Noomi Rapace alias Lisbeth Salander!
Kauzig, schnodderig mit vielen Stacheln!

Gemütlich daheim einigeln, mit Salat und Fleischpflanzerl, Joghurt mit frischen Früchten, lesen auf dem Balkon, dösen...ach die Welt kann so schön sein :)

Im Moment hab ich gaaaanz striktes *neue-Bücher-kaufen-Verbot* auch wenn es nur 1,25 Euro kostet.
Aber die Titel:

Mach dich unbeliebt und glücklich: und nimm dir vom Leben, was du willst!

Zu nett für diese Welt?: Wer Nein sagen kann, hat mehr vom Leben

 jucken mich grad ganz besonders...
aber ich hab ja noch FUCK YOU im Bücherschrank...das is ja was ähnliches...

UFF!!!